Deutschland: in Mainz wurde über die Verfolgung informiert !

Eine „große Koalition“ von Organisationen hatte für den 24. März 2012 in Mainz zur Information über die Christenverfolgung eingeladen. Unter dem Motto „Warum schweigt ihr ? – Kein Urlaubsort wo Christenmord.“ wurde in der Nähe der „Alten Universität“ auf den doppelten Miss-Stand aufmerksam gemacht.

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

Was ist der doppelte Miss-Stand ?  Es ist diese fatale Kombination aus den Taten als solchen, die schlimm, grausam und manchmal schier unfassbar sind und der teilweise gar nicht vorhandenen oder geradezu gefährlich relativistischen Resonanz in den Ländern, wo freier Informationsaustausch noch möglich ist. Als Beispiel dafür seien hier die Verhältnisse in Pakistan genannt, über die hierzulande in den Massenmedien praktisch gar nicht berichtet wird. Die kontinuierlichen Vergewaltigungen, Entführungen und Zwangskonversionen zum Islam von jungen, christlichen Frauen in diesem Land der „Verbündeten gegen den Terror“ sind hierzulande weder in den Medien noch in den Kirchen ein Thema. Ich selbst durfte mir üble „Hetzer-„Sprüche anhören, nachdem eine Halb-Pakistanische Frau aus meiner Kirchengemeinde nach einer Reise in dieses Land zurückkam und euphorisch bekannte, sie hätte auf einer Zugfahrt dort keinerlei Diskriminierung erfahren. (Hatte sie freiwillig ein Kopftuch angelegt ?) Ich selbst versuchte, ein paar gut recherchierte Fakten dagegenzusetzen hatte aber gegen den „Harmonie“-Mainstream keine Chance und werde seitdem gemobbt.

Aber auch die unfassbar angespannte Situation der Christen in Nigeria wird in unserem Land nur unzureichend wahrgenommen. Auch wenn rührige Organisationen wie „open doors“ immer  wieder Sprecher zu Konferenzen und öffentlichen Veranstaltungen einladen, die aus dem Lande stammen und so aus erster Hand über die Massaker und Bombenattente gegen Christen berichten, scheint es, als ob sich die angemessene Empörung über diese Zustände verflüchtigt, sobald die Veranstaltung vorüber ist. Die Nöte der Geschwister in den Bundesstaaten, wo sie von islamistischen Terroristen vertrieben werden sollen, dringen nicht in das Langzeitgedächtnis vieler Zuhörer ein und so ist es, als ob man immer wieder neu anfangen müsste, das Thema anzusprechen.

Vor allem die von keinerlei tiefergehender Sachkenntnis „angekränkelten“ Medien spielen in diesem Zusammenhang auch eine unerfreuliche Rolle. Sie relativieren die Taten der Christenverfolger, indem sie den Fokus auf die Täter und deren Motive legen. Ethnische, regionale, wirtschafltiche und soziale Konflikte werden dann schnell als vermeintliche Ursachen für das Leid unserer Geschwister ausgemacht. Wir aber, die den Sachverhalt von der Opferperspektive her betrachten, sehen viel schneller das „große Ganze“, den Zusammenhang zwischen vielen der Attentate und Vertreibungen, den Diskriminierungen und Ausgrenzungen von Christen.

Und hier setzt auch die Infoveranstaltung der Jungen Aramäischen Union in Verbindung mit der Bürgerrechtsbewegung „Pax Europa“, mit Unterstützung der koptischen Jugend und durch Unterstützung der von mir sehr geschätzen Hilfsorganisation „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ an. Die Grundfrage „Warum schweigt ihr ?“ ist die Schlüsselfrage, die sich unsere freie Gesellschaft und die sich meiner Ansicht nach vor allem unsere Kirchen stellen müssen. In Mainz wurden Passanten über sechs Stunden lang durch Infomaterialien und anschauliche Installationen über die wahre Lage der Kirchen in der Welt informiert. Auch wurden wieder Unterschriften für eine Petition zu Gunsten des im Iran inhaftierten Pastors Youcef Nadarkhani gesammelt.

Gerüchte sagen, sogar der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) wurde an den Ständen gesichtet und soll, so Augenzeugen, für die Freilassung Bruder Youcefs unterschrieben haben.
Diese „große Koalition“ von Politik, christlichen (Jugend-) Verbänden, Menschenrechtsorganisationen und Hilfsdiensten wie dem HMK e. V. ist notwendig und wichtig, um den leidenden und gequälten Christen die Aufmerksamkeit in Deutschland zu verschaffen, die es braucht, damit ihnen auch ein Strom der Hilfe zuteil werden kann. Erst informieren, dann beten, dann handeln ! Diese Reihenfolge muss eingehalten werden, damit sich jemals etwas ändern kann.
Wie oft habe ich gehört: „Das habe ich ja gar nicht gewusst.“ nachdem ich einen Flyer verteilt oder auf eine Nachricht im Netz aufmerksam gemacht hatte. Die Medien versagen, weil das Christentum von ihnen nur noch als Negativ-Schlagzeile akzeptiert wird. Antikirchliche Propaganda wird lieber befördert, als die Wahrheit. Dies müssen wir im Hinterkopf behalten und diese gewollten Informationslücken eben selbst füllen. Der „HMK e. V.“ und „open doors“ helfen uns dabei mit ihren Infomaterialien. Deshalb, und weil der HMK e. V. ein Unterstützer der Aktion von Mainz war, weise ich hier noch einmal auf dessen Inernet-Präsenz hin, auf der u. a. auch das Magazin „Stimme der Märtyrer“ bezogen werden kann, mit der man seine Mitchristen aufklären kann über die Not der Kirchen.

http://www.verfolgte-christen.org/

Ich empfehle, sich dort einmal umzuschauen. Nun noch ein WICHTIGER TERMINHINWEIS:

  • Samstag, den 31. März 2012, Wiesbaden, Mauritiusplatz, nahe des Landtages, 10.00 – 16.00 Uhr:
    Unter dem gleichen Motto wie in Mainz wird die JUNGE ARAMÄISCHE UNION mit Unterstützung der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ dort eine weitere Mahnwache abhalten ! Ich bitte noch einmal alle Leser, denen das möglich sein wird, daran teilzunehmen !
  • Link: http://ayunion.wordpress.com/

BITTE BETEN SIE FÜR MEHR VERANSTALTUNGEN WIE DIESE IN MAINZ. BETEN SIE DAFÜR, DASS ALLE KRÄFTE UND ORGANISATIONEN, DENEN DIE LEIDEN DER KIRCHEN NAHEGEHEN, IHRE ENERGIEN BÜNDELN UND SICH ÜBERALL IM LAND, IN ALLEN BUNDESLÄNDERN UND STÄDTEN ZUSAMMENTUN, UM DEN ERSTEN SCHRITT ZU TUN UND VIELE MENSCHEN ZU SENSIBILISIEREN FÜR DAS THEMA DER CHRISTENVERFOLGUNG.

(Quelle: „Junge, Aramäische Union“)

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2 Gedanken zu “Deutschland: in Mainz wurde über die Verfolgung informiert !

  1. Pingback: Mainz: Kurt Beck am Infostand von Junge Aramäische Union und Pax-Europa « JUNGE ARAMÄISCHE UNION

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