Was zu sagen wäre ….

Gelegentlich schreibe ich hier ein paar Gedanken, Ein- und Ansichten auf, die nur indirekt mit der Christenverfolgung zu tun haben. Als internen Witz nenne ich solche Beiträge dann mein ganz persönliches „Wort zum Sonntag“. Zumeist bekomme ich dann gar keinen Rücklauf darauf. Sie, liebe Leser, erwarten oft ganz einfach informative Beiträge darüber, was unsere Geschwister draußen in der weiten Welt so alles an Abscheulichkeiten aushalten müssen. Und das natürlich zu Recht. Mein komisches Geschreibsel interessiert da nicht so, das ist mir klar. 

Stift zu Kommentaren.

Kommentar

Aber vor nicht allzu langer Zeit hat mein Beitrag über die „Katakomben“ dann doch einige Reaktionen hervorgerufen. Der Leser „Bazillus“ hat sich die Mühe gemacht, seine Einschätzung der Lage in einem umfangreichen Kommentar darzulegen, den ich Ihnen, geschätzte Leser, mit der freundlichen Erlaubnis des Autoren, jetzt doch noch einmal explizit zu lesen geben möchte:

Die Eingangsfrage kann hier uneingeschränkt verneint werden. („Sind wir bereit für die Katakomben ?“) Wir sind nicht (mehr) bereit für die echte Nachfolge Jesu. Das können wohl nur Christen schaffen, die in Verfolgungs-, Diskriminierungs- und Mobbingsituation aufgewachsen sind. Für Europa gilt religiös: Wenn es dem Esel zu wohl ergeht, geht er aufs Glatteis. Eine wahre Erkenntnis. Wir haben hier offensichtlich viele Jahrzehnte des Friedens verbringen dürfen, die uns jede Vorsicht hat vergessen lassen, jede Glaubensstärkung hat vermissen lassen und für jede Form des Relativismus offen waren und sind. Alles ist relativ. Dabei wurde dann die Suche nach der christlichen Wahrheit förmlich eingestellt, denn alle Religionen sind ja gleich gut, alle Ideologien sind ja gleichwertig, weil alle Menschen gleich sind.

Ja, die Menschen sind alle gleich geliebt von Gott. Der Sozialismus hat aber die Eigenart, vornehmlich atheistisch humanistisch daher zu kommen, quasi als eine Religion ohne Gott. Wenn Gott jedoch fehlt, ist der Mensch auch nicht gleich, da er ja materialistisch eher von seiner Funktion her, von seinem Nutzen her zu sehen ist. Man hat vergessen, dass der Mensch als Ebenbild Gottes mit der Fähigkeit ausgestattet, Liebe zu geben, in seinem Wesen in seiner Seele grundsätzlich gleichwertig ist, in seiner Funktion jedoch unterschiedlich, weil mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. DEr atheistische Sozialismus hat eine große Schwierigkeit der Definition des Menschen, der ja in seinen Augen rein zufällig evolutionär entstanden ist. Er muss, um sich ein “menschliches Antlitz” geben zu können, das in der Natur durch die Evolution eingesetzte Gesetz des Stärkeren nach außen hin negieren, übernimmt somit zu diesem Zweck die christliche abgespeckte (man denke an die Abtreibungs- und Euthanasiefrage) Soziallehre, kann es aber jederzeit, wenn es ihm beliebt und es ihm nützlich erscheint wieder aus dem Versteck herausholen. Denn letztlich wird er ohne dieses sich selbst entwickelte, sich selbst tragende Naturgesetz des Rechts des Stärkeren nicht auskommen können.

Der Geist des romantisierenden Sozialismus, des Gutmenschentums, hat von den Menschen Europas Besitz ergriffen und so kann bis in die Kirchenführungen hinein religiöse These lauten. Wir beten alle denselben Gott an.

Dem ist nicht so!

Das Christentum hat das Gottesbild, gründend auf dem Judentum durch eine “Gottesbildevolution”, die insbesondere von Jesus neu definiert und angestoßen wurde, hin zum wahren Gott der Liebe mit all seinen Auswirkungen der Gottes- und Nächstenliebe in einer idealisierten und auch in wenigen Fällen pragmatischen Form bestimmter heiligmäßiger Menschen in allen Konfessionen praktisch “kreiert”, die uns ein wenig hat sorglos werden lassen. Dass Gott der wahre Gott der Liebe ist ist heute unumstößlich christliches Gesetz. Und das ist gut so. Gott war schon immer so. Nur der Mensch hat dies nicht gesehen. Wir haben allerdings vergessen bei der Entwicklung der Sichtweise des christlichen Menschen auf Gott, dass es viele Menschen gibt, die eben einen charakterlich gegenteiligen anderen Gott wie Allah anbeten oder keinen Gott anbeten oder sich vom Gott der Liebe abgewendet haben und in anderen Religionen, Ideologien Halt und Heil suchen oder es gibt viele Menschen insbesondere in Europa, die nur noch der Spaß- und Fun-Ideologie des Nihilismus nachhängen, Hauptsache Spaß. Jesus war kein Romantiker, sondern er war knallharter Realist. Er hat seinen Anhängern mehrfach Leid, Verfolgung und Tod, teilweise völlig missverstanden im Namen Gottes (Gott einen Dienst zu erweisen) vorausgesagt. Diese Voraussagen des wahren Ecksteines Jesus werden gern in Predigten abgehandelt, aber niemand warnt davor, dass sie jetzt hier zu aller Zeit, so auch in Zunkunft brutale Realität sein könnten. Die Verfolgungsszenarien sind ja schließlich seit ‘Ende des 2. WK so schön weit weg gewesen. Mit dem Einzug des Islam nach Europa hat sich das jedoch dramatisch verändert. In einigen Generationen wird Europa islamisch sein. Wie der Islam – in Mehrheit befindlich – mit Christen umgeht, dürfte hier – u. a. auf diesem Blog hinlänglich beschrieben – bekannt sein. Diese Realtiät, die Jesus für jeden Christen vorausgesagt hat, die sehenden Auges auf uns zukommt, wird mittels eines mir völlig unverständlichen Gutmenschenverdrängungseffekts einfach ignoriert.

Wir sehen die demographischen, die sozialistischen Entwicklungen, die islamischen Entwicklungen (der islam wendet sich in aller Welt zunehmend dem Fundamentalismus zu, leider ist das Fundament des Islam Mohammed und nicht Christus), selbst die finanz- und wirtschaflichen Negativentwicklungen auf uns zukommen, ja gerade in Deutschland als Zahlmeister Europas und glauben noch immer ein Leben in Saus, Spaß und Braus führen zu können, als ob wir hier ein märchenhaftes unverrückbares Schlaraffenland auf Dauer eingerichtet hätten. Dass dieses ein Geschenk Gottes verbunden mit harter Arbeit der Menschen dieses Landes war und ist, ist uns offensichtlich nicht (mehr) bewusst.

Wohlfühlkirchen und ein Wohlfühlchristentum können auf Dauer keine glaubensfähigen Zeugen Jesu sein. Sie werden wieder dazulernen müssen und sich auf ihren Herrn Jesus in all seiner facettenreichen Existenz beschäftigen müssen. Jesus war halt nicht nur der Kumpel von nebenan, sondern seine Worte waren ernst und sein Wirken war echt. Diese wahrheitsmäßige Echtheit fehlt zunehmend den Christen hier in Europa. Gratmesser ist der Umgang von Christen, denen es gut geht mit Christen, denen des schlecht geht. Und da liegt Vieles im Argen. Wer verfolgte Christen und auch politisch verfolgte Menschen nur bestimmten Organisationen überlässt und nicht im Herzen der Christenheit platzieren kann, damit das Wohlfühlchristentum keinen Kratzer bekommt, folgt Jesus nicht nach, ja er verleugnet Jesus wie Petrus ihn verleugnet hat und handelt wie Judas, der ihn verraten hat.

(Hervorhebungen von mir) So isses. Denken wir mal drüber nach und handeln dann entsprechend. Ich persönlich glaube z. Bsp. nicht mehr daran, dass sich die EKD noch auf den richtigen Pfad zurückbringen lässt. Aber Kirche ist da, wo sich Christen versammeln, um Gott die Ehre zu geben und das Wort Gottes nach Erkenntnis zu durchsuchen. Denken Sie sich den Rest, liebe Leser.
„Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20)  In welchem Namen versammeln viele Kirchen ihre Schäfchen ? Im Namen des Zeitgeistes, der „Weltharmonie“ oder  des Multikulturalismus ? Finden wir´s raus.

Ihr

Martin Clemens Kurz

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