„Rescue Christians“ – lieber handeln als zuschauen

Ein schönes Beispiel dafür, dass Christen nicht nur unter dem Motto „Gott wird´s schon richten“ zuschauen, wenn anderen Christen schier unbeschreibliche Dinge geschehen, ist die Initiative „Rescue Christians“.

Dazu müssen einige Dinge vorab gesagt werden. Sie alle, liebe regelmässige Leser, wissen, wie die Lage für Christen in Pakistan aussieht. Diese Brutstätte von Hasspredigern und Durchgangs-Halle für Terror-Lehrlinge auf dem Weg in afghanische Ausbildungscamps hatte nicht umsonst jahrelang kein Problem damit, Osama bin-Laden ein nettes, kleines Häuschen inklusive Sicherheit in der Nähe einer Militärkaserne zu gestatten. Dass es dort für Frauen und sämtliche religiöse Minderheiten übel aussieht, weiss man ja nicht erst, nachdem man die Lebensberichte beispielsweise von Sabatina James gelesen hat.

Walid Shoebat

Walid Shoebat

Nun hat sich ein bekannter, christlicher Apologet mit „palästinensischem“ Hintergrund zu Wort gemeldet und sich als Aushängeschild einer Aktion zur Verfügung gestellt, die beweist, dass „die Hände in den Schoß legen“ eben nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss, wenn es um das Thema der bedrängten und verfolgten Christen geht. Walid Shoebat, der heute offen bekennt, früher ein PLO-Terrorist gewesen zu sein und ein Bombenattentat in Bethlehem (ausgerechnet !!!) durchgeführt zu haben, bis zu seiner Bekehrung zum Glauben an Jesus Christus, ist als Buchautor, Redner und Diskussionsteilnehmer immer in Sachen Aufklärung unterwegs. Er hatte einstmals beste Kontakte zu in den USA operierenden Tarnorganisationen terroristischer Gruppen in Nahost. Er kennt die Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Nahost aus eigenem Erleben und warnt immer wieder davor, diesen gezielt geschürten Hass auf Israel und „den Westen“ insgesamt zu unterschätzen.

Nun gibt er seinen Namen und seine Zeit auch für ein weiteres Projekt her, das sich derzeit vor allem in Existenznot befindlichen Christen im bereits erwähnten Pakistan widmet. Dort herrschen Zustände, die jeglicher Beschreibung spotten und von „gleichen Rechten für alle“ und Religionsfreiheit so weit entfernt sind, wie das Brandenburger Tor von der Alpha-Centauri-Galaxis. Bitte glauben Sie mir, liebe Leser, wenn ich Ihnen versichere, dass ich nicht annähernd alle Scheusslichkeiten, die ich im Netz über die Christenverfolgung in Pakistan aufschnappe, auch ungefiltert an Sie weiterreiche. Manche Dinge sind so widerlich, dass sich meine Finger weigern, die Tastatur zu berühren, um sie in einen Artikel zu tippen. Vieles würden Sie mir vielleicht ohnehin nicht glauben.

Wie dem auch sei, Walid Shoebat unterstützt die Aktion „Rescue Christians“, die vor allem in Pakistan arbeitet. Dort versuchen Mitarbeiter konkrete Hilfe für „untergetauchte“ und in ihrem Umfeld von Mord bedrohten Christen und deren Familien zu helfen. Die Umsiedlung und sichere Unterbringung ist dabei immer die erste Option, aber oftmals kostspielig.  Natürlich braucht „Rescue Christians“ dafür Geld, aber deshalb schreibe ich diesen Bericht nicht. Mir geht es vor allem darum, aufzuzeigen, dass mit der richtigen Einstellung und dem Willen, das Richtige zu tun, auch wir Christen noch etwas bewegen können. Leute, wie diejenigen, die Rescue Christians organisieren, sind nicht davon überzeugt, dass sich die Dinge von alleine bessern werden oder ohnehin schon alles verloren ist und wir Gläubigen nur noch angewidert zusehen müssen, wie die Welt vor die Hunde geht. Beide Haltungen sind mir aus diversen Gesprächen in örtlichen Kirchen mehr als bekannt und dienen vor allem als schwache Ausrede dafür, sich nicht engagieren zu müssen. Nichts tun, aber lautstark über jeden lästern, der noch Einsatz zeigt, ist ja ohnehin in unserem Land ein Volkssport geworden. Wir sind eine Nation von verbalen „Heckenschützen“ geworden. Das muss aufhören.

In jedem Falle engagieren sich Christen in Pakistan im sog. „Raoul Wallenberg Projekt“. Dieser Name erinnert an den schwedischen Diplomaten, der in Ungarn viele von der Verbringung in die Nazi-Todeslager bedrohten Juden gerettet hat und nach dem Einmarsch der Roten Armee nach Moskau verschleppt wurde. Dort soll er nach sowjetischen Angaben im Jahre 1947 in dem berüchtigten Staatsgefängnis „Lubjanka“ verstorben sein. An dieser Aussage gibt es jedoch Zweifel. Wie dem auch sein möge, in jedem Falle hat dieser mutige Mann mehren Hundert Menschen das Leben gerettet, indem er ihnen schwedische „Schutzpässe“ ausstellte.

Im Angedenken an die aufgrund ihres Glaubens von den Nazis verfolgten arbeiten nun Mitarbeiter in Pakistan daran, Christen, denen das wirtschaftliche und physische Aus drohen, in Sicherheit zu bringen und ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Im jüngsten Beitrag vom 11. Mai 2012 spricht der Leiter der Aktion Rescue Christians, Keith Davies, davon, dass zwei weitere Familien erst einmal aus ihrer unmittelbaren Bedrohung gerettet wurden. Eine davon wurde vor einem Fall des berüchtigten „Blasphemie“-Paragraphen gerettet und umgesiedelt. Dieser Paragraph 295 des pakistanischen Strafrechts gestattet es immer wieder, Nichtmuslime durch falsche Anklagen in Schwierigkeiten zu bringen.

NEHMEN WIR UNS EIN BEISPIEL AN DEN AKTIVISTEN VON „RESCUE CHRISTIANS“. ES GIBT DIVERSE, SERIÖSE HILFSORGANISATIONEN, DENEN MAN MIT RAT UND TAT (NOTFALLS AUCH MIT GELD) ZUR SEITE STEHEN KANN, WENN MAN ES SATT HAT, IMMER NUR DIE NACHRICHTEN VON VERBRANNTEN KIRCHEN UND ERMORDETEN CHRISTEN ZU LESEN.

(Quelle: „http://www.rescuechristians.org/„)

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2 Gedanken zu “„Rescue Christians“ – lieber handeln als zuschauen

    • Guter Hinweis ! Bin ein großer Sympathisant der Arbeit der IGfM und habe mehr als einmal an Veranstaltungen dieser Menschenrechtsorganisation teilgenommen. Eine Kooperation mit deren Kampagnen-Team kann nie falsch sein, denke ich.
      Wenn es um konkrete Hilfe vor Ort geht, empfehle ich auch die „Helfenden Hände für die Armen“ von Schwester Hatune (Link in der entsprechenden Rubrik links auf der Seite), die mehr als einmal mit ganz simplen Mitteln sich bemüht hat, Christen aus spiritueller und wirtschaftlicher Not zu befreien !
      Aber das nur am Rande. Es gibt mehrere, seriöse Gruppen, die ich unter „Organisationen“ verlinkt habe. Sollte ich eine richtig gute Gruppe dabei vergessen haben, dann bin ich auch für entsprechende Hinweise dankbar.

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