Pakistan: Konvertit misshandelt, bedroht

Liebe Leser, vor einigen Tagen, anlässlich eines anderen Artikels, bin ich kurz darauf eingegangen, dass nicht jede Horror-Nachricht aus der verfolgten Christenheit, die mich erreicht, auch von mir weitergeleitet wird.

Pakistan

So habe ich beispielsweise auch aus Opferschutzgründen mehrere Fälle von gezielter Vergewaltigung minderjähriger, christlicher Mädchen im ländlichen Pakistan aus den vergangenen Wochen hier nicht dargestellt und werde dies auch jetzt nicht en Detail tun.  Aber, um etwas Alltags-Realität pakistanischer Christen für Sie aufleben zu lassen, erzähle ich Ihnen stattdessen folgende Geschichte, die übel genug ist:

Der 34-jährige, in Karachi geborene, Muhammad Kamran wurde Christ und ließ sich im September 2009 taufen. Als gebürtiger Muslim riskierte er damit sein Leben, denn er wurde nun zum „Apostaten“. Was dies de facto für Ex-Muslime bedeutet, wurde in einem sehr guten Artikel auf der Seite der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM) eingestellt, weshalb ich jetzt nicht mehr tue, als Sie, liebe Leser, darauf hinzuweisen.

Dummerweise konvertierte seine Ehefrau nicht mit ihm und hatte nichts besseres zu tun, als eilig alle ihre und seine Verwandten über die „Apostasie“ von Muhammad Kamran zu informieren. Dreimal dürfen wir raten, was dann passierte.

Ich spare Ihnen das Raten: zunächst einmal kam Muhammads Schwager, der Bruder seiner Frau, zu seinem Arbeitsplatz, bedrängte und bedrohte ihn und versuchte, ihn dazu zu bringen, die Nachfolge Christi wieder zu verlassen und zum Islam zurückzukehren. Als diese Maßnahme ganz offensichtlich nicht fruchtete, wurde Muhammad Kamran wenige Tage später von vermummten Unbekannten brutal verprügelt und getreten. An den Folgen dieser Mißhandlungen leidet er nach eigenen Aussagen noch heute. Eine eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen in der Hüfte schränken ihn im Alltag noch heute erheblich ein.

Kamran sagt:

 Ich weiss nicht, wer diese Männer geschickt hat. Es könnte sowohl ihre (Bezug auf seine Ehefrau) als auch meine Familie gewesen sein. Sie haben erbarmungslos auf mich eingeprügelt. An den Folgen leide ich noch heute. Meine Hüfte und Leistenregion wurden durch ihre Tritte und Schläge schwer verletzt und ich leide noch immer an Schmerzen.

Eine angemessene, medizinische Versorgung wurde ihm jedoch verweigert, wie ein lokaler Politiker berichtete, der sich des Falles annehmen wollte. Haupthindernis sei aber die Kombination aus dem Vornamen des Opfers mit dem Eintrag auf allen Formularen als „Christ“. Somit ist sein Status als „Apostat“ sozusagen offenkundig und einer Diskriminierung sind so Tür und Tor geöffnet.

Eine Tatsache, die unter anderem dadurch bewiesen wird, dass er weiterhin Morddrohungen erhält. Seine erste Frau hat sich, ganz in Einklang mit islamischem Recht (noch einmal muss ich auf den Artikel der IGfM-Website verweisen) natürlich von Muhammad scheiden lassen. Jedoch hat er mittlerweile eine christliche Ehefrau und will sich eine neue Familie und ein neues Leben aufbauen. Das wird aber durch die permanenten Drohungen und Einschüchterungsversuche massiv behindert. Die neue Familie Kamran musste mittlerweile bereits viermal innerhalb von zwei Jahren umziehen, um den Nachstellungen seiner Verwandten zu entgehen. Sie lebt in permanenter Angst. Seine neue Frau Asha sagt dazu:

Alle paar Tage bekommen wir Drohanrufe. Sie verlangen jetzt von ihm (Muhammad Kamran), dass er uns (die neue Familie) verlässt und den christlichen Glauben ablegt. Sie bedrohen mich und unser Kind.

Und jetzt erzähle ich Ihnen, dass solche Dinge auch mitten in Europa unter Pakistani nicht unüblich sind. Fragen Sie mal Sabatina James !

BITTE BETEN SIE FÜR ASHA UND MUHAMMAD KAMRAN. ES MUSS MÖGLICH SEIN, DASS SIE FRIEDEN FINDEN UND SICH EINE ZUKUNFT FÜR IHRE FAMILIE AUFBAUEN KÖNNEN.

(Quelle: „assist news service“ vom 15. Mai 2012)

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Ein Gedanke zu “Pakistan: Konvertit misshandelt, bedroht

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