Mali: Terror in Timbuktu, christlicher Leiter getötet.

Mali war vor wenigen Tagen bereits einmal Thema dieses Blogs. Die Lage der Christen in den von Tuareg-Rebellen und den mit diesen verbündeten islamischen Extremisten eroberten Städten war unübersichtlich.

Hilfswerke, die der hungernden Bevölkerung in Nord-Mali, das von den Rebellen „Azawad“ genannt wird, mit Lebensmittel- und Saatgut-Spenden aushalfen, können praktisch gar nicht mehr arbeiten und vor allem die Christen in den jetzt unter dem Gesetz der Scharia stehenden Städten Gao und Timbuktu fliehen in Scharen. Und dies nicht ohne Grund. Ein Flüchtling, der es bis in den Süden, in die malische Hauptstadt Bamako, geschafft hat, erzählt jetzt von den Vorkommnissen.

Der malische Bibelschüler eines britischen Colleges, Timothee Yattara, war erst vor kurzem in seine Heimat zurückgekehrt, um das Evangelium dort zu verbreiten. Nachdem Berichte über die Zerstörung aller Kirchen in Gao in Timbuktu eintrafen, begann auch dort die Flucht der Christen. Tim Yattara gab nun zu Protokoll:

 Wir sind angesichts schrecklicher Todesdrohungen geflohen, da die Islamisten Listen aller Christen in Timbuktu haben, die sie durch Köpfen töten wollen. Als Beweis ihrer Absichten haben sie bereits einen (christlichen, Anm. d. Übers.) Leiter getötet … Die meisten Christen sind  bereits geflohen während mittlerweile im ganzen Norden die Scharia gilt.

Timothee Yattara und seine Familie sind zwar mit dem Leben davongekommen, haben aber in Bamako noch nicht Fuß gefasst. Wie die Zukunft für sie aussieht, ist momentan nur dem Allmächtigen selbst bekannt. Tim hat aber bereits viel Gnade vom Herrn erfahren, denn als Jugendlicher erkrankte er an einem Fieber schwer und die Ärzte gaben ihn bereits auf, als Gott ihn heilte und in Seinen Dienst berief. So müssen wir davon ausgehen, dass der Herr auch jetzt einen Weg für Tim und seine Familie bereiten wird.

BITTE BETEN SIE DOCH AUCH FÜR TIMOTHEE YATTARA UND SEINE FAMILIE  SOWIE FÜR ALLE ANDEREN VERTRIEBENEN CHRISTEN IN MALI.

(Quelle: „assist news service“ vom 07. April 2012)

UPDATE VOM 22. MAI 2012:
Mittlerweile sind verschiedene Gerüchte im Netz aufgetaucht, dass die Tötungen von Pastoren in Timbuktu reine Erfindungen gewesen seien, um auf die Lage der Christen aufmerksam zu machen. Derzeit lässt sich noch nicht beurteilen, was an diesen Meldungen dran ist. Fakt ist in jedem Falle, dass Christen aus allen von den Rebellen im Norden besetzten Städten fliehen, christliche Hilfswerke, Schulen und Kinderheime ihre Arbeit einstellen und ihre Mitarbeiter aus den nun zu „Scharia – Zonen“ erklärten Städten und Regionen abziehen. Ob Timothy Yattara als Quelle noch glaubwürdig ist, oder ob es nicht nur zu Inhaftierungen, sondern auch zu Tötungen von Christen gekommen ist, kann derzeit noch nicht eindeutig fixiert werden.

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Ein Gedanke zu “Mali: Terror in Timbuktu, christlicher Leiter getötet.

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