Mali: Schweizer Missionarin entführt (update 27. April 2012)

Die Lage in Mali wurde bereits mehrfach in den letzten Wochen beleuchtet. Wer mehr dazu lesen mag, dem empfehle ich, die Mali-Rubrik mit ihren Artikeln.

Mali

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Ich darf also davon ausgehen, dass die Lage dort den Lesern weitgehend bekannt ist.  Nun wird aus der mittlerweile von den Tuareg- und Al-Kaida-Rebellen eroberten Stadt Timbuktu bekannt, dass dort eine Schweizer Missionarin entführt wurde. Die Frau, deren Name von verschiedenen Quellen gar nicht genannt wird und von anderen nur als „Beatrice“ angegeben wird, soll von sechs bewaffneten Männern in traditioneller Kleidung aus ihrem Haus geführt worden sein, die dabei das unvermeidliche „Allahu Akbar“ von sich gaben.

„Beatrice“ soll nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP bereits seit mehreren Jahren als Sozialarbeiterin in Mali gearbeitet haben und mehrere lokale Landessprachen beherrscht haben. Die Schweiz hatte bereits seit 2009 vor Reisen und Aufenthalten in Mali gewarnt. Das Schweizer Aussenministerium hat die Entführung inzwischen bestätigt. Man arbeite dort mit malischen Behörden an einer Lösung, so hiess es aus der Alpenrepublik. Der Schweizer „Tagesanzeiger“ will sogar wissen, dass das Aussenministerium im engen Kontakt zur Familie der Entführten steht. Erst vor Kurzem hatte ein in den Süden Malis entflohener Bibelschüler offenbart, dass die Islamisten in Timbuktu „Listen“ der Christen besäßen. Diese gezielte Verschleppung der Schweizerin scheint dies zu bestätigen.

Bereits im Jahr 2009 war es zur Entführung von zwei Schweizern und einem Briten durch die sog. „Al-Kaida des Maghreb“ im Grenzgebiet Malis mit Niger gekommen. Die Schweizer konnten auf dem Verhandlungswege befreit werden, der Brite wurde damals von den Islamischen Terroristen geköpft. In dem Zweckbündnis, aus Turareg-Separatisten (MNLA), Tuareg-Islamisten (Gruppe „Ansar Edine“ und der Al-Kaida des Maghreb (Aqim), das den Norden Malis und seine Städte kontrolliert, wird in den letzten Tagen immer deutlicher, dass vor allem in Timbuktu, Gao und Kidal die Islamisten „das Sagen“ bekommen haben.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE UNVERSEHRTHEIT DER SCHWEIZER MISSIONARIN. IHR SOZIALES UND EVANGELISTISCHES ENGAGEMENT HABEN SIE OFFENSICHTLICH ZUR ZIELSCHEIBE DER ISLAM-TERRORISTEN MALIS GEMACHT.

(Quellen: „BBC News“ vom 16. April 2012 und „Tagesanzeiger“ vom 16. April 2012)

UPDATE:
Am Dienstag, den 24. April 2012, wurde die Schweizerin Beatrice Stockly von Mitgliedern der islamischen Terrorgruppe „Ansar Edine“ an Schweizer Diplomaten übergeben. Ob im Vorfeld Schweizer Armeemesser oder Schokolade oder doch lieber eine Unmenge Franken den Besitzer gewechselt haben, ist nicht offiziell bekannt.

(Quelle: „assist news service“ vom 27. April 2012)

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3 Gedanken zu “Mali: Schweizer Missionarin entführt (update 27. April 2012)

  1. Ich bete, dass Beatrice stark bleibt und sogar mit ihren Entführern reden kann. Sie spricht mehrere Sprachen div. Stämme, ich hoffe für sie, dass sie nicht ihr Leben auslöschen.
    Kirsten

  2. Pingback: Beckstein: gleiche Rechte für Christen in Islamischen Ländern « kopten ohne grenzen

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