China: Pastor nach Hilfseinsatz massiv von den Behörden belästigt

Wer die Weltnachrichten aufmerksam studiert weiss es: in Myanmar (Burma) herrschen schwierige Umstände. Regionale Minderheiten stehen im Konflikt mit der Zentralregierung.

China

In den letzten Monaten wurden zwar die gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Karen eingestellt, aber dafür die Anstrengungen gegen das Volk der Kachin im gleichnamigen Bundesstaat intensiviert. Ein chinesischer Geistlicher, der ehemalige Pastor der Pekinger „ShengAi-Gemeinschafts“-Kirche, einer Hauskirche, machte sich unlängst auf den Weg, um den Flüchtlingen aus Myanmar Hilfe zu leisten. Pastor Liu Fenggang fuhr Ende März 2012 in die Yünan – Provinz, um dort den zehntausenden Kachin-Flüchtlingen beizustehen. Er nahm Kontakt mit den vor Ort aktiven, internationalen Hilfsorganisationen auf, half diesen, ihre Hilfsbemühungen zu koordinieren und beschaffte unermüdlich Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs für die Flüchtlinge.

Nach seiner am 01. Juni erfolgten Rückkehr nach Peking, wurde sein Haus am 05. Juni 2012 von in Zivilkleidung auftauchenden Angehörigen der lokalen Polizeibehörden gestürmt, er selbst wurde von den (z. T. namentlich bekannten) Beamten beschimpft und mit Schlägen bedroht. Die Beamten wiesen, wie in solchen Fällen in allen Unrechtsstaaten üblich, keinerlei richterliche Verfügung oder Dienstausweise vor, jedoch sind einige von ihnen dennoch namentlich bekannt. Beim Verlassen der Wohnung wurde Liu Fenggang mitgeteilt, dass er sich ab jetzt nicht mehr aus der Wohnung begeben dürfe. De facto stand er somit unter Hausarrest. Nach welcher Anklage oder unter welchem Verdacht, darüber kann nur spekuliert werden. Die Beamten hatten in jedem Falle seinen christlichen Glauben in ihre Beschimpfungen, die ich hier nicht wiederholen möchte, integriert.

Vor dem Gebäude wurden Angehörige der Sicherheitspolizei postiert, die allerdings zwei Tage später wieder schrittweise abgezogen wurden. Jedoch wird Pastor Liu telefonisch von Menschen, die sich als Polizisten ausgeben, weiterhin beschimpft und beleidigt. Was man sich davon verspricht, ist derzeit noch unklar.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE UNVERSEHRTHEIT VON PASTOR LIU FENGGANG. MÖGE ER SICH DEN EINSCHÜCHTERUNGSVERSUCHEN DER BEHÖRDEN IM FESTEN GOTTVERTRAUEN WIDERSETZEN KÖNNEN.

(Quelle: „china aid“ vom 09. Juni 2012)

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