Iran: Druck auf Christen wächst in Isfahan

Die Konversion vom Islam zum Christentum ist noch immer ein „todeswürdiges Verbrechen“ nach der Scharia. Im Geiste dieser intoleranten Haltung sind die Bemühungen des Iran zu sehen, die Konvertiten zu kontrollieren und von den Traditionsgemeinden abzusondern. 

Iran

Den Armenischen und anderen Traditionskirchen des Iran wird es von jeher untersagt, Ex-Muslime in ihre Reihen aufzunehmen. Auch das Abhalten von Gottesdiensten in Farsi, der Landessprache, wird seit einiger Zeit immer mehr eingeschränkt und ist de facto nicht mehr möglich. Kirchen müssen sehr darauf achten, wer sich bei ihnen über den Glauben informiert, da auch Agenten des „Ministeriums für Islamische Rechtleitung“ darunter sein könnten. Dennoch können es einige Geistliche im Sinne des Evangeliums („…verkündet es allen Völkern !“) nicht lassen, Neugierigen Iranern die Möglichkeit zu geben, an Gottesdiensten teilzunehmen und mehr über Christus zu erfahren.

Nun wird aus verschiedenen Städten bekannt, dass diese Neugierigen und Konvertiten entschlossener aus den legalen Kirchen herausgedrängt werden sollen. In Isfahan wird der Druck auf den lokalen Pastor der St. Lukas Gemeinde, Nusrat Sharifian, durch sog. „Minderheitenexperten“ des Ministeriums für Islamische Rechtleitung ausgeübt, keine Konvertiten mehr zum Gottesdienst zuzulassen und Listen der „regulären“ Mitglieder der Gemeinde zu erstellen und auszuhändigen. Ebenso soll er dazu gezwungen werden, verarmte Christen, die in der Kirche Zuflucht gefunden haben, auf die Straße zu setzen. Dieser Pastor hat sich im Laufe dieses Prozesses an den Bischof von Isfahan, Azad Marshall, gewandt und mit diesem gemeinsam bislang die auf unzureichender Rechtsgrundlage basierenden Forderungen zurückgewiesen.

Nun erhält er ebenfalls massive Drohungen für Leib und Leben, denen er möglicherweise nicht mehr lange standhalten kann. Das erklärte Ziel all dieser Bemühungen ist das Kontrollieren und letztlich das Auslöschen der gesamten Christenheit in Isfahan. Hinter vorgehaltener Hand geben die staatlichen Behörden dies auch bereits offen zu, wie das „Farsi Christian News Network“ (FCNN) berichtet. Sie sollen sich nach Angaben von FCNN dabei der Unterstützung höchster, geistlicher Kreise erfreuen können. Wortwörtlich:

Massenverhaftungen in den letzten drei Monaten, ebenso wie die steigende Einmischung in die Angelegenheiten der Kirchen wie St. Lukas, St. Paulus und der Assemblies of God, haben eine klaustrophobische Atmosphäre der Angst und Einschüchterung für Christen in dieser …. Stadt geschaffen.

Seit der ersten Inhaftierung von Pastor Leon Keshishian von der „Assemblies of God“ – Gemeinde zu Weihnachen 2010 haben die Behörden von Isfahan mit dem Druck und der Einschüchterung von Christen ein neues Level erreicht. Mit Unterstützung der berüchtigten „Basij“-Milizen, die als so eine Art schiitischer SA (Vergleich mit dem Dritten Reich stammt von FCNN, Liebe Leser, also nicht mich anspucken, selbst wenn ich den Vergleich treffend finde) die Befehle der Führung gewaltsam umsetzen, werden die Christen Isfahans seitdem so weit eingeschüchtert, dass sie praktisch komplett handlungsunfähig sind.

Pastor Keshishian ist durch die permanente Einschüchterung und öffentliche Demütigung soweit nervlich zerrüttet worden, dass er im April 2012 mit seiner Familie das Land verlassen haben soll.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN ISFAHAN. DAS PERSISCHE VOLK HAT ETWAS BESSERES VERDIENT, ALS DIESE REAKTIONÄRE, FRÜHMITTELALTERLICHE DIKTATUR, IN DER ES DERZEIT LEBT. MÖGEN DIE ZEUGNISSE DER CHRISTEN ISFAHANS UND DES GESAMTEN IRAN DAZU BEITRAGEN, ENDLICH HIERZULANDE FÜR AUFKLÄRUNG ÜBER DIE WAHRE NATUR DES MULLAH-REGIMES ZU SORGEN. (Ja, ich spreche auch mit Ihnen, Herr Grass !)

(Quelle: „FCNN“ vom 21. Mai 2012)

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