Syrien: apostolischer Vikar von Aleppo sagt Dinge, die viele nicht gerne hören mögen

Gerade in den letzten Tagen war ja Syrien wieder viel in den Medien. Es sieht so aus, als ob, ähnlich wie in Libyen, die westliche Wertegemeinschaft sich darauf vorbereitet, auf Seiten der Rebellen in den dort laufenden Bürgerkrieg einzugreifen.

Syrien

Unsere notorisch schlecht oder einseitig informierten und um einfache „Schwarz-Weiss“-Schablonen bemühten Massenmedien im freien Westen tragen das Ihre dazu bei, dass die Öffentlichkeit, wenn sie von „Massakern“ aus Syrien hört, sofort das Regime Assad und seine Anhänger dafür verantwortlich macht.  Und wie in fast all meinen Artikeln über Syrien möchte ich hier gar nicht für Assad Partei ergreifen, da auch sein Regime eine Diktatur reinsten Wassers ist, die einer herrschenden Elite aus alewitischen Militärs und Familienclans die Macht im Lande erhalten soll. Da darf man sich keinerlei Illusionen hingeben.

Es gehört aber auch zur journalistischen Sorgfalt und Seriosität, die viele Schreiber heutzutage vermissen lassen, festzustellen, dass dieses autokratische Regime der Assads seit vielen Jahrzehnten die Anstrengungen der fanatischen, sunnitischen Muslimbrüder im Zaum hält, die vorgeben, für die Bevölkerungsmehrheit zu sprechen und den schariakonformen Gottesstaat in Syrien errichten wollen. Dafür nehmen diese unheiligen „Brüder“ ihre Netzwerke voll in Anspruch und lassen nicht nur die Wählerstimmen in Ägypten, sondern auch die Waffen für die syrischen Aufständischen durch saudische und katarische Gelder bezahlen. Christen stehen in diesem laufenden Konflikt um die Machtaufteilung (nicht nur, die Muslimbrüder träumen ja vom neuen „Kalifat“, das übernational sein soll) in Syrien zwischen den Fronten. Oftmals bekommt man aber dadurch von ihnen die verlässlichsten und nüchternsten Berichte über die wahren Zustände der verschiedenen Varianten des „arabischen Frühlings“, der ja z. Bsp. in Nordafrika längst ein islamistischer Winter geworden ist.

So nimmt es nicht Wunder wenn man hört, dass der Vikar von Aleppo vor wenigen Tagen erst ein paar Dinge verlautbart hat, die in der aktuellen Berichterstattung unserer Massenmedien über Syrien entweder in einem dahingemurmelten Nebensatz untergehen, oder gar nicht erst erwähnt werden. Monsignore Giuseppe Nazzaro sieht die aktuelle Lage wie folgt:

 Es gibt fremde Mächte, die wollen keinen Frieden in Syrien. Das Land ist derzeit die Beute von Kämpfern aus Tunesien, Libyen, der Türkei, Pakistan und anderer, islamischer Länder. Waffen und Geld kommen über die Grenzen, um die Spirale der Gewalt anzuheizen.

Der Gottesmann lässt sich gegenüber „asia news“ weiterhin darüber aus, dass es den Rebellen gar nicht mehr darum gehe, eine friedliche Lösung der innersyrischen Spannungen zu erreichen. Sie hätten permanent Angriffe auf diverse Ziele durchgeführt.

 Wer finanziert diese Milizen ? Nach dem Inkrafttreten des Waffenstillstandes vom 12. April 2012 gab es konstante Attacken, auf die die Regierungstruppen leider mit gleicher Grausamkeit geantwortet haben.

Monsignore Nazzaro weist weiterhin auf die schwierige, wirtschaftliche Situation der syrischen Bevölkerung hin, wenn er unmissverständlich darauf hinweist, dass die diversen Embargos dafür gesorgt hätten, das in vielen Regionen selbst die einfachsten Notwendigkeiten des Alltags kaum noch zu beschaffen wären.

CHRISTUS IST FRIEDEN, SO WIE GOTT LIEBE IST. BITTE BETEN SIE DOCH AUCH MIT IHREN FREUNDEN FÜR DIE CHRISTEN IN SYRIEN. MÖGE IHNEN DAS SCHRECKLICHE SCHICKSAL IHRER BRÜDER UND SCHWESTERN IM IRAK ERSPART BLEIBEN !

(Quelle: „asia news“ vom 24. Mai 2012)

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2 Gedanken zu “Syrien: apostolischer Vikar von Aleppo sagt Dinge, die viele nicht gerne hören mögen

  1. Pingback: Die Wahrheit über Syrien; nicht die Lügen! « kopten ohne grenzen

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