Iran: Youcef Nadarkhani hatte Familienbesuch am Geburtstag

Vor wenigen Tagen hatte ich hier im Blog den Geburtstag des inhaftierten Dulders Youcef Nadarkhani aus dem Iran erwähnt. Damals war noch nicht bekannt, ob er an seinem 35. Ehrentag Besuch von seiner Familie erhalten hatte.

Youcef und Familie

Youcef und Familie

Nun wird aber vom „American Center for Law and Justice“ (ACLJ) bekannt, dass ihm tatsächlich gestattet wurde, seine Frau und seine Söhne zu sehen. Der seit mehr als zwei-einhalb Jahren wegen „Apostasie“, also Abfalls vom Islam, inhaftierte Geistliche erhält nur selten Privatbesuch und so ist es eine große Freude, dass diese seriöse Quelle den Familienbesuch bestätigt. Ob der Gottesmann jemals seine Familie wieder in Freiheit in die Arme schliessen darf, weiss jedoch derzeit nur Gott allein. Er sitzt in der Todeszelle und nur durch ein Wunder Gottes wird er dieses Gefängnis als lebender Mensch wieder verlassen.

Auch der Zugang Youcef Nadarkhanis zu seinen Anwälten, ist streng begrenzt und so ist es ebenfalls gut zu wissen, dass auch ein Treffen mit seinen juristischen Beratern stattgefunden hat. Noch ein Wort zu den immer wieder aufkommenden Gerüchten über eine bereits vollzogene Exekution Nadarkhanis: diese werden immer wieder gestreut. Internet-Portale oder Menschenrechtsgruppen transportieren seit 2011 immer mal wieder eine Vollzugsmeldung. Wir können nur darüber spekulieren, wer davon profitiert und mit den Ängsten der um Pastor Youcefs Leben besorgten Menschenrechtler und Christen spielt. Nach dem „Cui Bono“-Prinzip kann nur vermutet werden, dass der iranische Nachrichtendienst solche Dinge in die Welt setzt, um den Fall Nadarkhani, der dem Iran hochgradig peinlich sein muss, herunterzuspielen.

Wie dem auch sei: das ACLJ gibt bekannt, dass sie glaubhafte Nachrichten haben, mit dem Datum vom 17. April 2012 ist Youcef Nadarkhani noch am Leben. Wenn wir hier aus Deutschland heraus schon sonst nicht viel für diesen großen Wiederständler gegen die Angriffe seines eigenen Landes auf ihn tun können, dann sollten wir vielleicht an den regelmässigen Veranstaltungen, den Mahnwachen für Bruder Youcef, teilnehmen. Termine dazu finden Sie auf der TERMINE-SEITE. Eine Zusammenfassung hier:

  • Mittwoch, 18. April 2012, Frankfurt/Main: Hauptwache vor der Katharinenkirche, 10.00 – 16.00 Uhr,
  • Mittwoch, 25. April 2012, Würzburg: Marienkirche, unterer Markt, 10.00 – 12.00 Uhr,
  • Mittwoch, 25. April 2012, Bamberg: Grüner Markt, 14.30 – 16.00 Uhr
  • UND bis auf weiteres: JEDEN SAMSTAG in 20095 Hamburg, 15 – 16.30 Uhr, am Mönckebergbrunnen in der gleichnamigen Straße !

Bitte sprechen Sie Freunde, Bekannte, Mitglieder Ihres Hauskreises und Ihrer Gemeinde darauf an und wer immer es möglich machen kann, sollte an einer Mahnwache zu Gunsten Youcefs teilnehmen. Durch die Teilnehmerzahlen erringen wir vielleicht Medien-Interesse für diesen mutigen Mann und können weitere Unterschriften für die Petitionen gewinnen. Das schlimmste, was in diesem Fall passieren könnte, ist, dass dieses exemplarische Schicksal in Vergessenheit gerät. Auch wissen viele Menschen, viele Christen sogar, nichts über die aktuelle Christenverfolgung und halten diesen Begriff für eine Qualität aus der Zeit vor der „Konstantinischen Wende“. Das muss ein Ende haben und der Fall Nadakhani ist ein konkretes Einzelschicksal, an Hand dessen man Interesse am Thema und an der Arbeit von Gruppen wie der IGfM, dem HMK e.V. , der Aktionsgruppe Verfolgte Christen oder „open doors“, wecken kann.

HIER AN DIESER STELLE KEIN GEBETSANLIEGEN SONDERN EIN AUFRUF ZUR TEILNAHME AN DEN MAHNWACHEN. BITTE TUN SIE MEHR, ALS NUR FÜR BRUDER YOUCEF ZU BETEN UND WERDEN SIE AKTIV !

(Quelle: „ACLJ“ vom 17. April 2012)

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