Nigeria: Entwicklungshelfer spricht Tacheles !

Der christliche Entwicklungshelfer Dr. Ernst Sagemüller spricht gegenüber der katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ Klartext darüber, was die Lage in Nigeria angeht.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Die vielleicht provokanteste, aber auch bedenkenswerteste Äußerung von Dr. Sagemüller steht bereits über dem Artikel, den ich von der Webseite „kopten.at“ übernehme. So äußert sich der Entwicklungshelfer über die Motivationen der Täter, die erst am Ostersonntag wieder zwei Autobomben in der Stadt Kaduna, nahe einer Kirche platzierten und zündeten, wobei nach jüngsten Berichten ca. 60 Menschen getötet wurden:

 Außer „Christen umbringen“ haben sie keine Philosophie.

Geistlich gesprochen ist dies keine Überraschung. Die „Tiefe“ der Überzeugungen von Christenhassern aller Couleur (aggressive Materialisten, Islamisten, Faschisten usw.) gleicht sicher zumeist einer Pfütze.

Die Zahl der seit dem Jahresbeginn getöteten Christen besträgt nun 628. Sämtliche Attentate werden der Organisation ”Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (ehemals “Boko Haram”) zugerechnet, die dem Staat Nigeria und vor allem den darin lebenden Christen bereits vor Monaten den offenen Krieg erklärt hat. Sie hat beste Kontakte zu islamischen Terrornetzen vom Maghreb bis Pakistan und Afghanistan und wird über diese Kanäle mit Waffen und frisch ausgebildeten Rekruten versorgt. Darüber sagt Sagemüller aus:

 Die Anführer sind radikale Salafisten, die in Saudi Arabien ihre ‚philosophische‘ Ausrichtung erhalten. Dann werden sie in Pakistan, in Mali oder im Tschad in Lagern ausgebildet, um Terror zu verbreiten.

Salafisten. Also genau dieselben Leute, die in Deutschland derzeit fröhlich Korane verteilen, in Ägypten die Scharia einführen und in Syrien die Aufständischen mit Waffen und Ideologie versorgen. Behalten wir das doch für unseren Alltag im Hintergrund, wenn uns jemand erzählt, die Vorgänge in Nigeria hätten nichts mit Religion zu tun oder gingen uns ohnehin nichts an, weil sie so weit entfernt stattfinden. Die Salafisten stehen auf unseren Marktplätzen. Noch mit Büchern, aber wann werden sie mit Bomben kommen, wie in Nigeria ?

Gefährlich für den nigerianischen Staat und die Gesellschaft des Landes sind die Dinge, die Dr. Ernst Sagemüller sonst noch beobachtet hat. Laut „Kirche in Not“ gab der Entwicklungshelfer folgendes zu Protokoll:

 Doch in allen Schichten der nigerianischen Bevölkerung habe „Boko Haram“ Fürsprecher, darunter frühere Diktatoren, reiche Salafisten und aktive Helfer in hohen Regierungsfunktionen. Erst vor einer Woche sei in Pakistan der Leiter einer nigerianischen Anti-Terrorgruppe bei der Ausbildung von Selbstmordattentätern verhaftet worden.

Wenn schon die Anti-Terrorpolizei von Sympathisanten der Terroristen durchsetzt ist, nimmt es nicht Wunder, dass die Erfolge bei der Bekämpfung des islamischen Terrorismus in Nigeria äußerst begrenzt sind. Und weiter zu den Zielen der Ex-Boko-Haram (da sie sich heute anders nennt, ist die Bezeichnung „Boko Haram“ in allen Berichten und Artikeln eigentlich falsch, aber eben sehr griffig):

 Ziel von „Boko Haram“ sei ein radikaler islamischer Staat nach dem Vorbild der afghanischen Taliban. Nach Äußerungen ihres gegenwärtigen Anführers, Imam Abubakar Shekau, wollen die Extremisten zuerst den Norden Nigerias von Christen „befreien“, danach den Rest des etwa 160 Millionen Einwohner zählenden Landes. In einem Interview habe Shekau bekräftigt, alle Christen töten zu wollen, so Sagemüller, der seit Jahren unter anderem in Nigeria für verschiedene staatliche Initiativen sowie kirchliche Hilfswerke in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist.

Interessant, dass der „Anführer“ dieser Terrorgruppe ein islamischer Geistlicher ist. Haben etwa die „bösen Islamophoben“ Recht, wenn sie davon ausgehen, dass Gewalt, Juden- und Christenhass sowie Welteroberungsphantasien ganz tief im Kern der islamischen Glaubenslehre verankert sind ? Wer weiss.  In jedem Falle habe ich darüber nachgedacht, ob es möglich wäre, dass ein weiser und erfahrener geistlicher Leiter einer christlichen Gemeinde öffentlich zu Terrorakten, Mord und Vertreibung aufruft. Können Sie sich das vorstellen, liebe Leser ?

Nun, wie auch immer, kommen wir zum Gebetsanliegen für diesen Artikel:

BITTE BETEN SIE FÜR EINEN WANDEL IN DEN HERZEN DER TERRORISTEN. WENN WIR ALS ÜBERZEUGTE CHRISTEN GLAUBEN, DASS BEI GOTT N-I-C-H-T-S UNMÖGLICH IST, DANN KANN ER AUCH DIE SCHWÄRZESTEN SEELEN REINWASCHEN !!!

(Quelle: „kopten.at“ vom 13. April 2012)

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