Iran/USA: Was passiert, wenn man die Wahrheit verkündet

In meinen vielen Gesprächen mit Christen in Deutschland, die ich seit dem Beginn des BGVK über die Situation des Glaubens und der Kirchen weltweit geführt habe, bin ich irgendwann auch mal mit der Aussage konfrontiert worden, dass vielen deutschen Gläubigen der echte „Märtyrergeist“ fehle. Der Wille, für Christus auch Opfer zu bringen, die größer sind, als unsere Kirchensteuer, der Zehnte oder das wöchentliche Opfer der Kollekte.

Ein Bekannter brachte es sogar auf einen sehr kurzen, aber im größeren Sinne noch treffenderen Begriff, er spricht im Bezug auf die Kirchen in Deutschland vom Vorherrschen der „Konfliktvermeidungstheologie“. Ein Begriff, den er unbedingt mit seinem Copyright versehen sollte, da er kristallklar macht, worauf es ankommt: den Konflikt um der Nachfolge Christi Willen nicht zu scheuen. Hat Christus die Auseinandersetzung mit den Pharisäern gescheut ? Hat Paulus den Konflikt mit Irrlehrern (Appollos) gescheut ? Nein, er hat sich sogar, wenn nötig, mit Petrus angelegt.

Wir wissen z. Bsp. dass „Apostaten“ vom Islam, also Christen, die den Islam um der Nachfolge Christi willen verlassen haben, des Todes sind, da ein latentes Todesurteil über ihren Köpfen schwebt. Diese Gläubigen müssen zumeist ihre Familien verlassen, da diese sich sonst gezwungen sähen,  das Todesurteil „zur Wiederherstellung der Familienehre“ auszuführen. Fragen Sie nur einmal Sabatina James oder Mark A. Gabriel.  Diese Christen müssen ihr gesamtes, privates Umfeld, inkl. Familie, hinter sich lassen und brauchen deshalb in den Kirchengemeinden ganz dringend neue, ECHTE Geschwister !!! (Wink mit dem Zaunpfahl ! Und gleichzeitig ein herzlicher Gruss an alle deutschen Gemeinden, die so fleissig türkische, iranische und sonstige „Apostaten“ taufen und im Leib Christi willkommen heissen !) Diese Nachfolger des Herrn bringen ein riesengroßes Opfer, um bei „dem Weg, der Wahrheit und dem Leben“ zu sein. Mehr als einer von ihnen sitzt auch in irgendeinem staubigen Knast oder ist bereits getötet worden.

Können wir das auch von uns behaupten, dass wir bereit wären, von heute auf morgen die Familie aufzugeben, den Freundes- und Bekanntenkreis hinter uns zu lassen, u. U. sogar die Heimat und eigene Kultur aufzugeben, weil wir vermutlich unseres Lebens nicht mehr sicher sind ? Was wären wir bereit, zu opfern, wenn uns Christus darum bittet ? Notfalls auch unser Leben ? Eine Frage, die ich mir auch oft stelle, also keine Angst, ich stelle Sie nicht nur Ihnen, liebe Leser.

Eine sehr lange Einleitung für einen ganz kurzen Artikel, ich weiss. Was ist also in St. Louis, USA, passiert ? Ali Bakhti, ein iranischer „Apostat“ und erretteter Ex-Angehöriger der iranischen „Revolutionsgarden“ lebt dort mittlerweile und gehört der Gemeinde des Pastors Mike Salazar an. Ali Bakhti und Mike Salazar sind beide sehr offen, wenn es darum geht, die hohe Affinität vom Islam zur Gewalt beim Namen zu nennen. Ali Bakhti weiss, worüber er redet, denn er wurde für Terroranschläge ausgebildet und sogar auf einen Anschlag in Israel vorbereitet, wo er eine Diskothek in die Luft sprengen sollte. Glücklicherweise hat Gott unmissverständlich seine Hand auf Ali gelegt und diesen aus den Umständen, die ihn zum Gewalttäter machten, errettet.

Nun bekamen die beiden Christen einen Brief aus Teheran. Wie zu erwarten, war dies keine fröhliche Grußkarte von Ayatollah Khamenei oder Mahmud Achmadinedschad, sondern eine Abschrift der Fatwa, die über beide Männern das Todesurteil verkündet. Offen gesagt: jeder, der die Dinge in Sachen Christenverfolgung oder anti-christlicher Gewalt beim Namen nennt, bekommt ab und zu Morddrohungen. Aktivisten aus Deutschland haben mir dies ebenso erzählt, wie Missionare aus Indonesien oder Angehörige christlicher Hilfswerke, die in Pakistan Flutopfern geholfen haben. Aber die Drohungen gegen Pastor Salazar und Ali Bakhti werden von beiden ernst genommen und so wurde mittlerweile die Polizei informiert.

Beiden Männern ist bewusst, dass sie spätestens jetzt, sozusagen mit schiitischem „Brief und Siegel“ aus dem Iran des Todes sind und jeder Schiit, der sie tötet, auf besondere Ehren aus Teheran und im islamischen Paradies rechnen darf. Dennoch haben beide nicht vor, sich einschüchtern zu lassen oder von ihren Worten oder ihrem Tun abzulassen. Respekt ! Sie sind sich ihrer Verantwortung vor dem Herrn und vor den Menschen bewusst und wollen nicht einknicken vor den Drohungen aus Teheran.

Wer den kurzen Fernsehbericht sehen will (Englisch):

 http://kplr11.com/2012/06/18/death-threat-from-iran-sent-to-st-louis-men/#ooid=V5ZmY1NTq9I5RwACBh9Cx19XaUGMzTQr

BITTE BETEN SIE FÜR DEN SCHUTZ VON PASTOR MIKE SALAZAR UND ALI BAKHTI. WENN SIE SO ANGEGRIFFEN WERDEN, HABEN SIE SICHER NOCH ETWAS WICHTIGES FÜR DEN HERRN ZU TUN.

(Quelle: „KPLR“ St. Louis vom 18. Juni 2012)

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2 Gedanken zu “Iran/USA: Was passiert, wenn man die Wahrheit verkündet

  1. Ich weiß auch nicht, warum uns so dieser ‚Märtyrergeist‘ fehlt.
    Es liegt sicher auch daran, dass die meisten Gläubigen aufgrund des westlichen Wohllebens die erste Liebe zu Jesus Christus verlassen haben.
    Aber gerade weil wir uns in dieser laodizäischen Zeit befinden, weil wir in diesem Zeitalter der Verstockung, der harten Herzen leben, haben wir es so ungeheuer nötig, uns warnen zu lassen von Christus, nicht der Verführung des Teufels anheim zu fallen.
    Der Kampf zwischen Fleisch und Geist ist wohl einer auf Leben und Tod – und wir verwöhnte Europäer meinen, den mit links erledigen zu können.

    Wir müssen permanent neu zum Thron der Gnade kommen, uns erfüllen lassen mit Ihm, damit wir im Kampf bestehen können.
    Ich stelle in meinem Beruf (Krankenpflegerin) immer wieder fest, w i e verstockt die Herzen sind, wie banal das Thema Glauben abgehandelt wird von jenen, die vor den Toren der Ewigkeit stehen. Es ist nur noch dramatisch, wie konkret sich die Situation zuspitzt und in welcher Genauigkeit sich die endzeitlichen Prophetien erfüllen und wie der Endzeitmensch kreiert wird durch die Verrohung der Moral und durch das Treten mit Füssen der Gebote Gottes.

    • Super Kommentar, dankeschön ! Musste „Laodizäa“ selbst erstmal googlen, die Apokalypse war noch nie das von mir am besten beherrschte Buch. 🙂
      Aber im Ernst: ich kann gar nix weiter dazu anfügen außer: volle Zustimmung !

      Der Kampf zwischen Fleisch und Geist ist wohl einer auf Leben und Tod – und wir verwöhnte Europäer meinen, den mit links erledigen zu können.

      Ein sehr, sehr treffender Satz, der gar nicht oft genug weitergereicht und zitiert werden kann !

      Wir müssen permanent neu zum Thron der Gnade kommen, uns erfüllen lassen mit Ihm, damit wir im Kampf bestehen können.

      Wenn nur alle sich bewusst wären, dass wir überhaupt in einem Kampf stehen ! Bzw. in vielen, gewaltigen, geistlichen Kämpfen in uns selbst und außerhalb. Tja, Christus ist gekommen, um das Schwert zu bringen. Er wusste, dass es nicht ohne innere und äußere Konflikte abgehen kann, wenn man Ihm nachfolgt und Seine Botschaft verkünden und leben will. Die Kirche vergisst das aber leider allzuoft und zitiert nur noch das „paulinische“ (für echte Christen: nur ein Scherz !) Gebot, dem „Frieden nachzujagen“ (Hebr. 12,14). Was aber, wenn sich der Frieden nicht einfangen lässt ?

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