Saudi-Arabien: widersprüchliche Aussagen über die „Jiddah-35“

Wir haben vor einigen Monaten über die sog. „Jiddah – 35“ berichtet. Das sind 35 äthiopische Christen, die während einer Gebetsversammlung in der saudischen Stadt verhaftet und dabei in widerlicher Art und Weise behandelt wurden. 

Saudi-Arabien

Dieser Fall von Christenverfolgung hat, beinahe erwartungsgemäß da saudisches Geld viele Medien und Politiker im „Westen“ bezahlt, so gut wie keinen öffentlichen Widerhall gefunden. Damals, im Dezember 2011, wurden 35 äthiopische Christen, 29 Männer und 6 Frauen, in der saudischen Hafenstadt Jiddah in einer Privatwohnung verhaftet, während sie dort eine Gebetsversammlung abhielten. Die Polizei ging dabei äußerst rüde vor, beleidigte die Christen und misshandelte die Frauen unter ihnen bei der Festnahme und Inhaftierung.

Nun hat sich mit etwas Verspätung doch noch ein kleiner Reflex auf diese Vorgänge gefunden. In den USA wurde im April 2012 von der christlichen Monitorgruppe „International Christian Concern“ (ICC) in Washington in einer Serie von Informationsveranstaltungen auf das Schicksal von Christen in islamischen Ländern aufmerksam gemacht. Die „Jiddah-35“, die noch immer in saudischen Gefängnissen sitzen, waren dabei der am deutlichsten präsentierte Fall. ICC bat darum, Kongreßabgeordnete der USA, deren Mitarbeiter und diverse Lobbygruppen über diese Vorgänge in Saudi-Arabien zu informieren und darum zu bitten, dass diese mehr oder minder einflussreichen Personen um Erklärung der Sachverhalte im Wüstenstaat nachsuchen sollen.

Man mag es kaum glauben, aber diese Appelle verhallten nicht völlig ungehört. Im Laufe des Mai 2012 haben tatsächlich Mitarbeiter diverser Kongressabgeordneter die saudische Botschaft in Washington kontaktiert und in Anfragen Aufklärung über die Hintergründe der Inhaftierung der Jiddah-35 verlangt. Die Erklärungen, die sie dabei erhielten, waren höchst widersprüchlich und indifferent. Aus den Büros der Parlamentarier wurden die unterschiedlichsten Haftgründe für die Äthiopier verlautbart, die den Mitarbeitern dort von Quellen aus der saudischen Botschaft genannt worden seien. „Verwicklung in Menschenschmuggel“ sei ebenso darunter gewesen wie „illegales Vermischen der Geschlechter“ (sic !) oder „Schwierigkeiten mit der Arbeitserlaubnis“. Es riecht verdächtig danach, dass die Haftgründe erst nach vollzogener Inhaftierung konstruiert wurden und die Kommunikation der saudischen Behörden untereinander über die Lügen, die sie zusammenstricken, nicht „optimal“ verlief.

Denn ICC liess der saudischen Botschaft eine Liste der Inhaftierten mit einwandfreien Arbeitspapieren zukommen, woraufhin dieselbe Vertreterin (eine gewisse Miss Nesamuddin), die vorher von diesen obskuren „Verstößen gegen die Arbeitserlaubnis“ gefaselt hatte, ihre Version „korrigierte“ und von „Verwicklung in Drogenschmuggel“ fabulierte. Wie viele Lügen muss man den Menschen im „Westen“ und den noch in Freiheit lebenden Christen noch erzählen, bevor sie sich über die Natur der Kultur auf der Arabischen Halbinsel klarwerden ? Denn auf die Nachfrage nach konkreten Indizien, die die Behörden auf die Äthiopier aufmerksam gemacht hätten, haben Regierungsvertreter Saudi-Arabiens am 21. Mai 2012 gegenüber einer ganzen Gruppe Kongress-Mitarbeiter sehr einsilbig reagiert und das Thema schnell gewechselt.

Da aber sehr eingeschränkter Kontakt zu einzelnen Inhaftierten möglich ist, wurde bekannt, dass diese noch immer höchst verwundert und enttäuscht darüber sind, dass ihnen noch immer keine offizielle Anklage mitgeteilt wurde, dass sie deshalb auch noch immer nicht dem Gericht präsentiert wurden und in der Haft dahindämmern müssen. Der Inhaftierte vermutet, dass sie einfach aufgrund ihres Glaubens Ziele der staatlichen Willkür Saudi-Arabiens wurden.

BITTE BETEN SIE DOCH FÜR DIE FREILASSUNG DER „JIDDAH-35“ ! BITTEN SIE DOCH MIT ALLER KRAFT DEN HIMMLISCHEN VATER UM FREIHEIT UND GERECHTIGKEIT FÜR DIE ÄTHIOPIER ! NICHT JEDER MUSS SCHLIESSLICH WIE DER APOSTEL PAULUS STÄNDIG IM GEFÄNGNIS SITZEN, UM SEINEN GLAUBEN ZU BEWEISEN UND ZU STÄRKEN.

(Quelle: „persecution.org“ vom 07. Juni 2012)

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