Pakistan: Christlicher Stadtteil von Karachi wird überfallen

Im Stadtteil Essa Nagri am Rande der pakistanischen Stadt Karachi wohnen vorwiegend Christen. Zumeist nur knapp oberhalb oder gar unterhalb der Armutsgrenze. Es gibt dort ca. ein Dutzend Kirchen verschiedener Konfessionen und Denominationen und die Einwohnerzahl liegt bei geschätzten 50.000. 

Pakistan

Nun sind die Einwohner Essa Nagris verängstigt, weil sie regelmässig von radikalislamischen Milizen überfallen werden. Diese dringen mit Pistolen und automatischen Waffen ausgerüstet in Wohnungen und Häuser christlicher Bewohner ein, plündern diese und erzwingen mit vorgehaltener Waffe die sog. „Dschisija“, die für bestimmte Nichtmuslime durch den Koran vorgeschriebene „Kopfsteuer“.

Die in Essa Nagri tätige  „Mission and Action for Social Services“ (MASS) hat nun Anzeige erstattet, um die Sicherheitsbehörden Karachis auf die Situation im Stadtteil aufmerksam zu machen. Der katholische „fidesdienst“ schreibt dazu:

 Wie aus Berichten der NGO hervorgeht, dringen Mitglieder radikalislamischer Gruppen mit Pistolen und Maschinengewehren in Essa Nagri ein und plündern dort Wohnungen wehrloser Christen. Dabei kommt es zu Diebstählen und Erpressung der so genannten „Jizya“-Steuer, die die islamischen Gesetze der Scharia für Nichtmuslime vorsehen. Oft werden unschuldige Opfer oft geschlagen und missbraucht. Deshalb fordert MASS von den Behörden „Maßnahmen gegen diese Terroristen“.

Eine Betroffene berichtet:

 Bewaffnete und betrunkene Männer drangen in meine Wohnung ein und vergewaltigten vor meinen Augen meine beiden Töchter. Niemand schützt uns!

Die Situation in weiten Teilen Pakistans ist ähnlich, auch wenn dort eher die alltägliche, antichristliche Diskriminierung vorherrscht. Die gezielten Übergriffe islamischer Milizen stellen hingegen eine neue Qualität im Kampf gegen das Evangelium und seine Verkünder dar.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN VON ESSA NAGRI. ANGESICHTS VON ALLEM, WAS WIR WISSEN, WERDEN DIE SICHERHEITSBEHÖRDEN WOHL NICHT VIEL ZUM SCHUTZ DER „UNGLÄUBIGEN“ UNTERNEHMEN, WENN MAN VERGLEICHBARE SITUATIONEN ZUR BEURTEILUNG HERANZIEHT. NUR DER HERR SELBST KANN NOCH FÜR SCHUTZ SEINER KINDER SORGEN.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 27. März 2012)

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