Pakistan: Gerechtigkeit für Hanifan Bibi !

Oftmals wird mir vorgeworfen, mit meinen Artiklen ein gar zu finsteres Bild vom Leben der Christen in Ländern wie Ägypten oder Pakistan zu zeichnen. Nun, heute habe ich eine Geschichte, die kein böses Ende genommen hat. Unsere Gebete waren wohl hilfreich.

Pakistan

Die 37-jährige Christin Hanifan Bibi hatte mit ihrem Ehemann einen ganz üblen „Griff ins Klo“ getan.  Dieser Sarwar Masih behandelte sie schlecht, arbeitete nicht, trieb sich herum, verjubelte ihr Geld, das sie verdiente und hatte Affären. Hanifan versuchte derweil, die Familie zusammenzuhalten und mit dem wenigen Geld, das sie vor ihrem Mann verstecken konnte, ein Haus im heimatlichen Faisalabad (Pandschab-Provinz) zu bauen. Wenn Sarwar überhaupt nach Hause kam, dann prügelte er Hanifan, beschimpfte sie und behandelte sie wie eine Sklavin, obwohl sie die einzige Verdienerin in der Partnerschaft war.

So nimmt es denn auch nicht Wunder, dass sich Sarwar Masih im November 2011 dazu entschloss, Muslim zu werden. Die Ungleichwertigkeit von Frauen ist dieser Ideologie ja inhärent. Der Zeitpunkt der Konversion wurde von Sarwar bewusst gewählt, da er bereits seit längerer Zeit eine Affäre mit einer Muslima unterhielt. (Dies ist möglich, da christliche Ehen im Islam ohnehin nicht anerkannt werden.) Hätte es dieser garstige Kerl nun dabei bewenden lassen, sich von seiner Frau Hanifan getrennt und sie in Ruhe gelassen, wäre dies alles nur ein trauriges, privates Schicksal gewesen, von denen es leider gar zu viele auf dieser Welt gibt.

Aber als „neuerfundener“ Muslim hatte Muhammad Sarwar, wie er sich jetzt nannte, nichts besseres zu tun, als Hanifan Bibi im von ihr finanzierten Haus einzuschliessen und eine Anzeige bei der Polizei wegen unrechtmässiger Inbesitznahme der Immobilie anzustrengen. Man kann nur vermuten, dass er sich mit seiner neuen, muslimischen Gefährtin dort einnisten wollte und Hanifan auf andere Art und Weise nicht aus dem Haus bekam. Bis an diesen Punkt scheint es eine ganz „normale“ Geschichte aus Pakistan (oder Ägypten, Nordsudan, Afghanistan….) zu sein. An diesem Punkt aber, beginnt für Hanifan Bibi die Güte Gottes zu greifen. Denn von der Anzeige und dem darauffolgenden Verfahren erfuhr die National Commission for Justice and Peace (NCJP) und nahm sich der bedauernswerten Frau an.

Diese von der katholischen Diözese Faisalabad unterstützte Gruppe begann nun damit, Zeugen für die Misshandlungen Hanifans zu versammeln, deren Aussagen dem Gericht zuzuleiten und die Glaubwürdigkeit des Herrn Muhammad Sarwar so weit zu erschüttern, dass seine Anklagen gegen Hanifan sich in Luft auflösten. Das ist in Pakistan und ähnlichen Ländern durchaus ungewöhnlich, da das juristische System in seiner Gänze zumeist gegenüber Christen voreingenommen ist und dort nach rechtsstaatlichen Prinzipien ablaufende Verfahren eher selten vorkommen. Mittlerweile haben die Richter sogar ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung und zur Erzwingung eines Unterhalts für die gemeinsamen Kinder gegen Muhammad Sarwar eingeleitet. Ein befriedigender Abschluss der jahrelangen Qual für die brave Frau, wenn da nicht der Hass ihres Ex-Mannes wäre:

Ich bekomme weiterhin Drohungen von meinem Ex-Mann und mit ihm befreundeten Muslimen.

Aber sie lässt sich nicht mehr einschüchtern und steht fest im Glauben.

BITTE BETEN SIE DOCH FÜR MEHR GERECHTIGKEIT FÜR CHRISTEN IN PAKISTAN. ALLZUOFT WIRD IHNEN AUFGRUND IHRES GLAUBENS DER SCHUTZ DES GESETZES VERWEHRT. DANKEN WIR UNSEREM HIMMLISCHEN VATER FÜR DEN AUSGANG DES FALLES DER HANIFAN BIBI !

(Quelle: „asia news“ vom 31. März 2012)

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