Kommentar: Was wir von Märtyrern lernen können.

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme SEIN KREUZ auf sich und folge mir. (Mt. 16, 24)

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Kommentar

Die Nachfolge Christi hat einen Preis. Wir gehen als echte Gläubige oftmals durch das „finstere Tal“, weil wir auf Ihn hören und Ihm nachfolgen. Das ist eine Tatsache. Eine Tatsache, die in vielen Gemeinden verdrängt, verschwiegen oder schlicht und ergreifend vergessen wird. Ich gestehe es ein, auch ich selbst mag es, einer Gemeinde anzugehören, die „funktioniert“, die auf „Wachstum“ ausgerichtet ist und in der „gute Stimmung“ herrscht. Harmonie, Freude am Glauben, nette Geschwister und eine gute Atmosphäre will ich auch gar nicht kaputtreden. Aber wir sollten uns fragen, ob das schon alles ist, was wir von einer Gemeinde erwarten. Oder ganz offen gesagt: ein „Kuschelklub“, der sich auf diversen Konferenzen nur immer neue Selbstbestätigung holt, braucht keine Gemeinde zu sein und umgekehrt.

Ich habe schon seit Längerem darüber nachgedacht, was dieses „sein Kreuz“, welches jeder von uns Gläubigen tragen soll, für mich selbst, aber auch für uns  Christen hierzulande wohl zu bedeuten hat.  Ich kann mir nicht helfen, aber ich denke, die verfolgten Christen der Welt könnten uns das genau erklären. Youcef Nadarkhani trägt sein Kreuz mit bewundernswertem Gottvertrauen, Gao Zhisheng trägt sein Kreuz in einem Gefängnis am Ende der Welt in China, die Shouwang-Gemeinde in Peking trägt ein Riesenkreuz, weil sie seit 14 Monaten im Freien Gottesdienst feiern muss und über das, was pakistanischen Christen tagtäglich an Abscheulichkeiten passiert, mag ich schon gar nicht mehr sprechen oder schreiben. Es gäbe noch mehr Beispiele, aber hier soll es an dieser Stelle mal genug sein.

Unlängst wurde ich von einem „TV-Prediger“ im Fernsehen auch wieder an die Märtyrerin der frühen Kirche, Donata von Hippo Regius, erinnert. Diese hatte, unmittelbar vor ihrer Hinrichtung durch das Schwert, weil Christsein damals (wie noch heute in vielen Ländern) einem Todesurteil gleichkam, ihren Anklägern mitgeteilt, dass sie „Den Kaiser als Kaiser ehre, aber ihre Furcht nur Gott reserviere“. Klingt uns das zu banal ? Abgesehen, davon, dass wir Christen im 21. Jahrhundert dringend mal wieder über das Verhältnis von Welt und Christentum nachdenken müssten, frage ich mich immer wieder:

Wo ist die Gottesfurcht geblieben ? Ist sie durch „Furcht vor der öffentlichen Meinung“ ersetzt worden ? Können Christen noch biblische Wahrheiten publizieren und in Massenmedien äußern, wenn diese dem Zeitgeist widersprechen ? Wenn Christen überhaupt eine Gelegenheit dazu bekommen, werden dann  umgehend Journalisten und Publizisten über sie herfallen und sowohl sie selbst diffamieren als auch ihr „reaktionäres Gedankengut“ in teilweise unfassbaren Vokabeln geisseln. Das Schlimmste daran ist aber, dass nicht nur „weltliche“, also zumeist atheistische (nennen wir es doch endlich mal beim Namen !) Medien über sie herfallen, sondern auch „progressive“ Christen diverser Kirchenbünde und Konfessionen.

Sollte das wahre Christen beeindrucken ? Die Möglichkeit, durch Diffamierung und Diskreditierung seinen Job zu gefährden, seinen Freundeskreis schmerzlich auszudünnen und von „wohlmeinenden“ geistlichen Leitern und Mitchristen aufs Übelste beleidigt und darauf dann „geschnitten“ zu werden ? Ich sage: NEIN. All diese „weltlichen“ Überlegungen hatten die ersten Märtyrer der Glaubens sicher auch, aber in der Nachfolge des Herrn haben sie, wie Donata, ihre Entscheidung ganz eindeutig getroffen. Denn ihre Furcht galt nicht dem Tod, der für uns ja nur ein „vorläufiger“ ist, da wir in einem neuen Leib auferstehen werden, sondern Gott. Also noch einmal: WO IST HEUTE DIE GOTTESFURCHT ? In der Welt und noch viel mehr in den Gemeinden ?

Ja, ich sehe es kommen, jetzt wird mir von interessierten Kreisen wieder vorgeworfen werden, ich würde einen „strafenden Gott“ predigen und beabsichtigen, ein „längst überwundenes Gottesbild“ wiederaufleben zu lassen. Offen gesagt, liegt mir das fern. Ich weiss, was Vergebung bedeutet, wie die Gnade Gottes segensreich wirkt und was es heisst, sich auf das „Blut Christi“ zu berufen. Aber ich weiss auch, was es bedeutet, ständig Gott im Munde zu führen, aber Sein Wort mit Füssen zu treten, während man schön Gehälter von „Kirchen“ erhält.

Wie auch immer: Von den Märtyrern der frühen Kirche, ebenso wie von den Blutzeugen unserer Tage können wir Einiges lernen. Vor allem die Todesverachtung. Tod um des Glaubens willen zu erleiden, ein „Blutzeuge“, also „Märtyrer“ im eigentlichen Sinne des Wortes zu sein, sollte für alle Gläubigen keine „völlig unmögliche und weit weit entfernte Möglichkeit“ sein, sondern eine Option und eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung zur Wahrheit (und natürlich auch zu dem Weg und dem Leben, Sie wissen, was ich meine) und zur Standhaftigkeit. Dazu, Rückgrat zu haben im großen Harmoniedschungel unserer Gemeinden und kleinere Nachteile, welche die konsequente Nachfolge Christi mit sich bringt (Diffamierungen, Jobverlust, Beschimpfungen, Verleumdungen, „Hassrede“-Prozesse und was sonst noch die Welt den echten Christen entgegenwirft), in Kauf zu nehmen. Das kann unser Kreuz sein, nehmen wir es auf uns. Und wenn das Glaubensbekenntnis es erfordet, auch den Tod.

Denn das Märtyrertum ist nicht wirklich weit entfernt, wie die Fälle der im Jemen ermordeten jungen, deutschen Missionarinnen Anita und Rita belegen, die vor wenigen Jahren dort getötet wurden. Ihr Märtyrerblut hat übrigens Gutes hervorgebracht, da in ihrem Namen in Malawi ein Kinderdorf gegründet wurde.

Denken Sie darüber nach, liebe Leser, und prüfen Sie sich, so wie ich es tun werde.

Gottes Segen

ihr

Martin Clemens Kurz

P.S.: Sicher ist Ihnen aufgefallen, liebe Leser, dass ich das Wort „Märtyrer“ in seinem eigentlichen Sinn benutze, anstatt im heutzutage üblich gewordenen „islamischer Selbstmordattentäter“. Wie ich schon in einem früheren Artikel einmal erwähnt habe, ist es höchste Zeit, die Kontrolle über die wichtigen Begriffe zurückzuerlangen. Wahre Märtyrer sind eben immer Opfer von Gewalt und keine Gewalttäter !

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4 Gedanken zu “Kommentar: Was wir von Märtyrern lernen können.

  1. Werter Herr Kurz,

    wieder einmal ein sehr gelungener Kommentar.

    Sie predigen nicht den strafenden Gott. Sie veranschaulichen und halten dem Leser nur vor Augen, was Sache ist. Wir hier brauchen noch nicht einmal so weit zu gehen. In meiner kath. Kirche werden urchristliche Begriffe wie Keuschheit (vor der Ehe), Satan, Sünde u. a. kaum noch benutzt. Verzicht ist zur christlichen Lebensstrategie nicht mehr notwendig, den Satan in Person gibt es nicht mehr und die Sünde wird, bloß um die Gläubigen nicht vor den Kopf zu stoßen und ihnen vom Bösen zu erzählen, erst gar nicht mehr „in Stellung“ gebracht, um das Wohlfühlchristentum nicht zum Nachdenken zu bringen. Die Kirche und da nehme ich an, auch die evgl. Kirche sieht nur den Jesus der Liebe, den Jesus der Harmonie und den Jesus der linkspädagogischen Sichtweise. Den Jesus der Wunder, den Jesus der Verfolgungs-Prophetie, den Jesus, der Dämonen austreibt, der von der Hölle spricht, gibt es nicht mehr. Wer glaubt laut Bultmann schon an Wunder im Zeitalter des TV und des Radios. Der verkündete Jesus macht Furore, der historische Jesus ist nicht mehr gefragt, er könnte nur stören.

    Auch Jesus hat den strafenden Gott nicht gepredigt, sondern ich halte dies als ein Voraugenhalten dessen, was passiert, wenn sich der Mensch in seiner Selbstherrlichkeit und Gottvergessenheit von Gott entfernt. Ich persönlich – und da stehe ich mit meiner Kirche auf Kriegsfuß – glaube nicht an eine explizite und aktive Bestrafung durch Gott. Ich kann mir Gott nicht als ein Wesen vorstellen, der, um Eltern zu bestrafen, ihre Kinder krank werden lässt. Sorry, das übersteigt meinen Horizont. Der Jesus, den ich durch die Bibel kennengelernt habe, heilt in mehrfacher Hinsicht. Er zeigt göttliche Autorität und heilt seine Pfleglinge in Gänze, nämlich an Leib und Seele. Ich kann mir von ihm nicht vorstellen, Vulkanausbrüche, die Menschenleben zerstören oder Erdbeben, Tsunamis, Seuchen und Krankheiten gezielt als Strafhandlungen einzusetzen. Das wäre ihm zu primitiv. Das Leben hier auf der Erde ist nun einmal auf den irdischen Tod hin ausgerichtet und all das menschliche Leid, von Naturkatatrophen, von menschlichem VErsagen, von technischem Versagen und von der Sünde des Menschen angerichtet, ist keine aktive Tat Gottes. Ich glaube eher an eine umfassende Erkenntnis des Menschen, wenn er das Jenseits betritt und die kann schmerzlich sein, wenn ich erkennen muss, was meine Lieblosigkeit gegenüber Gott und den Mitmenschen in diesen Mitmenschen-Seelen ausgelöst hat. Dies werde ich wohl intensiv vor Augen gehalten bekommen und dann werde ich erkennen, wohin ich gehöre, welchen Platz ich im Jenseits auszufüllen habe. Die Erkenntnis Adams und Evas hat ebenfalls zum Ausschluss des Paradieslebens geführt. Die Erkenntnis kann hart wie Kruppstahl und schneidend wie ein Schwert sein.

    Der Gott der Liebe schließt die Existenz der Hölle, die nicht er, sondern Satan geschaffen hat, nicht aus. Wer sich von Gott und seinem liebenden Angebot entfernt und sogar bewusst entfernt, hat die Konsequenzen zu tragen,. Die Erkenntnis wird ihm den Weg zeigen.

    Ich möchte noch einmal kurz auf den Begriff „Märtyrer“ eingehen. Ihre Einstellung und Ihre Forderung kann ich nur unterschreiben und unterstreichen. Ich pflege in aller Bescheidenheit zu zu unterscheiden, dass es den Märtyrer 1. und 2. Klasse gibt. Letztlich war Jesus der Märtyrer 1. Klasse. Diese „Klasse“, erfüllt nicht nur die bloße Opferrolle, von Andersgläubigen aufgrund des Christusglaubens ohne provoziert zu haben, getötet zu werden, sondern diese Auserwählten vergeben vor dem zu erleidenden Tod ihren Peinigern wie Jesus am Kreuz, Stefanus hat auch vergeben. Es gibt keine größere Begriffsperversität als einen islamischen Selbstmordattentäter als „Märtyrer“ zu bezeichnen. Es ist gegenüber jedem echten Märtyrer eine zynische und Menschen verachtende Beleidigung. Selbstverständlich gibt es im Islam auch Märtyrer, aber halt nicht solche, die ihrerseits Gewalt in jeder Form anwenden.

  2. Wir hier in Deutschland brauchten noch nicht einmal „Märtyrerchristen“, sondern Christen, die ihre Feigheit ablegen. Wir brauchen Christen, die Prioritäten setzen, die Akzente setzen, die unbequem sind und anecken in Jesu Sinn. Wir haben zwar hier bereits ein Meinungsdiktat durch pc. Aber deshalb hat eine nicht konforme pc-Meinung höchstens mediale Prangerstellung zur Folge, nicht jedoch (noch nicht) Freiheitsstrafe.

    Die Christen hier sind leider in aller Regel zu einem großen Prozentsatz Taufscheinchristen. Solange in den Kirchen nicht das Bewusstsein für verfolgte Christen geschärft wird, solange in den Kirchen Religionsrelativismus immer mehr Einzug hält, solange Christen Ethik und Moral dem Mainstream anpassen, solange ist das „Salz der Erde“ schal geworden. Herr, Herr sagen reicht zum Leben als Christen nicht aus, sondern der zählt zu Jesu Anhängern, der sein Wort hört und es befolgt. Abtreibung, Euthanasie, Anprangern der Christen- und Menschenverfolgung im Namen von Ideologie und Religion, gehörte zu den Kernanliegen, für die sich Christen einsetzen sollten.

    Nach meiner Eingabe an meine Kirchengemeinde (Großgemeinde), sonntäglich eine Fürbitte im Sonntgsgottesdienst für verfolgte Christen und Menschen vorzutragen, wurde einmal nachgekommen. Danach war wieder Ebbe im Schacht. Eine Enttäuschung der besonderen Art. Der Pfarrer hat die Empfehlung an verschiedene Messkreise weitergeleitet, anstatt einmal die Führung zu übernehmen und die Bitte zu äußern, dieses Anliegen besonders betend zu begleiten. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die Menschen zunehmend mit den islamischen Gepflogenheiten beschäftigen müssen, weil diese Menschen diskriminierenden Machenschaften im Namen deren Gottes, die sich gegen Juden, Christen und Muslime der jeweils anderen Konfession richten, einfach nicht aufhören zu existieren. Sie werden immer und immer wieder selbst in den Mainstreammedien auftauchen. Überall wo Islam sich verstärkt, geraten die allgemeinen Menschenrechte ins Hintertreffen, wird Unruhe geschürt. Leider haben wir hier in Deutschland eine gesellschaftliche Denkweise des Verdrängens, des Nichtwahrhabenwollens, des Herumlavierens, des Relativierens bis hin zur strikten Negierung von Tatsachen, sobald der Islam kritisch gesehen wird. Auf Dauer kann sich die Wahrheit nicht verstecken. Ich frage mich, was die Kinder und Enkel sagen werden, warum wir nichts gegen den Islam unternommen haben, als noch Zeit war.

    Ich jedenfalls schäme mich für mein Land, welches so schmählich die eigenen hart erkämpften Werte verraten und statt dieser Werte islamische Ersatzwerte einer ausgrenzenden Religion (und das nach den Nazis) und linke Ideologiewerte zugelassen hat. Beide grenzen andere Glaubensrichtungen und Meinungen aus und prägen Feindbilder (und richten sie gegen Menschen, nicht gegen Ideologien oder Religionen), welches immer den Anfang vom Ende einer jeden ehedem funktionierenden homogenen Gesellschaft einläutete.

    • Die Christen hier sind leider in aller Regel zu einem großen Prozentsatz Taufscheinchristen. Solange in den Kirchen nicht das Bewusstsein für verfolgte Christen geschärft wird, solange in den Kirchen Religionsrelativismus immer mehr Einzug hält, solange Christen Ethik und Moral dem Mainstream anpassen, solange ist das “Salz der Erde” schal geworden.

      Ja, das Problem der Namenschristen, die der Tradition halber getauft wurden und höchstens noch „CEO – christmas and easter only“ in die Kirche gehen. Sich vielleicht noch kirchlich trauen lassen und das war´s dann mit Christus. Kirche als so eine Art „Standesamit mit Kreuz auf dem Dach“. Das einzig Gute an denen ist, dass man die in den Gemeinden nie sieht. Wer regelmässig in der Kirche auftaucht, trifft eben öfter die echt Bekehrten oder eben tiefgründig Gläubigen. Das ist traurig, dass die anderen als „Karteileichen“ keine Zeit mehr für Jesus haben, aber immerhin gibt´s ja noch die, die wirklich greifbar sind. Mein Problem sind vor allem die „Anwesenden“ vom Gottesdienst, die aber dennoch ihre Herzen vor dem Leid der Christen weltweit verschließen. Sie sind so sehr mit dem Besuch irgendwelcher „Konferenzen“ oder mit dem Organisieren derselben beschäftigt, dass sie eine rastlose Aktivität mit echtem Glauben verwechseln. So zumindest kenne ich das. Selbst die nettesten, erfahrensten und tiefgläubigsten Christen stehen in der Gefahr, ihre Zeit mit Dingen zu vertun, die nur ihnen selbst dienen, aber weder der (weltweiten) Gemeinde noch der Erbauung ihrer eigenen Geschwister dienen.

      Nach meiner Eingabe an meine Kirchengemeinde (Großgemeinde), sonntäglich eine Fürbitte im Sonntgsgottesdienst für verfolgte Christen und Menschen vorzutragen, wurde einmal nachgekommen. Danach war wieder Ebbe im Schacht. Eine Enttäuschung der besonderen Art. Der Pfarrer hat die Empfehlung an verschiedene Messkreise weitergeleitet, anstatt einmal die Führung zu übernehmen und die Bitte zu äußern, dieses Anliegen besonders betend zu begleiten.

      Ja, das sind Erfahrungen, die wir wohl alle schon einmal gemacht haben. Damit will ich dieses traurige Verhalten aber weder verteidigen noch relativieren. Es sorgt für eine tiefe Enttäuschung, die aber nicht die in Not geratenen Geschwister ausbaden sollten. Ich selbst wurde von einem Pastor, den ich auf das Thema ansprach, ganz einfach an die für die „Gebetsanliegen“ zuständige Älteste weitergereicht, diese lud mich dann zu einem (aus hier nicht wirklich relevanten Gründen) obskuren, nur etwa alle 4 – 6 Wochen stattfindenden Gebetstreffen „für die Stadt“ ein usw.
      Man versteht die Logik dahinter: Verschleppung, ohne offen „hau mir ab mit den verfogten Christen“ gesagt zu haben. Von Pontius zu Pilatus geschickt, ohne dass ich die Mauer gesehen hätte, gegen die sie mich drängten. Nun, dieser Gemeinde bin ich mittlerweile auch aus anderen Gründen ferngeblieben.

      Ich frage mich, was die Kinder und Enkel sagen werden, warum wir nichts gegen den Islam unternommen haben, als noch Zeit war.

      Das ist eine gute und berechtigte Frage. Wenn ich nur die mitverantwortlichen „Eliten“ hierzulande betrachte (vor allem die weltlichen), dann fällt vor allem auf, dass sie zumeist gar keine Kinder haben. Das hat dann den Doppeleffekt, dass sie sich einerseits bis zum Grabe hin als dauerpubertierende Teenager auf-spielen können, was sich in mangelnder Diskussionskultur und grassierender Selbstsucht äußert und andererseits eine sehr kurzsichtige, auf keinerlei eigene „Kinder und Enkel“ ausgerichtete, langfristige, vernunftorientierte Politik (können auch Medien- oder Kirchenleute sein) zulässt. Traurig. Wir vergreisen und dauerpubertieren gleichzeitig !
      In unserem Land haben wir eben keinerlei Tradtion die an das Wort von Thomas Jefferson anknüpft, der berechtigterweise feststellte, dass „der Preis der Freiheit ewige Wachsamkeit“ sei. Wer Freiheit nicht verteidigt, weil er sie als „selbstverständlich und ewig“ voraussetzt, der entwickelt eben nicht von heute auf morgen ein Rückgrat und dann fängt an, seine Werte zu verteidigen. Das wissen z. Bsp. auch die Islamisten und nutzen das fröhlich und mit festem „Allah-Vertrauen“ aus.

      • Werter Herr Kurz, danke für die erschöpfenden Antworten. Ja, diese Erfahrungen sind schon enttäuschend, aber nicht niederschmetternd. Der Mensch, insbesondere Christen, neigen hier in Europa dazu, alles Unbequeme, alles Negative zu verdrängen. Alles, was die heile Welt stören könnte, wird letztlich auf das Nebengleis geschoben. Danke für die Beschäftigung und das aufmerksame Lesen des Kommentars und Ihre positiv-sachliche Reaktion darauf. Gottes Segen für Sie und Ihren blog.

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