China: Gao Zhisheng lebt und hatte Besuch !

Liebe Freunde und Leser, wie Sie vielleicht wissen, wenn Sie sich länger mit dem Thema Christenverfolgung beschäftigen und diesen Blog lesen, verfolgen wir seit unseren Anfangstagen den Fall des für mehr als zwei Jahre „verschollenen“, chinesischen Ex-Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng.

Gao Zhisheng

Dieser rührige Aktivist gegen Korruption und Machtmissbrauch war seiner Anwaltskammer und den Mächtigen der Volksrepublik schon lange ein Dorn im Auge, weil er als Christ immer auch ein offenes Ohr und Herz für die Schwächsten hatte. So hatte er z. Bsp. Mitglieder der Meditationsbewegung „Falun Gong“ verteidigt, denen zersetzende und staatsgefährdende Umtriebe vorgeworfen wurden. So nimmt es nicht Wunder, dass Bruder Gao Zhisheng irgendwann nicht mehr als Anwalt, sondern als Mandant vor Gericht stand und von den Machthabern im Lande zum Schweigen gebracht werden sollte.

Nach einigen Haftzeiten und sehr wirren Anklagen gegen Gao wurde er im Frühjahr 2010 kurzfristig freigelassen, aber bevor er zu seiner Familie gelangen konnte, stillschweigend wieder in Gewahrsam genommen. Selbstverständlich, ohne eine Information an Medien, Anwälte oder die Familie herauszugeben, was ein deutliches Licht auf die Abwesenheit rechtsstaatlicher Verhältnisse in China wirft. Mit welcher schrecklichen Angst Gaos Ehefrau Geng He in dieser Zeit leben musste, mag man sich kaum ausmalen. Aber zu Beginn diesen Jahres wurde bekannt, dass Gao lebt und in einem Gefängnis einer extrem abgelegenen Provinz festgehalten wird.

Daraufhin haben einige Verwandte versucht, eine Besuchsgenehmigung zu erhalten. Diese wurden ihnen bislang aber verweigert mit dem Hinweis, der Inhaftierte wolle es so. Aber nun hat der Herr dem verfolgten Bruder seine Gnade erwiesen und Gaos älterer Bruder Gao Zhiyi durfte ihn am 24. März 2012 im Schaya-Gefängnis in der Xinjiang-Provinz sehen. „Besuchen“ schreibe ich lieber nicht, weil beide sich nur eine halbe Stunde lang sehen konnten und Gao Zhiyi nach seinen eigenen Aussagen die meiste Zeit davon so überwältigt war von der Tatsache, dass sein Bruder noch lebt, dass er viel geweint habe.

Dieses Treffen fand natürlich unter den „wachsamen“ Augen von Gefängnisaufsehern und Angehörigen des „Büros für öffentliche Sicherheit“ statt. Diese instruierten Gao Zhiyi und den ihn begleitenden Vater von Gao Zhishengs Ehefrau, dass sie nichts über die Inhalte ihrer Gespräche nach aussen dringen lassen dürfen. Deshalb und wegen der sehr privaten Natur des Gesprächs will ich auch nicht mehr dazu veröffentlichen. In jedem Fall zeigt der den Besuchern verpasste Maulkorb aber, wie unangenehm den Behörden der international wohlbekannte Fall Gao Zhishengs ist. Wir wissen ja, dass Asiaten „ihr Gesicht nicht verlieren dürfen“ und mit den massiven Menschenrechtsverletzungen unterschiedlichster Art, die in der Volksrepublik als normal gelten müssen, hat das Land ja längst den selbstverordneten „Glanz“ verloren.

WIR DÜRFEN FESTSTELLEN: GAO ZHISHENG LEBT UND SEINE FAMILIE HAT NACH LANGEM RINGEN MIT DEN DURCH UND DURCH KORRUPTEN BEHÖRDEN CHINAS EINEN PERSÖNLICHEN EINDRUCK SEINER HAFT ERHALTEN. BITTEN WIR UNSEREN VATER IM HIMMEL DARUM, DASS BRUDER GAO GESUND BLEIBT UND VIELLEICHT IM GEFÄNGNIS DAS EVANGELIUM MIT  SEINEN MITGEFANGENEN TEILEN KANN. BETEN WIR UM TROST FÜR SEINE FRAU GENG HE UND IHRE KINDER.

(Quelle: „china aid“ vom 28. März 2012)

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