Nigeria: erneut Attacken auf Kirchen im Land

Ein neues Wochenende, neue Terrorangriffe auf Kirchen in Nigeria. So sicher wie das „Amen“ im Gotteshaus wird eines von ihnen auch jetzt wieder mit Bomben und automatischen Waffen attackiert.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Am vergangenen Wochenende wurden in Nigeria erneut mindestens zwei Kirchen angegriffen. In Biu im Nordosten des Landes haben Angreifer aus automatischen Waffen auf Mitglieder einer Kirchengemeinde gefeuert, dabei eine Gläubige getötet und mehrere von ihnen verletzt. In Jos wurden bei einem Autobombenattentat am 10. Juni 2012  auf eine Kirche fünf Christen getötet und mehr als vierzig Menschen verletzt. Wie so ziemlich bei jedem Attentat ähnlicher Machart hat auch jetzt wieder die  “Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”)” die Verantwortung übernommen. Sie habe mit diesen Morden auf ihre noch immer vorhandene Handlungsfähigkeit hinweisen wollen.

In Jos habe der Selbstmordattentäter versucht, mit seinem Fahrzeug IN das Gebäude der Kirche „Church Winning All“ hineinzufahren und seine Sprengsätze schließlich auf dem Kirchengelände gezündet. In Biu, Bundesstaat Borno,  haben Schützen mit automatischen Waffen auf die Christen der „EYN“-Kirche geschossen. EYN steht im regionalen Dialekt für Kirche „der Kinder Nigerias“. Dabei wurde eine Kirchenhelferin sofort getötet und mehrere Kirchenbesucher verletzt.

Die  “Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”)”  hat inzwischen die Verantwortung für die Taten übernommen. Diese Gruppe verübt regelmässige Terroranschläge gegen „weiche Ziele“ wie Kirchen, Regierungsgebäude und Vertretungen internationaler Organisationen in Nord- und Zentralnigeria. Sie gilt als bestens verbunden mit den internationalen, islamischen Terrornetzwerken. Über diese bezieht sie Waffen und Sprengstoffe, soll sogar in den letzten Monaten auch Söldner angeworben haben. Ihr Ziel ist die Errichtung eines schariakonformen „Gottes-„Staates in Nigeria. Dafür hat sie allein in diesem Jahr zwischen 560 und 1.000 Menschen ermordet. Die Zahlen variieren ein wenig, je nachdem, welche Quellen man auswertet.

Die Regierung steht den Aktivitäten dieser Terrogruppe weitgehend hiflos gegenüber, da die Islamisten ihre Sympathisanten auf allen Ebenen der Verwaltung und des Sicherheitsapparates besitzen. Gelegentliche Erfolgsmeldungen über Waffenfunde in Privathäusern und Moscheen oder über Verhaftungen einzelner Regionalführer der  “Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”)”  können an dieser grundsätzlichen Konzeptlosigkeit leider wenig ändern, weil Ausnahmen eben auch nur die Regel bestätigen, dass die Behörden zumeist einen Schritt zu spät kommen.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE HINTERBLIEBENEN DER OPFER DIESER JÜNGSTEN ANSCHLÄGE. TROST UND HILFE SOLL IHNEN VOM HERRN ZUTEIL WERDEN. BETEN WIR AUCH FÜR EINE UMKEHR DER TÄTER, AUF DASS SIE IHRE SÜNDEN ERKENNEN UND EIN GEWISSEN ENTWICKELN MÖGEN.

(Quellen: „tagesschau.de“ vom 10. Juni 2012 und „associated press“ vom 10. Juni 2012)

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