Düsseldorf: IGfM informierte über Christenverfolgung !

Ein weiteres Lob an die rührigen Menschenrechtsaktivisten der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“. Am 21. März 2012 informierten sie im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf über die Ausmasse und Ausformungen von Christenverfolgung unter dem Motto „Christen – Opfer religiös motivierter Gewalt“.

Denn das muss ja leider immer wieder beklagt werden: die Presse zeigt sich an diesem Thema so recht von Herzen desinteressiert. Massenmedien packen das Thema sehr, sehr selten und falls ja, dann sehr schwammig und wenig konkret an. Gegen diese Tatsache geht die IGfM seit Jahren mit unermüdlichen Aktivitäten an und sicher haben sie schon so manchen Tagungs- oder PK-Teilnehmer zum Nachdenken gebracht, während sie ihm Informationen aus erster Hand anboten, die schwer zu leugnen oder zu relativieren sind.

Mahin Mousapour

Auf der PK in Düsseldorf waren die immer sehr aktive und engagierte, iranische Pastorin Mahin Mousapour (die kennenzulernen ich vor einigen Monaten selbst die Ehre hatte), der Nigeria-Experte der IGfM, Dr. Emanuel Ogbunwezeh und der Priester der koptisch-orthodoxen Gemeinde Düsseldorf  Abuna Gewied Ghaly Tawadros zugegen und beleuchteten die Lage der christlichen Kirchen in Nahost und Afrika. Speziell natürlich im Iran, in Nigeria und in Ägypten. So wird von der Veranstaltung folgendes wiedergegeben:

 Die Gewalt gegen Christen in arabischen und afrikanischen Ländern hat sich nach Erkenntnissen von Menschenrechtsexperten weiter verschärft.

Eifrigen Lesern dieses Blogs wird dies kein „unerklärliches Phänomen“ sein, wir kennen ja die Lage, jenseits der „weichgefilterten“ Berichte unserer Massenmedien. Aber als „vorgezogenes Fazit“ dieser Pressekonferenz lasse ich diese eindeutige, klar formulierte Bemerkung gerne gelten. Zum Thema Nigeria heisst es:

 Auch in Nigeria nimmt die Zahl der Anschläge gegen Christen durch die Terrorgruppe Boko Haram (übersetzt «Westliche Bildung ist Sünde») nach den Angaben zu. Das Land habe noch nie «so eine rasant eskalierende Vernichtung von Menschen und Strukturen durch gezielte Angriffe auf Christen erlebt», sagte der IGFM-Afrikareferent Emmanuel Ogbunwezeh. Allein in den vergangenen zwei Jahren seien mehr als 3.000 Christen dem Terror zum Opfer gefallen. Hunderttausende hätten ihre Wohnungen verloren und seien auf der Flucht.

Auch wieder wohltuend offen und direkt. Keine relativistischen Scheuklappen, keine Fixierung auf mögliche „nicht-religiöse Motive“ der Täter. Wer sagt das jetzt nur dem Oberkirchenrat Michael Martin aus Bayern ? Zum Thema Iran wird bekannt:

 Im Fall des Iran forderte die IGFM die Bundesregierung und die Vereinten Nationen auf, angesichts des Konflikts um das Atomprogramm des Landes das Thema Menschenrechte nicht aus den Augen zu verlieren. Die Politik müsse deutlich gegen Christenverfolgungen protestieren. Stille Diplomatie habe im Iran ihr Ziel verfehlt. Die Menschenrechtsexperten verwiesen zudem auf Bestrebungen in Ägypten hin, die Amputationsstrafe einzuführen. Zwar sei ein entsprechender Antrag im Parlament am Dienstag abgewiesen worden. Dieser solle aber neu eingebracht werden.

Auch die Lage in Ägypten gibt nicht sehr viel Anlass zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Christen dort.

Die Lage in Ägypten ist derzeit nach Einschätzung des Pfarrers der koptisch-orthodoxen Gemeinde in Düsseldorf, Gewies Tawadros, von Gesetzlosigkeit und Willkür bestimmt. Es gebe nach dem Fall des Regimes Mubarak keine Kraft, die der Anarchie Einhalt gebiete. Als Beispiel nannte er die Verurteilung eines Priesters wegen angeblicher Verletzung von Bauvorschriften bei der Errichtung einer Kirche und die Haftstrafe gegen einen Lehrer, der das Verschleierungsgebot für Frauen gegenüber christlichen Mädchen nicht durchsetzen wollte. «Die Zeichen der Zeit für die Kopten in Ägypten stehen auf Untergang», so Tawadros.

Um auf die Verfolgung von Christen weltweit aufmerksam zu machen, will die IGFM nach ihren eigenen Angaben in diesem Jahr rund 100 Mahnwachen in deutschen Städten durchführen. Aktionen sollen unter anderem in allen Landeshauptstädten stattfinden.

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE MAHNWACHEN FÜR DIE VERFOLGTEN KIRCHEN, ZU DENEN DIE IGFM IN IHRER NÄHE AUFRUFEN WIRD ! AUS EIGENER ERFAHRUNG WEISS ICH, DASS ES DORT IMMER FRIEDLICH ZUGEHT UND MAN VIELE, ENGAGIERTE UND INTERESSANTE MENSCHEN DORT TRIFFT. SOBALD MIR EIN KONKRETER TERMIN BEKANNT WIRD, WERDE ICH IHN AUF DER TERMINE-SEITE VERÖFFENTLICHEN.

(Quelle: „IGfM“ vom 21. März 2012)

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