Wehret den Anfängen/Schweiz: Konvertit bangt um sein Leben

Nennen wir ihn „Hamid“. Einen Ex-Muslim, der nach seiner Konversion in seinem Heimatland Iran seines Lebens nicht mehr sicher ist. Derzeit lebt er in der Schweiz. Wie lange noch ?

Wir haben schon mehrfach darüber berichtet, dass verfolgte Christen im „freien Westen“ oftmals auf völliges Unverständnis für ihre Situation bei den Einwanderungsbehörden stoßen. Ich muss wohl nicht auf den Fall Saul Timisela aus Indonesien verweisen, der sich in den USA aus Verzweiflung wegen seiner drohenden Abschiebund in Kirchenasyl begeben hat, das ihm die Kirche von Highland Park, New Jersey auch dankenswerterweise gewährt. Welche Kirche in unserem Land würde dies noch tun, wenn es sich um Ex-Muslime oder aus muslimischen Ländern geflohene Christen handelt ?

Aber zurück zum Thema: Was es bedeutet, in Indonesiens Aceh – Provinz, im Iran oder Pakistan den „falschen“ Glauben zu haben, können oder wollen sich europäische und oftmals auch amerikanische Bürokraten offensichtlich nicht vorstellen. Mehr als einmal wurde z. Bsp. entsprechenden Migranten der Flüchtlingsstatus der U.N. nicht zuerkannt (Beispiel siehe hier:  https://gebetskreis.wordpress.com/2012/01/20/afghanistanindien-christlicher-witwe-wird-fluchtlingsstatus-vorenthalten/). Nun wurde unlängst an die Geschichte Hamids aus dem Iran erinnert, der auf die Genehmigung seines Asylantrages in der Schweiz wartet.

In Basel lebt er, nachdem er eine abenteuerliche Geschichte hinter sich brachte. Nach eigenem Bekunden wollte er „niemals ein Muslim sein“, hatte aber in der iranischen Gesellschaft gar keine andere Möglichkeit.

 Ich habe den Islam als harte, autoritäre und auch brutale Ideologie erlebt. Dahinter steckt alles andere als ein versöhnlicher Gott.

Als er während seiner Zeit als Student an der Uni in Teheran zwei Christen aus dem Ausland kennenlernt, beginnt er neugierig zu werden, was das Evangelium ihm zu sagen hätte. Er informierte sich und bekehrte sich daraufhin. Aber damit nicht genug, er machte auch keinen Hehl aus seiner Entscheidung und sprach offen darüber. Damit geriet er ins Visier der Behörden. Er bekam Campus-Verbot, durfte in der iranischen Hauptstadt nicht arbeiten, durfte sie ohne polizeiliche Genehmigung auch nicht verlassen etc. Er war praktisch ein Gefangener im eigenen Land, in Teheran.

Als ihm die Polizei eine terminierte Vorladung zustellen ließ, war ihm klar, dass er nun inhaftiert werden sollte. Er tauchte sofort unter und floh aus dem Iran. Er plante, nach den Niederlanden zu gehen, wurde aber nach einer abenteuerlichen Flucht über verschiedene Staaten (u. a. Griechenland) in Basel von der Polizei aufgegriffen. Dort stellte er Asylantrag und bekam erstinstanzlich eine Absage erteilt.

Wenn im Iran ein Muslim Christ wird und das öffentlich bekennt, kann das gleichbedeutend sein mit dem Todesurteil. Das müssten die Beamten in der Schweiz doch endlich begreifen. Jetzt, nach meiner Flucht, hätte ich keine Chance mehr, im Iran zu überleben.

Die mögliche Abschiebung in den Iran bereitet ihm schlaflose Nächte. Hamid hält sich mit Jobs über Wasser und will weder der Schweiz noch seinen Mitmenschen zur Last fallen.

Ich möchte nur ein ruhiges Leben. Der Gedanke, dass Bern erneut mein Asylgesuch ablehnt, macht mich fast wahnsinnig. Ich will kein Geld vom Sozialamt. Im Moment kann ich arbeiten. Der kleine Lohn genügt mir. 10% gebe ich bereits dem Staat, um der Schweiz etwas zurückzugeben.

Aber dennoch muss Hamid nicht nur die verständnislosen Schweizer Behörden fürchten. Auch ist er sich bewusst, dass die iranische Geheimpolizei auch in der Schweizer Gesellschaft ihre willigen Helfer hat. In der iranischen „community“ Basels habe er bereits einen derartigen Spitzel ausgemacht, weshalb er sich von anderen Iranern weitgehend fernhalte. Das löst natürlich Ängste aus und erhöht den Druck auf Hamid.

Nachts weine ich, bis das Kissen nass ist. Die Ungewissheit macht mich kaputt. Zurück in den Iran? Niemals, sie werden mich aufhängen !

Derzeit kann Hamid nur in einer kleinen Gemeinde in der Nähe Basels stundenweise so etwas wie Halt finden. Und im Glauben an Christus, der alles zum Guten richten mag. Seine Wünsche sind gering:

Aber bitte, lasst mich doch einfach leben. Ich möchte nur leben, arbeiten und Mensch sein.

BITTE BETEN SIE FÜR HAMID. SEINE UNSICHERHEIT, SEINE FURCHT MÜSSEN BEENDET WERDEN ! ER BRAUCHT EINE NEUE FAMILIE AUS CHRISTEN UND SICHERHEIT, DEN MORGIGEN TAG MIT GOTTES HILFE IN FREIHEIT ZU ERLEBEN !

(Quelle: „Position-online.ch“ vom 22. Mai 2012)

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