Iran: erneut willkürliche Festnahmen in Teheran

In einem Akt offener, antichristlicher Willkür haben Sicherheitskräfte der Islamischen Republik Iran am 14. April 2012 in der Hauptstadt Teheran zwei Gläubige verhaftet. Bei beiden Personen soll es sich um ehemalige Muslime, also Konvertiten handeln.

Iran

Wie immer kommt die Meldung mit einiger Verzögerung, da unter dem repressiven, schiitischen Mollah-Regime „unliebsame“ Nachrichten selbst im Internet-Zeitalter nur mit Vorsicht „hinausgeschmuggelt“ werden können. Auch soll mit der geplanten Implementierng eines Iran-weiten „Intranets“ die Kontaktaufnahme von Bloggern und unabhängigen Nachrichtenagenturen mit dem Ausland erschwert werden.  Dies hat aber immerhin den positiven Nebeneffekt, dass die Nachrichten zumeist gut und in aller Ruhe gegenrecherchiert und die Quellen authentisch sind. Insofern übernehme ich generell die wichtigsten Nachrichten bestimmter Agenturen sehr gern.

Was nun die Fälle von  Ladan N. , 26, und Hooman H. , 27, angeht, so wurden sie von Angehörigen der Sicherheitsbehörden, die in Zivil auftraten, in ihren Wohnungen festgenommen. Dabei soll weder ein offizieller Durchsuchungs- oder Haftbefehl vorgelegen haben, noch hätten sich die Beamten auch nur ausgewiesen. Was den beiden Inhaftierten nun im Besonderen vorgeworfen wird, ist auch noch unklar. Wenn man aber Fälle wie z. Bsp. den weltweit bekannten Fall Nadarkhani zu Vergleichszwecken heranzieht, dürfte wohl einzig allein die „Apostasie“, also das Verlassen des Islam, als Grund für strafrechtliche Verfolgung ausreichen.

Ein paar kleine Details der Festnahme von Ladan sind jedoch durchgesickert. Die Schergen verschafften sich gewaltsam Zugang zu ihrer Wohnung. Die junge Frau wurde aus der Wohnung gezerrt, ohne die Gelegenheit zu haben, sich Straßenkleidung anzuziehen. Auf die Nachfrage ihrer Mutter, wohin ihre Tochter gebracht werde, wurde ihr von einem der Männer zynisch geantwortet:

Bitten Sie doch Jesus Christus darum, zu erscheinen und sie zu befreien ! (Wenn ich ehrlich sein soll, ist dies gar keine so üble Idee ! Da bei dem wahren Gott alle Dinge möglich sind, hat dieser Diener des Bösen sogar in völliger Verkennung der geistlichen Dimension seines Handelns die Wahrheit gesagt. Anm. d. Übers.)

Immerhin beweist diese zynische Anmerkung die Zielrichtung der Verhaftung, ganz gleich welche Pseudo-Anklagepunkte in der Folge noch von den iranischen Behörden oder Medien in das Verfahren hineingelogen werden: die Zielrichtung ist Christus und die Gute Nachricht. Speziell die Hauskirchen- und Untergrund-Christen-Bewegung im Iran soll so zerschlagen werden.

In jedem Falle wurde die Wohnung von Ladan N. gründlichst durchsucht und diverse ihrer persönlichen Besitztümer konfisziert, darunter Bücher, eine Kamera und ein Laptop. Wohin Hooman H.  gebracht wurde, bleibt bislang übrigens ebenso unklar. Gerüchte besagen, dass beide mittlerweile in das berüchtigte „Evin“-Staatsgefängnis im Norden Teherans gebracht worden sein. Mittlerweile wurden jedenfalls die Eltern der beiden Inhaftierten angeschrieben, dass sie sich gegenüber einem Gericht über die Aktivitäten ihrer Kinder äußern sollen.

BITTE BETEN SIE DOCH AUCH FÜR DIE INHAFTIERTEN LADAN N. UND HOOMAN H. IM IRAN. IHRE FAMILIEN SIND SICHER IN ÄUSSERSTER SORGE UND IHR LEBEN UND WOHLERGEHEN GELTEN DER ISLAMISCHEN REPUBLIK WENIG.

(Quelle: „Mohabat news“ vom 30. April 2012)

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