Eritrea: trauriges Kapitel der Verfolgung von Kirchen

Eritrea gilt schon seit ca. 10 Jahren als ein „afrikanisches Trauerspiel“ im Kontext der weltweiten Kirchenverfolgung. Nicht grundlos wird das Land derzeit auf Platz 11 des Weltverfolgungsindex von „open doors“ geführt.

Eritrea

Immer wieder werden Schicksale aus dem Land bekannt, die eigentlich der Beschreibung spotten. Aktive Christen, die in Lagern dahinvegetieren, in Containern unter brennender Sonne gebraten werden etc. Was steht dahinter ?
1993 wurde Eritrea nach einem langwierigen, brutalen Unabhängigkeitskrieg wieder vom südlich gelegenen Äthiopien unabhängig und wird seitdem von der “ Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit“, einer staats-sozialistischen Partei unter der Leitung von Staatspräsident Isayas Afewerki regiert. De facto ist Eritrea ein Einparteiensystem mit nationalistisch-isolationistischen Tendenzen.

Das Christentum im Land wird von den regierenden Marxisten als „potentiell gefährlich“ angesehen und deshalb trotz der in der Verfassung von 1997 verankerten Religionsfreiheit, strengstens überwacht. Aber nicht nur das, im Jahre 2002 begann die Regierung Eritreas damit, alle Kirchen und Religionsgemeinschaften außer der eritreisch-orthodoxen, der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche zu verbieten. Außer diesen eben genannten Kirchen ist nur noch der Islam in Eritrea „legal“.

Das hatte schlimme Konsequenzen für alle Christen, die in kleineren Kirchen unterschiedlicher Denominationen engagiert waren. Seit nunmehr zehn Jahren werden diese gnadenlos gejagt, in „Umerziehungslager“ gesteckt und kriminalisiert. Sie werden aus ihren Berufen gedrängt, von staatlichen Aufträgen und Jobs ferngehalten und teils interniert. Hausversammlungen sind illegal, Hausdurchsuchungen an der Tagesordnung, Folter nicht selten auch. Derzeit sollen nach ungesicherten Angaben aus Eritrea mindestens 1.000 Christen in Lagern unter unmenschlichsten Bedingungen gefangen gehalten werden.
In letzter Zeit wurde ebenfalls bekannt, dass nun aber auch die „offiziell anerkannten“ Kirchen immer öfter in ihren Entfaltungsmöglichkeiten beschränkt und ihre Vertreter von der Regierung eingeschüchtert werden. „Open doors“ berichtet sogar:

 Der Patriarch der Eritreisch-Orthodoxen Kirche Abune Antonios war – offenbar auf staatlichen Druck hin – 2006 von der Synode abgesetzt worden und steht seitdem unter Hausarrest.

Viele Christen sollen innerhalb der letzten zehn Jahre das Land verlassen haben. Sie riskieren, wenn man den Berichten von christlichen Monitorgruppen glauben will (Beispiel: „christian solidarity worldwide“), dabei ihr Leben, da die Grenzposten angewiesen sind „zu schießen, um zu treffen“. Wir Deutschen kennen das auch aus der Geschichte der „Berliner Mauer“, wo die DDR-Grenzposten ebenso Schießbefehl auf Flüchtlinge hatten. Hier berühren sich also die deutschen mit den eritreischen Sozialisten in ihrer auffallenden Missachtung menschlichen Lebens.

Am Himmelfahrtstag 2012, dem 17. Mai, haben nun Exil-Etritreer und Menschenrechtsaktivisten aus Irland und Großbritannien vor der eritreischen Botschaft in London eine „Mahnwache“ zum Protest gegen die Vorgänge im ostafrikanischen Land abgehalten. Dabei wurde unter anderem die gängige, eritreische Praxis erwähnt, unliebsame Christen auf unabsehbare Zeit in das Militär zwangszuintegrieren. Der Militärdienst dort kann nach geltendem Recht im vom 18. bis 48. Lebensjahr absolviert werden und hat keine fest bestimmte Dauer. Gebete für die verfolgten Geschwister begleiteten diese „Vigil“ für Eritrea in London.

Schätzungen des UN Flüchtlingsrates gehen davon aus, dass mittlerweile mehr als 100.000 Eritreer in den Sudan geflohen sind. Ca. 1.600 versuchen in jedem Monat, das Land zu verlassen und fallen dabei oftmals in die Hände verbrecherischer Menschenhändler, die sie in Lager auf dem ägyptischen Sinai verbringen, wo sie als „menschliche Ersatzteillager“ für zahlungskräftige Kranke aus den Golfstaaten missbraucht werden. Auch dies ein weiterer Beweis dafür, das christliches Leben islamischen, den in der jahrhundertealten Praxis des Sklavenhandels geübten Arabern nichts gilt. So stehen die verfolgten Christen Eritreas also zwischen verbrecherischen Islamisten und einem nicht minder üblen Regime in der Heimat und werden so systematisch zerrieben.

Ein langsamer, zermürbender Religiozid, der von der Weltöffentlichkeit weitgehend ignoriert wird. Deshalb sind Initiativen wie die Mahnwache in London vom Himmelfahrtstag umso höher zu bewerten.

BITTE BETEN SIE AUCH WEITERHIN FÜR EIN ENDE DER VERFOLGUNGEN IN ERITREA. „HERR, LASS ES MENSCHLICHKEIT REGNEN IN DIESEM LAND.“

(Quelle: „bosnewslife“ vom 17. Mai 2012, „open doors“ – Länderprofil, etc. …)

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