Kuba: Pastor wird weiterhin Ausreisevisum verweigert

Lange hatten wir nichts von einem unserer beobachteten Individualfälle gehört. Pastor Omar Gude Perez aus Kuba hat mittlerweile die Ausreise aus Kuba beantragt, die ihm, im Gegensatz zu seiner Familie, aber verweigert wird.

Kuba

Wir erinnern uns: Omar Gude Perez war einer der Leiter des Denominations-übergreifenden, christlichen Netzwerks „Apostolische Reformation“. Er wurde im Jahre 2008 zu sechs Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt, aber bereits nach drei Jahren und sechs Monaten „unter besonderen Bedingungen“ wieder freigelassen. Im Juli 2011 wurde der vierköpfigen Familie des Pastors Asyl in den USA gewährt. Daraufhin hatten alle Ausreisevisa beantragt. Schrittweise wurden schließlich seiner Frau Kenia und seinen Kindern die Ausreise genehmigt. Pastor Perez jedoch verweigern die Behörden bis heute weiterhin die notwendigen Papiere.

Auf Kuba sind mehr als die Hälfte aller Bewohner Christen. Die überwiegende Mehrheit von ihnen sind römisch-katholisch. Das Regime in Havanna hat in den letzten Jahren eine zögernde, mikroskopisch winzige Annäherung an die römische Kurie demonstriert. Die jedoch ebenso im Wachsen begriffenen, protestantischen Freikirchen werden weiterhin mit aller Macht unterdrückt und wo immer es geht, sozial benachteiligt. Ihre Repräsentanten müssen mit Repressionen bis hin zur Gewalt jederzeit rechnen.

Pastor Omar Gude Peréz

Solche Massnahmen wurden von Pastor Gude Perez mehrfach öffentlich gemacht und entschlossen angeprangert. Das ist einer der Gründe, warum die kommunistischen Machthaber ihn mundtot machen wollen. Da jetzt Omars Familie ausreisen könnte, sehen sich die Perez vor schwierige Entscheidungen gestellt. Eine mögliche, auf unabsehbare Zeit dauernde, Trennung wollen sie zwar vermeiden, aber nun haben die kubanischen Behörden die Familie darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihre Ausreisevisa ein Ablaufdatum hätten. Dies setzt Kenia Perez und die zwei Kinder zusätzlich unter Druck.

Hauptsächlich geht es darum, mögliche offene Rede über Unterdrückung der Religionsfreiheit in den USA zu unterdrücken. Sollten alle Perez ausreisen, würden sie mit den freien Medien natürlich ganz ungefiltert ihre Erfahrungen teilen. Sollte jedoch nur die Familie in den USA sein, hätte die kubanische KP weiterhin ein „Faustpfand“ für deren „Wohlverhalten“ in der Hand, nämlich Pastor Perez selbst. „Teile und herrsche.“

BITTE BETEN SIE FÜR DIE FAMILIE PEREZ IN KUBA. MÖGEN SIE DIE RICHTIGEN ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN UND IHNEN DER RICHTIGE WEG GEZEIGT WERDEN.

(Quelle: „christian solidarity worldwide“ vom 01. Mai 2012)

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2 Gedanken zu “Kuba: Pastor wird weiterhin Ausreisevisum verweigert

  1. Kenne ich aus DDR Zeit! So hat auch die SED „Politisch Unwillige“ und Christen behandelt. Schade das die Art sich „nur verlagert hat“ auf Cuba.
    Meine Angst ( und die habe ich) sind nicht die Rechten (was man darunter auch immer verstehen mag….
    ….der Neokommunismus in Deutschland und Europa! Und der Erstarkende Islam!

    • Interessanter Vergleich. Hatte ich fast schon wieder vergessen, dass mit „Ausreisen“ auch in der DDR Politik gemacht wurde. Gut, wenn man solche Unterdrückungstechniken nicht vergisst, denn offensichtlich werden sie gerne in allen autoritären Regimen wieder „recyclet“.
      Geistlich gesehen denke ich auch, dass die Kräfte des Materialismus und Islam die Herausforderungen sind, vor die sich Christen in den kommenden Jahren gestellt sehen werden. Ob sie das aber erkennen und entsprechend darauf reagieren, ist eben hochgradig fraglich. Habe z. Bsp. gerade irgendwo gelesen, dass die EKD so etwas wie „Linksextremismus“ als gesellschaftliches Phänomen (mit all seinen Auswüchsen wie Straßengewalt, Einschüchterung Andersdenkender und Begünstigung von Anschlägen gegen Politiker und städtische Infrastruktur…) nicht einmal wahrnehmen will. Für die muss es immer der „Kampf gegen Rechts“ sein, gegen den ich ja gar nichts habe, der in seiner Einseitigkeit aber schon seit Jahrzehnten unglaubwürdig ist. Über die Anbiederung an den Islam seitens beider staatlich finanzierter Großkirchen will ich hier gar nicht reden.

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