Laos: Kirchenschließungen in der Savannakhet – Provinz.

Laos ist eines der letzten verbliebenen Reservate kommunistischer Gewaltherrschaft auf diesem Planeten. Die dort seit 1975 herrschende Partei betrachtet alle religiösen Minderheiten als potentielle Bedrohung ihrer Machtbasis. Nur der Buddhismus besitzt als „heimische“ Religion einen sehr geringen Überlebensspielraum in Laos.

LAOS

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So ist es auch nicht verwunderliche, wenn nun aus dem Land Berichte laut werden, dass in verschiedenen Provinzen die Repressionen gegen die christlichen Gemeinden zunehmen. Aus der Provinz Savannakhet z. Bsp. hört man, dass dort systematische Kirchenschliessungen vorgenommen werden, nachdem lokale Behördenvertreter ein Zwangs-Seminar über die „Tricks unserer Feinde“ besuchen mussten.

Mit dieser Formulierung („Feinde“) hat Laos auch seinen Standpunkt zum Evangelium klar gemacht. Diese Seminare, die in der Heiligen Woche vor Ostern stattfanden (03. – 05. April 2012), dienten der „Information“ von Verwaltungs- und Polizei-Mitarbeitern darüber, dass vor allem das von „westlichen, ausländischen Kräften“ gesteuerte Christentum zur Zersetzung der Einheit des Landes beitrage. In der Folge dieser Indoktrinationen wurde dann auch am 05. April 2012 im Ort Khamnonsung eine bereits seit 1963 (also vor der kommunistischen Machtübernahme) errichtete Kirche von den Behörden geschlossen. Es wurde die in asiatischen Ländern seit einigen Jahren sehr gebräuchliche Begründung vorgebracht, der Gemeinde fehle die „staatliche Genehmigung“ zur Errichtung des Gebäudes und zum Abhalten von Gottesdiensten.

Allein die Tatsache, dass die laotischen Behörden Jahrzehnte damit gewartet haben, der Gemeinde diese „Sachverhalte“ mitzuteilen, lässt den mit gesundem Menschenverstand und Sachkenntnis gesegneten Beobachter getrost an den Motiven für diese Kirchenschliessung zweifeln. Eine wachsende Behördenwillkür angesichts des „einfach nicht absterbenden Aberglaubens Christentum“ liegt als Begründung natürlich nahe.  Warum gerade jetzt dieser erneute Angriff auf das Evangelium erfolgt, ist aber dennoch nicht eindeutig zu klären.

Fakt ist in jedem Falle, dass es in der gesamten Savannakhet-Provinz dreissig Kirchen gibt und nur sieben davon staatlich anerkannt werden. Man darf also getrost mit einer Schliessung aller anderen Gemeinden in den kommenden Tagen rechnen.  Es gibt aber auch bereits Berichte über Widerstand. So haben Christen zweier bereits zuvor im gleichen Verwaltungsdistrikt geschlossenen Gemeinden angekündigt, zunächst vor ihren Kirchen weiterhin Gottesdienste zu feiern und die mit Schlössern und Ketten gesicherten Gebäude notfalls auch gewaltsam wieder in Besitz zu nehmen. Diese Kirchen befinden sich in den Orten Kengweng und Dongpaiwan. Am 04. April 2012 wurde auch die Kirche im Ort Nadeng von den Behörden geschlossen.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN LAOS. IHRE GEMEINDEN STEHEN VOR HERAUSFORDERUNGEN, DIE WIR UNS NUR SCHWER VORSTELLEN KÖNNEN. BITTEN SIE UNSEREN VATER UM KRAFT, ZUVERSICHT UND IDEENREICHTUM FÜR IHREN WIDERSTAND FÜR DIESE GESCHWISTER IM ANGESICHT DER DREISTEN NEGATION IHRER MENSCHENRECHTE.

(Quelle: „compass direct news“ vom 06. April 2012)

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