Indien: massive Verfolgung in zwei Bundesstaaten

Vor lauter schlimmen Nachrichten aus allen Teilen der Welt kann man gar nicht so schnell schauen und schreiben, wie die „Granaten“ in den Leib Christi einschlagen. Deshalb muss ich mir den Vorwurf gefallen lassen, die indische Christenverfolgung gelegentlich nicht so sehr zu fokussieren, wie man es tun sollte.

Unser himmlischer Vater wird es mir vergeben und die Geschwister in Indien sicher verzeihen, wenn ich Laos, Pakistan oder Nigeria gelegentlich mehr Aufmerksamkeit widme. Für Sie liebe Leser versuche ich, ein möglichst vielseitiges Bild aus der Welt der verfolgten Kirchen darzustellen, damit Sie sich Ihr Bild machen, auch persönlich berührt werden und dann in Aktion treten können, um die Stimme der unterdrückten Christen in Ihrem persönlichen Umfeld zu werden.

Karte von Indien

Indien

Dies vorangeschickt hier jetzt zwei Schnappschüsse vom indischen Subkontinent, wo Christen immer mehr in die Enge getrieben werden, juristisch oder physisch. Am Donnerstag, den 19. April 2012, wurde in Marathalli, Bundesstaat Karnataka ein lautstarker Protest vor der Hebron-Kirche abgehalten. Hindu-Nationalisten hatten diesen organisiert und forderten den im Gebäude anwesenden Pastor Babu auf, herauszukommen und sich zu „stellen“, da er der „Zwangskonversion“ schuldig sei. Im indischen Strafrecht gibt es ja bekanntlichermaßen einen Paragraphen, der das Bekehren von Staatsbürgern Indiens durch Zwangsmaßnahmen unter Strafe stellt. An sich eine gut gemeinte, in der Praxis aber übel missbrauchte Regelung. Pastor Babu wurde außerdem das ebenfalls unter Strafe stehende Durchführen „böswilliger Akte, die zur Aufstachelung religiöser Gefühle“ vorgeworfen. Ein bösartiger Denunziant, der gegen Christen und speziell deren Leiter, eine entsprechende Anzeige erstattet, findet sich auch immer gerne.

Sajan K. George vom „Global Council of Indian Christians“ (GCIC) sagte dazu:

 Anti-Konversionsgesetze sind ein Werkzeug, um die örtlichen Christengemeinden im Bundesstaat Chhattisgarh und andernorts zu verfolgen.

Aber es geht auch immer noch einen Zacken schlimmer. Am Freitag, den 20. April 2012, wurde eine Versammlung von ca. 50 Christen im Hause des Pastors Dhaniram Nag im Ort Balgal, Bundesstaat Chhattisgarh, gewaltsam aufgelöst. Die pfingstlerisch orientierte „Bethesda Church of God“-Versammlung wurde von einem Mob, der vom Ortsbürgermeister geleitet wurde, umringt und die Gemeindemitglieder einzeln aus dem Haus getrieben. Dabei wurden sie verbal attackiert und verprügelt.  Sie hatten sich ursprünglich zu einem Trauergottesdienst für den an diesem Tag verstorbenen Bruder Jaikant Pawar zusammengefunden. Für diesen Gewaltausbruch machte der Ortsbürgermeister natürlich nicht die Prügel durch seine Sympathisanten oder den diesem zugrundeliegenden Hass, sondern den Pastor verantwortlich. Wie „Orwellisch“. „Krieg ist Frieden“, „Schwarz ist Weiss“, „oben ist unten“…

Wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass kein aktiver Teilnehmer dieses Spießrutenlaufens dafür strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden wird. Sajan K. George sagt nämlich dazu:

 Regierungen (in den Bundesstaaten) haben nicht den Willen, den Schutz und die Sicherheit der christlichen Minderheit innerhalb und außerhalb ihrer Gebetsstätten sicherzustellen.

BITTE BETEN DOCH AUCH SIE FÜR DIE CHRISTLICHE MINDERHEIT INDIENS. IHRE LEIDEN SIND  N – I – C – H – T  SO WEIT WEG UND VON UNSEREN HERZEN NICHT SO WEIT ENTFERNT !

Quelle: „asia news“ vom 26. April 2012)

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