Usbekistan: Christentreffen gesprengt – „Bombe im Haus“ ?

Wenn es darum geht, Christen einzuschüchtern, ihre Versammlungen und Gottesdienste zu stören oder ihnen bösartig „staatsgefährdende Aktivitäten“ zu unterstellen, ist der Phantasie böswilliger Menschen keine Grenze gesetzt wie es scheint.

Usbekistan

Das wird aus dem neuesten Bericht aus Usbekistan wieder deutlich. In diesem Land, wo von Februar bis April 2012 bereits 28 Christen mit willkürlichen Geldstrafen wegen des Praktizieren ihres Glaubens versehen wurden, geschah folgendes: am 27. Februar 2012 wurden im Haus von Natalya Kim in Yukori-Chirchik 14 Mitglieder einer „unauthorisierten“ Versammlung von 8 Mitgliedern der Geheimpolizei festgenommen und in der Folge zu Geldstrafen verurteilt.

Das Gerichtsurteil gegen Natalya Kim lautete auf „das Arrangieren  einer nicht authorisierten Versammlung (von Versammlungsfreiheit hält man scheinbar in Usbekistan nicht so viel !, Danken wir Gott, dass wir in Deutschland leben !) und das Leiten eines religiösen Treffens“.  Protestanten aus dem Ort berichten gar davon, dass die Polizeibehörden der Versammlung vorwarfen, dass sich ein Sprengkörper im Haus befände. Ob dieser von der Versammlung angeblich „gebaut“ wurde oder ihnen unter den Stühlen explodieren sollte, wurde nicht mitgeteilt.

In jedem Falle wurden auf der Suche nach der „Bombe“ diverse christliche Literatur und die Laptops von Natalya Kim und eines weiteren Christen konfisziert. Ein wenig verwirrender wird diese ohnehin bereits ins Lächerliche abdriftende Absurdität durch die Aussage des Leitenden Untersuchungsbeamten Farhod Raimkulow, der gegenüber der Monitorgruppe „Forum 18“ aus Norwegen aussagte, die Untersuchung hätte eigentlich einer Versammlung von „Zeugen Jehowas“ gegolten. Ob dieser offensichtlich bestens informierte Staatsvertreter Usbekistans sich hier über den Fragesteller lustig machte, oder ob er als Muslim nicht in der Lage ist seine „Ungläubigen“ auseinanderzuhalten, sei dahingestellt.

In jedem Falle gab Herr Raimkulow das herrschende Verständnis von staatlicher Kontrolle in seinem Land sehr treffend wider, als er aussagte:

 Wenn sich viele Leute an einem bestimmten Ort versammeln, dann ist es die Pflicht der örtlichen Polizei dies zu inspizieren und nachzusehen, was dort passiert.

Der Orwellsche „Große Bruder“ in voller Aktion. Ein Erbe der alten Sowjet-Mentalität ? Möglich. Wer mehr über den entsprechenden Fall wissen will, kann dies unter dem unten angegebenen link in Englisch detailliert nachlesen.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE AUSBREITUNG DES EVANGELIUMS IN ZENTRALASIEN. ALLEIN EIN ENTSPRECHENDES „ZAHLENVERHÄLTNIS“ VERSCHAFFT DEN GLÄUBIGEN DORT ETWAS MEHR SPIELRAUM, UM STAATLICHER VERFOLGUNG ZU ENTGEHEN.

(Quelle: „forum 18“ vom 09. Mai 2012)

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