USA: Sonntagskirchen – Schulprogramm wird aus Park verbannt

Die Säkularisierung der USA, die sich einst als christlich fundierte Nation definierten, nimmt von Zeit zu Zeit auch skurrile Züge an. Der Fall einer in der lokalen Gemeinde wohlangesehenen, christlichen Jugendhilfe aus Louisiana zeigt dies deutlich.

In Baton Rouge, Louisiana, wurde eine christliche Sonntagsschul-Initiative, die das Evangelium den Problemjugendlichen aus den Wohnvierteln um den „Cadillac Street Park“ brachte, von dem öffentlichen Gelände verbannt.  Eine im Jahre 2005 ausdrücklich erteilte Genehmigung wurde damit de facto widerrufen. Die „East Baton Rouge Recreation and Park Commission“ teilte den Streetworkern der „Voices of Mercy Outreach Ministries“ diese Entscheidung mit, die mit den Nutzungsregeln für öffentliches Grünflächen begründet wurde. In diesen sei eine Nutzung zu religiösen Zwecken ausdrücklich untersagt, so die Behörde.

Voices of Mercy Outreach Ministries ist eine in Baton Rouge wohlangesehene, seriöse Organisation, die sich der Jugendarbeit unter Kindern aus schwierigen, sozialen Verhältnissen gewidmet hat. (Ich persönlich kenne ähnliche Initiatien hier aus Deutschland und bin deshalb besonders hellhörig geworden.) Neben den üblichen Aktivitäten sei auch das Vermitteln eines positiven Evangeliums eines der Ziele gewesen und dazu diente eben auch die Freiluft-Sonntagsschule im Park.

Aber die aufrechten Jugendarbeiter geben nicht auf. Unter Mithilfe des „Alliance Defense Funds“ (ADF) beauftragten sie einen Anwalt, den Fall zu prüfen, zumal das Verbot religiöser Aktivitäten im Cadillac Street Park wohl nur der betroffenen Gruppe galt. Andere Gruppen hätten sehr wohl weiterhin ihre Treffen dort abgehalten und auch religiöse Materialien verteilt, wie Voices of Mercy Outreach Ministries berichtet. In jedem Falle wurde nun eine Klage gegen die Parkbehörde angestrengt, da Voices of Mercy sich diskriminiert sehen. Ein leitender Mitarbeiter des ADF sieht nach eigenen Worten auch „keine verfassungsmäßige Basis“ dafür, einer bestimmten Gruppe die Nutzung öffentlichen Geländes zu verbieten, während andere Gruppen jederzeit Zugang zum Park hätten.

Zugegeben: dies klingt im ersten Moment wie eine Banalität aus der US-Provinz. Aber ähnliche Zustände haben wir auch schon in Großbritannien beobachtet, wo Gemeinden öffentliche Räume gekündigt wurden oder Straßenevangelisten keine Flyer mehr verteilen konnten.  In diesem Kontext sind auch solche „Kleinigkeiten“ als Trend zu sehen, der jeglicher, ernsthafter christlicher Sozialarbeit und Evangelisation im Wege steht.

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR DIE USA, DIE SICH, GEISTLICH GESEHEN, AUF DEM „ABSTEIGENDEN AST“ BEFINDEN. MÖGEN SIE ZU IHREM STARKEN GLAUBEN UND ZU UNBEQUEMEN STANDPUNKTEN ZURÜCKFINDEN.

(Quelle: „charismanews.com“ vom 04. Juni 2012)

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2 Gedanken zu “USA: Sonntagskirchen – Schulprogramm wird aus Park verbannt

  1. So lange es Tag ist….ja es gibt bald die Mitternachtsstunde in der Welt.
    Aber so lange es geht sehe ich auch mein Christsein als Aufgabe das
    Evangelium weiterzugeben und (wichtig) Gott zu bitten den vielen verlorenen
    Menschen das Herz aufzutun.

    • Ach ja. Nur Gott kann das Wunder tun, die Herzen der Menschen anzurühren. Finde immer wieder die Zeugnisse von Neubekehrten so rührend. Da spricht so viel Befreiung und Freude aus ihnen, dass man dieses wirklich jedem Menschen angedeihen lassen möchte. Nur leider haben die Kirchen ja beschlossen, dass die Missionierung bestimmte Volks- und Religionsgruppen „nicht hilfreich“ (ja, ich zitiere die Bundeskasperin) sei. Ob Christus daran dachte, als er uns auftrug, „alle Völker“ auf seinen Namen zu taufen ? (Mt. 28, 19)

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