USA: Wie weit Unkenntnis und Ignoranz gehen können.

Wir mussten unlängst wieder, wie zu allen christlichen Feiertagen, die Meldungen aus Nigeria vernehmen, nach denen es wieder Anschläge auf christliche Kirchen gegeben hat. Zu Weihnachten, Ostern und bei allen „passenden“ Gelegenheiten bombt dort eine selbsternannte „afrikanische Taliban“-Gruppe Kirchenbesucher in Angst und Schrecken.

Johnnie Carson

Johnnie Carson

Nach Berichten aus dem Land ist dies auch das Hauptanliegen der Terroristen, dass Christen es zu gefährlich finden, in ihren Gotteshäusern dem Glauben nachzugehen und dem Schöpfer zu huldigen. Sie sollen so weit eingeschüchtert werden, dass sie den Norden und die Landesmitte komplett verlassen und dort die Scharia eingeführt werden kann. Dies alles hat aber, laut dem US-Aussenministerium, nichts mit einer religiösen Motivation zu tun.

Bitte verzeihen Sie mir, liebe Leser, dass ich an dieser Stelle erstmalig ein eher politisches Thema anschneide, aber die auffallende Stille in der westlichen (Kirchen-)Welt angesichts schrecklicher Terrorangriffe gegen Glaubensgeschwister und systematischer Verfolgung von Kirchen sind eben auch dadurch zu erklären, dass die Öffentlichkeit durch Medien und Politiker nicht aufgeklärt, sondern mit beschönigenden, verbalen Nebelschwaden eingehüllt wird. Als jüngstes Beispiel dafür möchte ich weder die relativierenden Kommentare in deutschen Medien noch die von vollkommenen Unverständnis über die geistliche Auseinandersetzung, die auf diesem Planeten stattfindet, geprägten Kommentare unserer Kirchen-„Oberen“ zitieren, sondern einen Herrn vom US-Aussenministerium.

Dieser „stellvertretende US-Aussenminister für Afrika-Fragen“, ein Herr Johnnie Carson, äußerte sich unlängst, am Ostermontag, den 09. April 2012, zum Thema der andauernden Terrorangriffe in Nigeria folgendermaßen:

 Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen Schlüsselpunkt zu betonen, nämlich dass Religion nicht die extremistische Gewalt antreibt, weder in Jos noch Nordnigeria.

Wenn dieser Herr jetzt noch verkündet, dass Christus nichts mit Christentum zu tun hat, dann hätte er seine Fachkunde im geistlichen Bereich deutlich unter Beweis gestellt. Lesen wir dazu einmal, was die Hilfsorganisation „open doors“ zum Thema Nigeria schreibt:

 Die Hauptquelle der Verfolgung von Christen im Norden Nigerias ist der islamische Extremismus. Vor allem die radikal-islamische Sekte „Boko Haram“ (zu Deutsch: moderne Erziehung ist Sünde) verübt brutale Gewalttaten gegen Christen. Diese selbst ernannten „Taliban Nigerias“ terrorisieren nicht nur Christen. Im ganzen Land wollen sie eine strikte Anwendung der islamischen „Scharia“-Gesetze erreichen. Kein anderer Name steht so für Verfolgung wie „Boko Haram“.

Open doors unterhält beste Kontakte in die gesamte Welt der verfolgten Christen und ist üblicherweise bestens über die Verhältnisse vor Ort und die Bedürfnisse der Christen in Not informiert. Wem wollen wir also Glauben schenken. Johnnie Carson oder den rührigen Helfern von „open doors“ ? Entscheiden Sie selbst, liebe Leser, aber bitte, lassen Sie sich nicht länger mit „Harmoniephrasen“ benebeln und mit Relativismus belügen. Wann wird man uns wohl weissmachen wollen, dass Nordkorea ein Hort der Religionsfreiheit ist und der Iran die Kirchen fördert ?

UPDATE:
Der Direktor von „open doors USA“, Carl Moeller, hat in einem statement vom 09. April 2012 folgendes zu Protokoll gegeben:

Die immer mehr zielgerichteten Aktivitäten der Boko Haram haben die Charakteristiken eines echten Krieges angenommen. Dies sind keine zufälligen Angriffe, wie es oft in den Medien dargestellt wird. Sie sind vorsätzlich und sie wurden mit einem einzigen Ziel geplant: der Auslöschung des Christentums.

Moeller verbindet diese Aussagen mit einem Gebetsaufruf für die Opfer der Anschläge und ihre Hinterbliebenen. Dies klingt doch etwas anders, als das, was dieser Mr. Carson von sich gegeben hat.
(Quelle: „the christian post“ vom 11. April 2012)

BITTE BETEN SIE FÜR DIE POLITISCHEN, WIRTSCHAFTLICHEN, MEDIALEN UND SONSTIGEN ELITEN IN DER FREIEN WELT, DAMIT SIE DIE AUGEN ÖFFNEN UND DIE WAHRHEIT ERKENNEN. NICHT NUR, ABER AUCH, DIE WAHRHEIT DES EVANGELIUMS.

(Quelle: „CNS news“ vom 10. April 2012)

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