Nigeria: Warum die Attentäter so oft „durchkommen“

Tut mir leid, liebe Leser, aber ich muss mich noch immer mit der Serie von Terroranschlägen auf Kirchen in Nigeria befassen. Es kommen jetzt Sachverhalte ans Tageslicht, die dem Beobachter verdeutlichen, warum die Terroristen so oft Erfolg haben.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Die Anschläge des vergangenen Wochenendes gehörten zu den übelsten Angriffen der vergangenen Monate. Mittlerweile werden mindestens 50 Todesopfer und mehr als 100 Verletzte gemeldet. Warum sind Terroristen nur immer wieder erfolgreich in ihrem diabolischen Tun und im Ausleben ihrer hass-inspirierten Christianophobie ? Gibt es keine Polizei in Nigeria ?

Die Antworten auf diese Fragen sind eigentlich ziemlich einfach, wenn man sich länger mit der Situation in Nigeria befasst hat. Es ist schlicht und ergreifend so, dass die Verwaltungen und Sicherheitsorgane Nigerias bereits mit Sympathisanten der Terror-Gruppe „Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) durchsetzt sind, welche die durchaus ernsthaften Bemühungen der Bundesregierung des Präsidenten Goodluck Johnathan, der Terror-Plage Herr zu werden, hintertreiben und dafür sorgen, dass es keine (oder nur sehr selten) durchschlagende Erfolge im Kampf gegen diese Leute gibt.

Behalten wir diese „kühne“ Aussage von mir mal im Hinterkopf, wenn wir nun aus Nigeria folgendes hören: Aus Kirchenkreisen wurde bekannt, dass in Zaria, wo zwei der Anschläge des letzten Wochenendes stattfanden, am Tag vor den Attacken die Truppen abgezogen wurden, welche dort seit einiger Zeit patrouilliert und für eine fragile Sicherheit gesorgt hatten. Eine Verschwörungstheorie ? Was, wenn ich Ihnen zusätlich mitteile, dass die Kirchenleiter der Region schon vier Tage vorher wussten, dass Terroristen Anschläge in Zaria durchführen wollten ? Lesen wir, was Pastor Chris Dariya unlängst ans Licht gebracht hat:

 Wir bekamen wenige Tage vor dem Anschlag (auf die Kirche der „Evangelical Church Winning All“ von Zaria, Anm. d. Übers.) Informationen darüber, dass sich Mitglieder der Boko Haram in der Stadt aufhielten und am Freitag (sic !) ihre Angriffe vom Sonntag planten.
Wir waren überrascht, als wir am folgenden Samstag feststellten, dass das hier stationierte Militärpersonal, welches die Sicherheit um die Kirche herum gewährleisten sollte, abgezogen wurde. … Da waren Soldaten, die noch patrouillierten und die Gegend sicherten. Ich sah sie aber ihre Sachen packen und fuhr zu ihnen hin, um sie zu fragen, was passiert sei. Sie sagten, die Kommune hätte sich eingemischt und dass sie beschlossen hätten, weiterzuziehen. Ich sagte ihnen, dass nicht die Kommune sie hier stationiert hätte, sondern die Regierung. Die Soldaten teilten mir mit, sie hätten ihre Befehle, aber ich weiss nicht, von wem sie ihre Befehle bekamen.

„Zufälle“ gibt es…. Einen Tag vor verheerenden Attacken auf Kirchen werden die Soldaten, die die öffentliche Sicherheit da gewährleisten, wo die Polizei alleine dies nicht mehr schafft, abgezogen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ist der Kampf gegen den kommenden Allahs-Staat in Nigeria also verloren ? Nun, für uns Christen stirbt die Hoffnung immer zuletzt und so sollte man auch Nigeria noch nicht aufgeben, aber diese Geschichte macht uns deutlich, wie es um die Effektivität der Militär- und Polizeioperationen gegen die  „Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) bestellt ist.

BITTEN WIR DEN HIMMLISCHEN VATER IM GEBET UM MUT FÜR DIE GESCHWISTER NIGERIAS, UM GEDULD, DAMIT SIE KEINE RACHEAKTE (MEHR) VERÜBEN UND UM SCHUTZ DURCH WIEDER RICHTIG GEFÜHRTE SICHERHEITSORGANE.

(Quelle: „the nation“ vom 19. Juni 2012)

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Ein Gedanke zu “Nigeria: Warum die Attentäter so oft „durchkommen“

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