Nigeria: Wochenend-Dschihad – Bilanz

Der Dschihad geht weiter. Nachdem bereits an den vergangenen Wochenenden Attentate auf Kirchen in Nigeria mehrere Tote zur Folge hatten, geht die „schönste Hauptsache der Welt“ für muslimische Terroristen weiter:

Karte von Nigeria.

Nigeria

Wie die BBC meldet, sind auch am Sonntag, den 17. Juni 2012, wieder Attentate auf Kirchen in Nigeria durchgeführt worden. Im Bundesstaat Kaduna, der im nördlichen Zentrum des Landes liegt, wurden nach Angaben aus London drei Kirchen angegriffen. Bislang ist von zwölf Toten und ca. 80 Verletzten die Rede. Die Polizei und das Militär haben noch am Sonntag eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt. Gerade erst hatte ich hier einen Artikel darüber veröffentlicht, was die  “Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) als Ziele und Methoden, diese zu erreichen, veröffentlicht hat, da lässt sie ihren Worten auch schon Taten folgen. Eines kann man diesen islamischen Terroristen also nicht ankreiden: nämlich, dass sie anders handeln, als sie reden. Wenn doch nur die Medien, die Politik und die Weltöffentlichkeit davon Kenntnis nehmen wollten und über die Verhältnisse dort Klartext reden würden.

Ich möchte an dieser Stelle nur kurz daran erinnern, dass unter Fachleuten ohnehin bekannt ist, dass die Sicherheitsbehörden und Verwaltungen Nigerias von Islamisten bereits durchsetzt sind und deshalb eher selten spektakuläre Erfolge im Kampf gegen den islamischen Terrorismus der „Boko Haram“ zu vermelden sind. Präsident Goodluck Johnathan muss man zwar zu Gute halten, dass er tatsächlich um den Frieden im Land und die Sicherheit aller Bewohner besorgt ist und dass er die Polizei sowie die „JTF“ (joined task forces) aus diesen und der Armee immer wieder beschwört, ihr Bestes zu geben, aber das reicht offensichtlich nicht aus, um dem Treiben der Freunde von Christenmorden ein Ende zu machen.

Auch einige, seltene Schläge wie das Auffinden von Sprengstoff-Lagern oder die Festnahme einzelner Terror-Verdächtiger hat bislang nicht dazu ausgereicht, im Netzwerk der Gewalttäter  Lücken zu schaffen, die deren Aktivitäten nachdrücklich behindern würden. Ganz im Gegenteil. Im Anschluss an mehrere Verhaftungen im Mai 2012 begann die noch andauernde Serie von „Wochenend-Bombenanschlägen“ auf Kirchen, in denen Gottesdienste gefeiert werden. Eine der Kirchen in Zaria, die von der jüngsten Welle betroffen sind, soll zu den ältesten Gotteshäusern im nördlichen Nigeria gehören.

BITTE HÖREN SIE NICHT AUF, FÜR NIGERIA ZU BETEN. BITTEN SIE UM WEISHEIT FÜR ALLE CHRISTLICHEN LEITER DORT, DAMIT SICH IHRE SCHÄFCHEN NICHT AUS VERZWEIFLUNG ZU RACHE-AKTEN HINREISSEN LASSEN. DENN TROTZ ALLEM GILT: DEN HASS UND DIE GEWALT ÜBERLASSEN WIR GERNE DER ANDEREN SEITE.

(Quelle: „bbc news“ vom 17. Juni 2012)

UPDATE:
Mittlerweile sprechen Quellen von ca. 50 Todesopfern und 131 Verletzten der Anschläge vom vergangenen Wochenende.
(Quelle: „cnn“ vom 18. Juni 2012)

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Ein Gedanke zu “Nigeria: Wochenend-Dschihad – Bilanz

  1. Pingback: Nigeria: Warum die Attentäter so oft “durchkommen” « kopten ohne grenzen

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