Syrien: Bombenanschlag in Aleppo

Am 18. März 2012 gab es im Christenviertel der syrischen Stadt Aleppo einen Autombenanschlag, dem der syrisch-orthodoxe Metropolit Gregorios nur knapp entging.

Die Explosion erfolgte nur ca. 300 Meter von der syrisch-orthodoxen Kathedrale von Aleppo. Der Metropolit Gregorios Yohanna Ibrahim befand sich gerade selbst in einem Fahrzeug und berichtet davon, dass die Wucht der Detonation seinen Wagen vom Boden hob und von seinem Weg abbrachte. „Für einen Moment war ich bewusstlos.“ berichtet der Geistliche. Doch nicht alle Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon.

Drei Menschen wurden durch das Attentat getötet und dreissig Personen schwer verletzt. Es war bereits der zweite Anschlag innerhalb weniger Wochen im Christen-Stadtteil Aleppos. Der Metropolit sieht darin eine Bestätigung der These, dass sich der Terror in Syrien auch gegen die wehrlosen christlichen Gemeinschaften im Land richte. Die katholische Nachrichtenseite „kath.net“ berichtet folgendes:

 Auch in Damaskus hätten sich Bombenanschläge in christlich geprägten Vierteln ereignet. Man müsse ebenso daran erinnern, dass Homs – einst eine christliche Hochburg und ein Patriarchensitz – heute in Schutt und Asche liege und von seinen christlichen Einwohnern nahezu verlassen sei. In Homs hätten 120 Opfer des Terrors den Tod gefunden, Hunderte seien schwer verletzt worden.

Hätten wir das gewusst, wenn wir uns nur auf die offensichtlich am Leid der Christen in Syrien und dem gesamten Nahen Osten desinteressierten, deutschen „Qualitäts-“ Massenmedien verlassen hätten ? Schon vor Wochen habe ich über die wahre Lage in Syrien berichtet und versucht, den Konflikt auf seinen wirklichen Hintergrund zu reduzieren. Es ist interessant, dass jetzt auch aus dem Land ähnliche Stimmen zu hören sind, denn Gregorios Yohanna lässt auch folgendes verlauten (wieder nach „kath.net“):

 Andererseits hätten die Christen mit der Welle des radikalen Islamismus zu kämpfen. Auf einmal werde Stimmen von Fundamentalisten und Extremisten, „vor allem aus Saudi-Arabien“, breiter Raum gegeben. Salafisten und Wahabiten stellten eine Gefahr für die Koexistenz von Christen und Muslimen im Nahen Osten dar, so der Metropolit. Die Propaganda dieser Gruppen behindere die Entwicklung einer Kultur der Toleranz, der friedlichen Koexistenz, der Religionsfreiheit, des Pluralismus, der Demokratie und der überfälligen Reformen.

Haben wir solche Wahrheiten schon einmal in ARD, ZDF, der „Süddeutschen“ o. ä. gehört ? Selbst konservative Blätter wie die Springersche „Welt“ sind sehr vorsichtig in ihrer Berichterstattung und fallen auf die Manipulationen herein.

BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS CHRISTEN IN SYRIEN WIEDER EINE SICHERE HEIMAT HABEN WERDEN. BETEN SIE AUCH FÜR DIE UMKEHR DER TÄTER, DAMIT SIE IHRE SCHULD ERKENNEN UND IN CHRISTUS FRIEDEN FINDEN WERDEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 23. März 2012)

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