Beckstein: gleiche Rechte für Christen in Islamischen Ländern

Die Koranverteilaktion der Salafisten in Deutschland hat ja medial genügend Wellen geschlagen. Vor allem das diese Aktion begleitende Drohvideo, in dem Journalisten, die dieses Thema behandelten, namentlich genannt und an Leib und Leben bedroht wurden, spricht ja für sich, weshalb ich nicht näher auf all dies eingehen werde.

Günther Beckstein

Günther Beckstein

Aber als Folge dieser geschlagenen „Wellen“ hat sich nun der frühere bayerische Innenminister und Vize-Präses der EKD, Günter Beckstein, zu Wort gemeldet. Dabei hat er der Zeitung „Passauer Neue Presse“ gegenüber einige interessante, aber naheliegende Gedanken geäußert. Auf „kopten.at“ wird folgendes berichtet:

 Wenn man in Deutschland die Toleranz der Christen einfordere, gebe es eine moralische Verpflichtung, in den islamischen Ländern ebenfalls Toleranz gegenüber den Christen zu üben, sagte Beckstein…

Tja, da darf man getrost „zweierlei Maßstäbe“ bei vielen Muslimen diagnostizieren. Aber Beckstein hat noch mehr zu sagen:

  „Wenn Christen in islamischen Ländern, insbesondere dort, wo Salafisten die Macht haben, versuchen würden, die Bibel zu verteilen, dann zöge das allerschwerste Strafen nach sich – bis hin zur Todesstrafe.“ Es sei ein auffälliges Missverhältnis, so Beckstein weiter. „Unsere freiheitliche Gesellschaft wird ausgenutzt, aber selbst verhält man sich gegenüber Christen äußerst restriktiv“…

Tja. Wo die Scharia herrscht, ist eben mit Religionsfreiheit, Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten und „Auf Augenhöhe miteinander Verhandeln“ Schluss. Ein Faktum, dass wir in Ägypten, Tunesien und ähnlichen Ländern bereits deutlich genug erkennen können, wenn wir nur wollen… Was rät uns der Herr Beckstein zum Thema der Koranverteilaktion ?

 …man solle diejenigen Salafisten, die den Koran verteilen, „ansprechen und fragen, ob er sich auch dafür einsetzt, dass in islamischen Ländern Religions- und Missionsfreiheit gewährt wird. Wer das verneint, dem muss man sagen, dass er ein moralisch höchst zwiespältiges Verhalten an den Tag legt“.

Da wäre ich mal gespannt, mit wieviel „Liebe und Verständnis“ man an diesen Ständen wohl auf eine derartige Aussage reagiert. Wie dem auch sein möge, das Ungleichgewicht der Forderungen nach Gleichbehandlung und Toleranz, die Muslime in freien, westlichen Ländern aufstellen und der Praxis in den Ländern, die vom Islam kulturell und politisch entscheidend geprägt wurden, ist dem aufmerksamen Beobachter schon seit Jahrzehnten nicht entgangen. Ein „böser Konservativer“ wie der nicht mehr aktive Politiker Beckstein darf dies Thema auch ohne Angst vor öffentlichem Mobbing ansprechen. Wer jedoch noch eine Karriere irgendeiner Art anstrebt oder noch keine Pension bzw. Rente bezieht, sollte sich im Jahre 2012 sehr genau überlegen, ob er sich mit den hierzulande bereits sehr mächtigen Islam-Lobbyisten anlegt, indem er den Finger so deutlich auf eine offensichtliche Wunde legt.

Wie dem auch sein möge: hier ein Gebetsanliegen zu diesem Thema.

BETEN SIE DOCH, WENN SIE MÖCHTEN, FÜR ALLE CHRISTEN IN ISLAMISCHEN LÄNDERN. VOR ALLEM FÜR DIE, WELCHE VERFOLGUNG, DISKRIMINIERUNG, VERTREIBUNG UND GEWALT ERFAHREN. BITTEN SIE UNSEREN VATER IM HIMMEL UM KRAFT UND FESTES GOTTVERTRAUEN, DAMIT UNSERE BRÜDER UND SCHWESTERN FRIEDLICH BLEIBEN UND KREATIVE WEGE ZUM SELBSTSCHUTZ FINDEN MÖGEN.

(Quelle: „kopten.at“ vom 13. April 2012)

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