Bosnien-Herzegowina: Christenverfolgung beginnt

Bosnien-Herzegowina ist ein schwieriges Pflaster für Christen geworden. Zumindest in weiten Teilen. Eine aggressive Islamisierung des Landes unter zahlungskräftigem Einfluss aus der arabischen Golfregion schafft ein Klima der Diskriminierung und Einschüchterung.

Es ist ein offenes, aber dennoch weitgehend ignoriertes Geheimnis, dass Bosnien im Gefolge der schrecklichen Balkankriege aus den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts eine gewaltige Islamisierung erfahren hat. Einige der für die Kriege ins Land gesickerten „Mujaheddin“ aus allerlei islamischen Ländern heirateten einheimische Frauen, blieben auch nach dem Ende der Konflikte im Land und radikalisierten die Muslime, um sie auf die Machtübernahme oder den nächsten Konflikt „vorzubereiten“. Zu dieser Einschätzung kommt ein Berichterstatter der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ in einem Artikel, der unlängst auch online erschien.

Was hat diese Religionspolitik nun mit unserem Thema zu tun ? Na, ganz klar, ein stärkerer Einfluss des Islam auf das öffentliche Leben irgendeines Landes hat auch immer eine Verschlechterung des Klimas für alle anderen Religionen zur Folge wie die Beispiele Mali, Nigeria,  Ägypten oder Libanon beweisen. Für die Christen, vor allem Geistlichen, Bosniens bedeutet dies:

 Christliche Nonnen in Sarajewo werden bei muslimischen Bäckern nicht mehr bedient, Kirchen überfallen (allein die katholische Lukaskirche 22 Mal). Orthodoxe Priester trauen sich in ihren Kutten nicht mehr auf die Straße.

Und dies sind nur Beobachtungen aus einer Stadt, nämlich dem schwer vom Bürgerkrieg gebeutelten Sarajewo. Aber auch anderenorts sind bedenkliche Entwicklungen zu beobachten:

 Mostar zerfällt immer mehr in einen muslimischen östlichen Stadtteil und einen westlichen, in dem die katholischen Kroaten leben.

Dem ehemaligen Bildungsminister Bosniens, der Schulen säkular und frei vom fundamentalistischen Einfluss halten wollte,wurden bereits unverholene Morddrohungen zugeschickt, woraufhin er vom Amt zurücktrat. Maßgebend für all diese Entwicklungen ist der führende, bosnische Mufti Mustafa Ceric, der übrigens gut mit dem „Grüß-Gott-Imam“  Bajrambejamin Idriz aus Bayern befreundet ist.

Eine Christen-Vertreibung bahnt sich an, wie  PAZ – Autor Joachim Feyerabend andeutet:

 Insgesamt leben mehr als zwei Millionen Muslime in Bosnien-Herzegowina. Die gesamte Bevölkerungszahl beträgt etwa 4,6 Millionen. Die Moslems setzen immer selbstbewusster Andersgläubige unter Druck und versuchen, katholische und orthodoxe Serben und Kroaten zu vertreiben.

Nun muss man mit derartigen Prognosen immer vorsichtig sein und angesichts der gewalttätigen Vergangenheit des Balkans ist es nicht immer angebracht, eindeutig Partei zu ergreifen. Die ethnischen Befindlichkeiten der Balkanvölker haben seit dem 19. Jahrhundert schlimme Konflikte, wie den Ersten Weltkrieg, ausgelöst. Deshalb will ich die Situation hier auch gar nicht zu sehr vereinfachen, aber falls wir in den kommenden Jahren davon hören, dass sich bosnische, orthodoxe oder katholische Christen um Asyl in Nachbarstaaten bemühen, kann wenigstens niemand mehr sagen, er hätte es nicht kommen sehen.

In diesen Kontext passt auch die folgende Meldung von „BosNewsLife“, die sich ebenfalls mit Bosnien befasst:

 http://www.bosnewslife.com/21931-serbian-orthodox-priest-shot-in-bosnia

Und noch ein „Schmankerl“ bezüglich Bosniens Katholiken:

 http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=593681

BITTE BETEN SIE FÜR VERSÖHNUNG IM LANDE UND EIN NEUES BEWUSSTSEIN DER BOSNIER. DIE ZEITEN DER OFFENEN ODER UNTERSCHWELLIGEN GEWALT MÜSSEN ENDLICH BEENDET WERDEN.

(Quelle: „Preussische Allgemeine Zeitung“ vom 02. Juni 2012)

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6 Gedanken zu “Bosnien-Herzegowina: Christenverfolgung beginnt

  1. Wen wundert das? Mich nicht wirklich! Wird da bald eine Hexenjagd beginnen? Werden es wieder vor allem Frauen büßen müssen und wie damals nach dem Krieg auf dem Balkan aus Rom zu hören bekommen, „Sie sollten den Haß in Liebe umwandeln ?“
    Da ging es jedoch „NUR“ darum, dass durch die brutalen Vergewaltigungen Leben gezeugt worden war und diese Frauen nirgends mehr einen platz in Familie und Gesellschaft für sich finden konnten.

    Werden wir alle zusehen, wie auch der Balkan wieder von Haß und Gewalt heimgesucht werden wird? Es muß ein Umdenken stattfinden, wir alle müssen dagegen etwas tun, die Politiker versagen und die Menschen werden mit diesem Unrecht alleine gelassen. Wenn wir nicht nur bis zum Tellerrand schauen würden, müßten wir uns fragen wann trifft es uns und in welcher Form?

    Wir tummeln uns in der ganzen Welt als Touristen, ist denn unsere Gesellschaft nur noch SPASSGESELLSCHAFT? Sind wir alle so ignorant, das uns das überhaupt nicht berührt?

    • Das wirklich Schlimme daran ist nicht nur, dass die anderen Europäer dezent wegschauen, sondern auch noch die Täter hofieren. Dieser Imam Idriz, der an der evangelischen Akademie Tutzing ein gerngesehener Gast ist und demnächst ein Riesen-Islamzentrum in München bauen darf, ist der größte Sympathisant dieser ganzen Entwicklung in Bosnien. Ein Trauerspiel.
      Ob es in Bosnien tatsächlich wieder zu einem Bürgerkrieg mit klaren Fronten kommen wird, ist aber fraglich. Die Saudis haben beim letzten Mal gelernt, dass es so nicht ohne sehr hohe Verluste geht. Jetzt wird das Land eben eher schleichend der Scharia unterworfen und mit der Gewalt nur „gedroht“, damit die Demographie langfristig das Ihre tun kann.
      Tja, alle Gebiete müssen wohl für den Halbmond zurückgewonnen werden, nach der Logik der Scheiks. Wann weht über der Alhambra in Granada wohl wieder die grüne Flagge ? Oder haben wenigstens die Spanier Rückgrat und werden sich wehren ?
      Wie auch immer: eine interessante Einlassung bezüglich der Frauen. Finde ich bemerkenswert und in keinem Falle darf dies aus den Augen verloren werden. Hier zu helfen oder zumindest Aufklärung zu leisten, tut Not.

  2. Schlimm wie der Islam Weltweit und Leider Europaweit „sich breit macht“:(
    Die Freiheit der Europäer wird wohl bald ein jähes Ende haben…..Scharia in der EU Verfassung die mal kommen soll könnte ich mir in balde vorstellen.

    • Klar. Die ganze „Anti-Hassrede“-Gesetzesinitiative läuft ja darauf hinaus, dieses Element der Scharia, nämlich das Verbot der kritischen Auseinandersetzung mit Islam, Koran und „Prophet“, in geltendes, europäisches Recht zu implementieren. Die gute Tradition der „freien Meinungsäußerung“ wird im Namen einer zutiefst intoleranten „Toleranzbewegung“ unterdrückt. Wer einen blauen Schlumpf dann noch einen blauen Schlumpf nennt, wenn die Schlümpfe sich dadurch beleidigt fühlen, ist eben ein „Hassprediger“. Armes Europa. In den USA sieht´s aber auch nicht besser aus.

      • Genau das bringt mich immer wieder ins Grübeln! Äußert man seine Meinung zum Islam oder dem Judentum, wird man sofort in diese für das Deutsche Volk zuständige Schublade geschoben.

        Niemand, aber auch niemand traut sich -um seiner Karriere willen???- hier mal aufmüpfig nachzuhaken und seine Meinung entgegen der gewünscht schöngefärbten erwarteten „Meinung“ energisch zu vertreten. Der Islam positioniert sich mit Hilfe der Politiker Zug um Zug in unseren Großstädten mit riesigen Moscheen während die Kirchen der Koptischen Christen gebrandschatzt, dem Erdboden gleich gemacht und anschließend in eine Moschee umgewandelt werden!

        Sollte es nicht möglich sein im Focus, dem Stern und dem Spiegel Artikel zu positionieren? Wenn sogar schon Schriftsteller mutig genug sind -sie sind ja meist die Vorreiter- sollte es möglich sein, da etwas in Gang zu bringen. Der 2. Schritt sind dann die Gemeinden selbst. Ich bin nicht so sprachgewandt wie meine beiden Vorredner hier zum Vortrag, aber das Thema liegt mir sehr am Herzen und der Zeitpunkt etwas zu tun, endlich etwas zu tun ist JETZT!

        Befreundete Kopten in Assuan sind über Facebook erreichbar, ich appeliere aber stets, extrem vorsichtig zu sein und bitte keine Aussagen zu treffen, die Repressalien nach sich ziehen würden. Eine der jungen Familien erwartet ihr 1. Kind. In was für eine Zukunft wird dieses Kind geboren werden?

        Ich bitte um persönliche Nachricht z. B. über den webmaster. Das Thema ist zu komplex und sollte nicht ausgebreitet werden mit allen Einzelheiten in einem öffentlichen Raum wie dem WWW, ohne das man sich vorher 1. überzeugt hat, mit wem man es zu tun hat und 2. um wirksam agieren zu können. Ich denke, irgend etwas zu tun ist besser, als weiterhin Unrecht zuzulassen.

      • Die Massenmedien sind schon lange nicht mehr führend, sondern folgend. Sie folgen dem scheinbaren Mainstream, oder dem, was sie dafür halten. Und was die „Schubladen“ angeht, so werden die immer größer und immer schneller aufgemacht. Niemand will in sie hinein, aber jeder wird hineingepackt.
        Heutzutage macht man sich bereits verdächtig „rechtsextrem“ zu sein, wenn man nur kritisch die europäische Finanz- und Integrationspolitik hinterfragt. Wer aber Themen wie die Christenverfolgung, speziell die im Islam, anspricht, kann sich darauf gefasst machen, als so eine Art „reaktionärer Christen-Nazi“ diffamiert zu werden, der den „inter-religiösen Dialog“ stört. Und dies kann sogar in der eigenen Gemeinde passieren. Nicht umsonst sind die Kirchen, speziell die evangelischen, so auffällig still, wenn es um das Leid der Kopten, Maroniten, Assyrer oder Melkiten geht. Das Mindeste, was man zu hören bekommt ist aber, man sei „intolerant“, weil man ja nicht für die Menschenrechte ALLER Syrer, Pakistani, Ägypter, Laoten etc. eintritt. Aus lauter Angst vor der politisch-medialen Strömung, lassen sich eben alle mitreissen. Und ich dachte immer, nur tote Fische schwimmen niemals gegen den Strom. …
        Ich hoffe immer noch darauf, dass man Kontakte zwischen in Deutschland lebenden Kopten und deutschen Kirchengemeinden herstellen kann oder mal schauen kann, welche Kontakte denn schon bestehen, um diese zum Informationsaustausch anzuzapfen. Bislang tut sich da jedoch nix. Die Frage, was wir wirklich TUN können, ist eher schwierig zu beantworten. Im Bezug auf Ägypten sind persönliche Kontakte sicher durch nichts zu ersetzen.
        Übrigens: meine Telefon-Nummer stand hier früher mal im „Kontakt“-Bereich offen da. Ich muss nicht erwähnen, dass ich daraufhin anonyme, telefonische Morddrohungen bekam. Deshalb spare ich mir das jetzt erstmal. Bin aber auch über die e-mail dieses Blogs erreichbar und das Weitere könnte man dann ja sehen. stefanus1@gmx.de Es gibt ja auch immer Möglichkeiten für einen verschlüsselten Datenaustausch. Schade, dass dies heutzutage wieder notwendig geworden ist, wenn man „unbequeme“ Fakten auf den Tisch bringen will …

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