Deutschland: Politiker fordert volle Freiheit für alle Christen in islamischen Ländern.

Der um das Anliegen dieses Blogs wohl wissende und damit vertraute Vorsitzende der CDU/CSU – Bundestagsfraktion Volker Kauder hat jüngst auf einer Veranstaltung in Baden – Württemberg zum wiederholten Male die Situation der Christen in Ländern angesprochen, die durch den Islam kulturell dominiert werden.

Volker Kauder

Beim „Christustag“ in Herrenberg/Reutlingen wies er im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf die Unteilbarkeit von grundlegenden Menschenrechten wie dem Recht auf religiöse Selbstbestimmung hin. Bei der christlichen Nachrichtenagentur „idea“ wird er wie folgt zitiert:

Die Freiheit und Anerkennung, die Muslime in Deutschland erfahren, muss auch den Christen in islamischen Ländern zuteil werden.

Kauder wies im Rahmen der Veranstaltung unmissverständlich darauf hin, dass Christen weltweit die mit Abstand größte Gruppe sind, die aus religiösen Gründen verfolgt werden. (BGVK-Leser wissen dies natürlich auch längst !)

Solche Klarheit und Eindeutigkeit in der Aussage ist von deutschen Politikern, Geistlichen und Medienschaffenden sonst eher selten zu hören und nur deshalb ist es mir auch diesen Artikel wert. Wo man sich sonst auch immer selbst politisch verortet sieht, aber bekannte Persönlichkeiten dieser Republik, die über das Thema Christenverfolgung Bescheid wissen, gibt es viel zu wenige. Und noch weniger davon kommen in ihrer Beurteilung der Situation ohne die üblichen Relativierungen aus, die betonen, dass es ja auch „bei uns im Westen“ schlimme Zustände gäbe und Muslime hierzulande auch nicht vollkommen gleichberechtigt wären und dann wäre ja noch unsere „böse, böse“ Unterstützung für Israel blablabla.

Im Rahmen des Christustages rief Volker Kauder alle (anwesenden ?) Christen dazu auf, sich für die „bedrängten Glaubensgeschwister“ einzusetzen. Eine Aufforderung, der ich mich hier AUSDRÜCKLICH anschliessen möchte. Dabei wies Kauder darauf hin, dass sich auch deutsche Christen stärker als Teil der weltweiten Kirche, also des Leibes Christi, verstehen sollten.

 Wenn wir Freiheit und ein unbedrängtes Leben für alle Christen fordern, müssen wir zusammenstehen, auf dass wir stärker und schlagfertiger werden.

Ich vermute, der gute Mann wollte „schlagkräftiger“ sagen, aber auch Schlagfertigkeit schadet beim mündlichen Einsatz für Christen in Not sicher nicht. In jedem Falle vergass der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag auch nicht, nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass Christen in jedem Falle Fürbitte für ihre bedrängten Geschwister halten sollten. Jedoch bemerkte er dabei, dass scheinbar die Christen hierzulande dem Gebet wenig zutrauen. (Eine Beobachtung, die auch ich bereits mehrfach gemacht habe !)

 Wir müssen die Kraft des Gebetes neu entdecken ! Es geht mir nicht um Religionsinhalte. Es ist ein Menschenrecht, seinen Glauben leben und bekennen zu können.

JA zur Kraft des Gebetes ! JA auch zu dem grundlegenden Menschenrecht, seinen Glauben offen bekennen zu dürfen, ohne dafür Tod, Folter, Vertreibung oder Schläge zu riskieren !
Kauder bedauerte, so „idea“, dass Christenverfolgungen lange Zeit weder in der Politik noch in den Landeskirchen thematisiert wurden. Umso dankbarer sei er nun dafür, dass in der Öffentlichkeit darüber vermehrt gesprochen werde. Bitte tragen doch auch Sie dazu bei, dass sich dieser „Trend“ nicht ändert ! Deshalb bitte ich Sie darum: sprechen Sie über Schicksale wie die von:

Informieren Sie sich und andere (Christen) über die Hintergründe und Fakten dieser und ähnlicher Fälle und nehmen Sie doch Kontakt zu einem der seriösen Hilfswerke für verfolgte Christen auf. Unsere Liste unter „Organisationen“ links im Navigationsbereich könnte Ihnen dabei helfen.

BITTE SCHLIESSEN SIE DOCH DIE CHRISTEN IN NOT IN IHRE GEBETE ZUM VATER EIN ! VIELE VON IHNEN SAGEN IMMER WIEDER, SIE WÜRDEN ES SPÜREN, DASS SIE IN IHRER NOT NICHT ALLEINE SIND, SOLANGE ANDERE CHRISTEN FÜR SIE BETEN.

(Quelle: „idea.de“ vom 07. Juni 2012)

Advertisements

4 Gedanken zu “Deutschland: Politiker fordert volle Freiheit für alle Christen in islamischen Ländern.

    • Hier sollte man nicht überbewerten. Kauder selbst ist ein „weißer Elephant“ in der eigenen Partei. Kauder ist einer der wenigen, deutschen Spitzenpolitiker, die tatsächlich etwas über die Christenverfolgung wissen und auch dauerhaft darüber sprechen und sie thematisieren. Das ist klasse und ich lobe ihn ja auch genügend dafür. Außer ihm gibt es nur noch Leute wie Gröhe oder Frau Steinbach, die ähnlich gut informiert sind. Soweit, so gut.
      Aber leider, leider stehen Kauder und Co. ziemlich alleine da mit diesem Thema. Sie bekommen weder von ihren eigenen Parteien, noch von anderen politischen Kräften, NGOs, Kirchen etc. auch nur die geringste Unterstützung. Außerhalb der ohnehin schon interessierten Kreise der durch „open doors“, „HMK e. V.“ oder „AVC“ informierten Christen finden sie keinerlei positive Aufnahme, ganz im Gegenteil. Ein Volker Kauder muss sich seit Jahren mit Argumenten auseinandersetzen, er betreibe „Menschenrechtspolitik nur für Christen“, er würde Menschenrechte relativieren und anti-islamische Vorurteile befördern. Die ganze Palette derer, denen die Not von Christen gleichgültig ist. Leider gibt es die ja auch in Kirchen zur Genüge. Was ein Volker Kauder braucht, ist eine Welle von Unterstützung aus der Bevölkerung, wenn er Aussagen wie die jüngsten auf den Christustagen zu Fronleichman macht. E-mails an sein Büro, öffentliche Solidarisierung, einen „Massenaufstand der Anständigen“, sozusagen. Der kommt aber nicht und somit steht er weiter im Regen. Schade.

      • Also muß es doch von unten nach oben gesteuert werden. Macht es Sinn -und wer unterstützt das denn bisher schon?- über die Gemeinden und die zuständigen Geistlichen, oder doch besser über die Erzbistümer zu gehen? Ich denke, die Pfarreien tun ohnehin nur das, was von dort „abgesegnet worden ist“ und die große Politik kommt denn doch wieder aus Rom.

        Gerade eben las ich wieder von Aktionen in meiner unmittelbaren Umgebung im Köln Bonner Raum. Die Salafisten verteilen wieder den Koran und werben öffentlich und teils sehr eindringlich für ihre Religion. Das sollten Christen einmal in deren bevorzugten Hochburgen tun, es gäbe in diesen Ländern nur Haft oder Tod zur Antwort! Hier sind diese Fanatiker durch unser Grundgesetz geschützt, das muß man sich einmal ganz langsam durch den Kopf gehen lassen!

        Lässt sich den kein Einstieg in dieses brisante Thema finden, ohne dass man selbst gleich den Verfassungsschutz oder Mord drohende Fanatiker aus den Reihen radikaler Muslime auf den Plan ruft? Ich mag einfach nicht daran denken, und mich auch nicht damit zufrieden geben, nichts zu tun!
        Die Gefahr ist möglicherweise zweiseitig, einmal durch die Islamisten selbst und durch die Menschen in unserem Land, die das Thema eben nicht öffentlich diskutieren möchten, weil sie eben zu eng mit den Saudies zusammenarbeiten. Andere Religionen sind auch nicht erpicht darauf, unser schlechtes deutsches Gewissen nicht mehr nutzen zu können. Wir Deutschen funktionieren doch prima!

        Frei von solchen Zwängen sollte aber die Kirche selbst sein! Die Katholischen und Evangelischen Kirchenoberhäupter! Sollte man diese direkt an ihre Pflichten den Schwestern und Brüdern im christlichen Glauben gegenüber erinnern und einfordern? Ich entschuldige mich für meine folgende Wortwahl, aber ist es nicht im Sinne dieser Wortes „Scheinheilig“ wenn man den Drangsalierten Christen weltweit den Beistand enthält?

        Warum, frage ich jetzt provokativ, sollten das weltweit die Menschen tun, wenn nicht die Christlichen großen Religionen an 1. Stelle dafür eintreten? Sollen die Gläubigen mehr Mut haben als die Kirche selbst? Wenn sich die Kirche nicht an die Spitze der Bewegung stellt -es geht schließlich um Christen- sollte man ihr eigentlich den Gehorsam verweigern und auch von den Geistlichen, die glaubwürdig sein wollen erwarten, daß sie nicht blind folgen, sondern menschlich handeln. Nicht die neue Kirchenfenster von der Kanzel dringlich machen, sondern auf die Situation der Mitchristen aufmerksam machen und Projektarbeit unterstützen. Die Ordensfrauen und -männer auf den Kontinenten setzen sich doch auch der Gefahr aus und praktizieren ihr Christentum. Wo bitte ist die Solidarität unter den Christen der Welt?

        Der Massenaufstand der Anständigen, das Wort trifft es gut!

        Oder erleben wir gerade das bequeme Wegschauen der Feiglinge?

      • Ein engagierter Appell, den ich am liebsten nicht hier im Kommentarbereich, sondern als gesonderten Artikel veröffentlichen würde (Wink mit dem Zaunpfahl). 🙂 Wie immer: notfalls tue ich das mit Ihrem Einverständnis auch anonym, dann lösche ich diesen Kommentar einfach, um die Zuordnung zu erschweren.
        Aber mal im Ernst: ja, es sieht so aus, als ob die Kirchen gerade schrecklich dabei versagen, ein dringendes Thema offen und ehrlich zu benennen, nämlich die zunehmende Gewalt gegen Christen in aller Welt. Mit den wohlfeilen Ausreden „die Geschwister nicht in noch größere Gefahr bringen zu wollen“ wird tatsächlich nicht richtig hingesehen, auch wenn ich nicht „wegschauen“ sagen möchte. Ob aber angesichts der Gewalt, die Christen um unseres Glaubens willen erleiden, tatsächlich noch eine Steigerung der Repressionen möglich ist und das o. g. Argument damit nicht vielleicht doch als reine Feigheit entlarvt ist ? Schließlich dürfen unsere „interreligiösen Dialoge“ ja nicht gefährdet werden. Da diese aber ohne wirkliches Ziel (Bekehrung !) geführt werden, führen sie auch zu nichts, sondern sollen nur der „Beschwichtigung der Krokodile“ dienen, damit diese die Kirchenführer zuletzt fressen.
        Was nun die geistliche Herausforderung durch Leute wie diese „Salafisten“ angeht, so muss in unseren Kirchen erst einmal wieder das Bewusstsein dafür geweckt werden, dass der Islam als solcher (auch in dieser, schrift-getreuen Auslegung in der Machart von Pierre Vogel) ein Konkurrent um die unsterblichen Seelen der Menschen ist. Die „Eine-Welt“-Multikulti-Philosophie der Kirchenführungen (ganz gleich ob katholisch oder evangelisch) hat den klaren Blick auf diese Tatsache vernebelt. JA, es gibt DEN Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben. Wir wissen alle, in welcher Person es sich uns sterblichen Geschöpfen offenbart hat: Jesus Christus. Daneben, davor oder dahinter kann es nichts anderes geben. Das mag dem „modernen“, gebildeten und verweltlichten Christen, der höhere Ansprüche an Wahrheit zu haben glaubt, nicht gefallen, aber so ist es. Und wenn wir diesen Christus glaubhaft vertreten wollen, dann können wir nicht in die „Muslime-und-Christen-beten-denselben-Gott-an“-Trompete blasen. Denn es ist nicht so. Die Schrift sagt eindeutig, dass die Leugner der Sohnschaft Christi vom Antichrist sind:

        Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.

        1. Johannes 2, 22 Luther-Übersetzung 1984

        Muslime lehnen das Konzept der spirituellen Verbindung „Vater-Sohn-Heiliger Geist“ als „Vielgötterei“ ab. Man mache sich also seinen eigenen Reim darauf. Aber diese ganz einfachen Wahrheiten sind in unseren Kirchen bereits vergessen und nicht mehr mehrheitsfähig. Also wird das „Ringen um die Seelen der Menschen“ gar nicht erst aufgenommen und damit aufgegeben. Die deutschen Kirchen schaffen sich damit ab, wenn sie die Missionierung von Muslimen oder die Mission überhaupt aufgeben.

        Ein weites Feld, ich weiss.

        Ich entschuldige mich für meine folgende Wortwahl, aber ist es nicht im Sinne dieser Wortes “Scheinheilig” wenn man den Drangsalierten Christen weltweit den Beistand enthält?

        Ja, es ist scheinheilig. Durch und durch. Rückgratlos, verlogen, korrupt und widerlich. Muss ich mich jetzt auch für meine Wortwahl entschuldigen ? Vermutlich, da mir schon mehr als ein Bruder „wohlwollend“ nahegelegt hat, meinen „Stil“ zu ändern. Für viele Spitzen-Kirchler ist es eben ein Beruf und keine Berufung. Jetzt sehen wir, wie weit das geht.

        Sollen die Gläubigen mehr Mut haben als die Kirche selbst?

        Ja, denn wir Gläubigen SIND die Kirche ! Kirche ist da, wo echte Gläubige zusammenkommen und nicht dort, wo sich Männer bunte Röcke anziehen und Mützen aufsetzen, um Weihrauch zu schwingen ! Tut mir leid, wenn da gerade der protestantische Bilderstürmer in mir durchkommt, aber für eine Organisation mit starren Regeln und ohne Mut zur Wahrheit ist Christus nicht erschienen ! Er erschien, um Herzen zu bewegen und Menschen an sich zu ziehen. In der Liebe zueinander (z. Bsp. zu den verfolgten Geschwistern !) soll man uns erkennen ! (Joh. 13, 35, LÜ1984: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.) Wer jetzt also keine Liebe für die Geschwister in Not aufbringen kann, der sollte einen anderen Glauben wählen. Von mir aus Buddhist werden o. ä. Zu radikal formuliert ? Paulus war radikal, Franz von Assisi war ein Radikaler, Jesus selbst war und ist der Radikalste von allen.

        Bei allen Überlegungen bleibt aber noch immer die Frage: Was soll man konkret tun ? Was kann man tun ? Da heisst es: „Geduld haben“, „Bewusstsein wecken und verändern“ und von „ganz unten“ zu einem neuen, geänderten Verständnis der Solidarität mit Christen in Not zu kommen. Statt zielloser Ökumene, beispielsweise gelebte Solidarität mit orthodoxen Kopten hier in Deutschland und weltweit. Projekte anschieben, die dem Thema dienlich sind, Materialien von „open doors“, „Stimme der Märtyrer“ oder dem „Aktionskomitee verfolgte Christen“ in der Gemeinde verteilen und darüber reden, warum man das tut. Was sich ändern wird ? Konkret vor allem dies: man wird ausgegrenzt werden und von Pfarrern und Ältesten ganz sicher mit „wohlmeinenden Ratschlägen“ zur Zurückhaltung aufgerufen. Ich weiss von einem Fall, wo ein Christ, der Flyer über Verfolgung vor der Kirche verteilte, von seinem Pfarrer aufgefordert wurde, dies zu unterlassen. Aber wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über…
        Ansonsten halte ich viel davon, mit den Hilfswerken ins Gespräch zu kommen. „Schwester Hatune Stiftung“ oder die eben schon genannten. Die wissen am ehesten, was man tun kann, ohne die Mitarbeiter vor Ort einer unnötigen Gefahr auszusetzen.

        Kleiner Tip noch: die Bücher von Mark A. Gabriel. Der war früher mal Imam in Ägypten und ist mittlerweile ein Bruder. Auf ganz hohem Niveau kann er die Terror-Neigung seiner Landsleute erklären. Super !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s