Deutschland: die Kälte und Dekadenz in unseren Kirchen

Sehen Sie, liebe Leser, seit Dezember 2010 versucht der BGVK bei seinen Lesern, im Gespräch mit Christen unserer Stadt und durch die Teilnahme an Aktionen, die sich für die Geschwister unter Verfolgungdruck stark machen, die Aufmerksamkeit der Christen in dieser Stadt und in diesem Land auf das Leid der verfolgten Kirchen aufmerksam zu machen.

Stift zu Kommentaren.

Kommentar

Lange habe ich mich darüber gewundert, warum man mit diesem Anliegen nicht „offene Türen“ einrennt und von Gemeinden und Geschwistern in diesem Land mit offenen Armen und voller Respekt willkommen geheissen wird. Ich wollte meine ganz individuellen Erfahrungen in dieser Hinsicht nicht mehr verallgemeinern und habe seit Monaten auf die von mir bereits „berüchtigte“ Kirchen- und Klerikerschelte verzichtet. Einen weiteren Keil zwischen die Gläubigen in unserem Land zu treiben, wollte ich mir nicht vorwerfen lassen.

Nun hat aber ein gewisser „Oberkirchenrat Michael Martin“ aus Bayern doch geradezu um einen „bösen Kommentar“ gebettelt und soll ihn nun auch bekommen. Auch meine Geduld hat Grenzen:

Unlängst, auf der Landessynode der EKD-Bayern am 20. März 2012, hatte sich dieser vom Herrn verlassene „Gottesmann“ zu Aussagen hinreissen lassen, die in ihrer Zielrichtung vorsichtig gesagt „gefährlich“ in ihrem schnoddrig-arroganten Ton geradezu widerlich sind. Der gute Mann hatte sich über das Thema dieses Blogs, die weltweite Christenverfolgung, ausgelassen und dabei weder die ganz natürliche Empathie für die Opfer noch gar innerchristliche Solidarität erkennen lassen. Seine Grundthese, dass nicht alle gegen Christen gerichteten Aktionen als „Christenverfolgung“ bezreichnet werden dürften, untermauert er mit der unfassbaren Aussage:

 Wenn Nokia-Siemens in Deutschland 3.000 Menschen entlässt, von denen vermutlich die Mehrheit Christen sind, dann handelt es sich dabei nicht um Bedrängung von Christen.

Muss ich Ihnen, liebe Leser, denen ich eine weitaus profundere Kenntnis der Materie „Christenverfolgung“ ganz selbstverständlich unterstelle, wirklich erklären, dass hier in ausgesprochen zweifelhafter Absicht „Äpfel mit Birnen“ verglichen werden ?

Gehen wir an die Substanz: Weltweit werden Christen als Ziele für Gewalt, Vertreibung, religiöse „Säuberungen“ und Morde ausgesucht, WEIL SIE SICH ZUR NACHFOLGE CHRISTI BEKENNEN.
Herr Martin, Sie versuchen, Christenverfolgung durch die Motive der Täter zu erklären und sehen so bspw. in den widerlichen Malatya – Morden in der Türkei von  2007 eine Verschwörung nationalistisch-türkischer Kreise und damit ein „Politikum“. Sehen Sie, Herr Oberdings (tut mir leid, wer Dinge sagt, wie Sie verdient keinen Respekt vor seinem Amt) das ausschlaggebende Element in der Bewertung der Vorkommnisse ist nicht die Motivation der Täter ! Diese können sowohl Atheisten, Nationalisten, Hindus, Muslime, u.v.m. sein. Wollen Sie uns ernsthaft weissmachen, dass ein in Laos aus dem Dorf verjagter Christ nicht unter Christenverfolgung leidet, weil seine Verfolger Kommunisten sind und mit ihren Handlungen keine religiösen Absichten verbinden können ? (Über die Tatsache, dass der Kommunismus eine eigene Pseudo-Religion mit Heiligen und Ritualen ist, will ich an dieser Stelle nicht weiter philosophieren, das führte zu weit.)

Nein Herr Martin, dies hiesse, den Opfern die Verantwortung für ihre Verfolgung aufzubürden. Es mag sein, dass viele, die sich ernsthaft mit dieser Materie befassen, irgendwann so eine Art „professionelle Blindheit“ entwickeln und auf Nachrichten aus der Welt auf ungewöhnlich sensibel reagieren. Wer sich regelmässig mit dem Leid von Menschen befasst, braucht eben großes Gottvertrauen, um damit klarzukommen und nicht jeden irgendwo verhafteten Bruder als Opfer eines gezielten Angriffes zu sehen.

Ich selbst habe meinen eigenen Standard, der allerdings nicht von allen Monitorgruppen der Christenverfolgung genauso gehandhabt wird: Ich berichte nie über Christen, die juristisch belangt werden, wenn davon auszugehen ist, dass sie tatsächlich gegen sinnvolle (Straf-) Gesetze ihres Landes verstossen haben. Wer einfach nur staatlichen Massnahmen ausgesetzt ist, die auch in Deutschland oder dem Rest der westlichen Welt greifen würden, bekommt hier keinen Artikel. Ebenso berichte ich niemals über weltweite Konflikte, die ganz offensichtlich nicht zu weiten Teilen auf dem Rücken von Christen ausgetragen werden. Als Beispiel dafür seien die inneren Konflikte von Myanmar genannt, die mir erst einen Artikel wert waren, nachdem sich herausstellte, dass die im Kampf mit der Militärdiktatur befindlichen, ethnischen Minderheiten, zu einem großen Teil christianisiert waren.

Aber zurück zu Herrn Michael Martin aus dem Land der Lederhosen: explizit erwähnte er die von mir und allen Christen, deren Herz für die Geschwister in ärgster Verfolgungsnot brennt, geschätzte Hilfs- und Monitororganisation „open doors“ und warf ihr vor, die bereits erwähnten Malatya-Morde (ein deutscher Missionar und zwei türkische Christen wurden stundenlang bestialisch gefoltert und ermordet) unter der Rubrik „Christenverfolgung“ einzuordnen, während sie doch politisch motiviert seien. Auf die Unhaltbarkeit dieser Thesen und ihr völlig verdrehtes Denkmuster, das nicht von Opfern, sondern den Tätern ausgeht, bin ich schon eingegangen. Nun sei hier abschließend festgestellt, dass die Opfer dieser und aller anderen Massaker (laut dem OSZE-Beobachter Massimo Introvigne wird ALLE FÜNF MINUTEN auf diesem Planet ein Christ um seines Glaubens Willen getötet) eben gezielt ausgesucht wurden, weil sie, wie auch Sie, Herr Michael Martin, Anhänger Christi sind. DAS IST DAS KRITERIUM FÜR CHRISTENVERFOLGUNG UND NICHT DIE ABSICHTEN DER TÄTER, DIE UNS  ALS GLÄUBIGE AUCH NICHT KÜMMERN MÜSSEN. Gewalt, Vertreibung und Ermordung von Christen SIND ANGEWANDTE VERFOLGUNG, ganz gleich, wo und warum sie passieren, Herr Michael Martin ! Wenn Sie dies nicht verstehen, sollten sie vielleicht einen anderen Beruf ausüben und ganz sicher ihren Glauben wechseln.

Sie, Herr Michael Martin, müssen sich die Frage gefallen lassen, welche Absichten Sie damit verfolgen, die anschwellende und in geradezu schrecklicher Art und Weise „boomende“ Christenverfolgung auf diesem Planeten relativieren zu wollen. Welcher Geist steht hinter solchen Aussagen, wie der oben zitierten ? Mir wird Angst und Bange um eine solche „Kirche“. Aber vielleicht gibt es ja auch Gegenstimmen … ? Ich warte…. !

Ich beende diesen Beitrag mit dem Besten, was man lesen kann, Auszügen aus dem Wort Gottes:

Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie wie für euch selbst. Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden. Leidet mit ihnen, denn es kann euch jederzeit genauso ergehen.
(Hebräer 13, 3 Hoffnung für Alle)

Hört nie auf, zu bitten und zu beten! Gottes Geist wird euch dabei leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.
(Epheser 6, 18)

Bedenket die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlafe.“
(Römer 13, 11)

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BITTE BETEN SIE FÜR EINE UMKEHR DER VERWELTLICHTEN UND VOM GEIST GOTTES VERLASSENEN KLERIKER IN DER EKD UND IN ANDEREN KIRCHEN. DA BEI GOTT NICHTS UNMÖGLICH IST, KÖNNEN AUCH SIE IHRE AUGEN UND IHRE HERZEN ÖFFNEN UND ZUR INNERCHRISTLICHEN SOLIDARITÄT ZURÜCKFINDEN.

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(Quelle: „via-dolorosa“ vom 23. März 2012 und „Kopten ohne Grenzen“ vom 23. März 2012)

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Ein Gedanke zu “Deutschland: die Kälte und Dekadenz in unseren Kirchen

  1. Das ist hart!

    Wie „Brüder“ oftmals „Mitleiden“……. Natürlich habe ich oft selber manchmal Probleme die Art wie meine/unsere Geschwister verfolgt werden.
    Wen von hier oder HMK oder Open doors News mich Erreichen ist mir oft schon ein „Das kann ich mir nicht vorstellen, das Menschen uns Christen so was antun“ gekommen.

    Auch wen es normal ist in Medien zu übertreiben….hier ist es ganz real. Das macht mir oft Angst. (ich habe tatsächlich Angst wen z.b ein Moslemischer Taxifahrer mich fährt das er aus Fundamentsgründen des Korans das Messer zucken muß ! da es ja so befohlen wird in Suren des Korans gegen Ungläubige und Christen)
    Wie lange leben wir hier noch frei? Wen infos von PI Stimmen, sind ja heute schon bei uns die Moslems unbescholten „Aktiv“.

    Fazit: Wer nicht Wiedergeboren ist und mit Jesus lebt wird auch in Zukunft die „Christenverfolgung“ als „Übertreibung“ oder „fälschlicherweise meinen das wäre eine Christenverfolgung“.

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