Saudi-Arabien: Großmufti ruft zur Zerstörung aller Kirchen auf.

Wie immer von den „westlichen“ Massenmedien unreflektiert, rief am Montag, den 12. März 2012, der Großmufti von Saudi-Arabien zur Zerstörung aller Kirchen der Region auf. 

Eine Reisedelegation aus Kuwait, wo vor wenigen Wochen ein Parlamentarier die Zerstörung von Kirchen gefordert hatte, befand sich unlängst auf Besuch im wahhabitischen Königreich Saudi-Arabien und bat im Rahmen ihrer Reise auch den Großmufti, Scheich Abdul-Asis bin Abdullah, um ein Gutachten (eine sog. „Fatwa“) zu diesem Thema. Nun ist dieser Herr bin Abdullah nicht irgendein beliebiger Provinz-Seelsorger sondern die vermeintlich höchste, geistliche Autorität in Saudi-Arabien, dem Land, aus dem der Islam hervorging und in dem sich mit Mekka und Medina seine wichtigsten, geistlichen Orientierungszentren befinden.

Arabische Quellen haben nun verlautbaren lassen (in Englisch traut man sich solche Offenheit natürlich noch nicht, da man ja „interreligiöse Dialoge“ und politischen Einfluss nicht durch eine allzu breite Weltöffentlichkeit gefährden will), dass dieser Scheich Abdul-Asis bin Abdullah nun auf die entsprechende Anfrage geantwortet habe. Arabisch-Kundige Beobachter wie der ägyptisch-stämmige Analytiker Raymond Ibrahim zitieren die Fatwa des Muftis folgendermaßen:

Er erklärte die Notwendigkeit, dass alle Kirchen in der Region abgerissen werden müssen. (Die Region ist die arabische Halbinsel mit ihren diversen Staaten)  Im Bezug auf Kuwait betonte er, dass es auf der arabischen Halbinsel läge und infolgedessen alle dortigen Kirchen zerstört werden müssten.

In diesem „Gutachten“ berufe der Großmufti sich auf einige weit verbreitete „Hadithen“, also Erzählungen aus dem Leben des „Propheten“ Mohammed, die eine der Grundlagen islamischer Rechtspraxis, der sog. „Scharia“ sind. Angeblich solle Mohammed darin auf dem Sterbebett erklärt haben, dass es in Arabien keine zwei Relgionen gleichzeitig geben dürfe. So absurd solche Dinge sich für „westliche“ Ohren anhören mögen, so perfekt erklären sie doch viele Vorgänge in Saudi-Arabien und viele Berichte, die uns von dort erreichen.

Nun höre ich bereits wieder die Kirchengemeinden singen: „Aber in den USA gibt es doch diesen Pastor Terry Jones, der immer den Koran abfackelt. Der ist doch auch schlimm….“ Ja, da will ich gar nicht gegen argumentieren. Bücherverbrennungen lehne ich als Deutscher aus naheliegenden Gründen kategorisch ab. Ob der Koran, die Bibel oder das Bhagavadgita brennen, ist mir dabei recht gleichgültig. Nur muss man hier die Relation im Auge behalten. Terry Jones Aktionen werden in der Kirchenwelt als „nicht relevant“ weitgehend ignoriert. Eine Fatwa des Großmufti von Saudi-Arabien hat aber unter sunnitischen Muslimen einiges an Gewicht, weil ihr Autor eben kein skurriler Aussenseiter ist, wie Reverend Jones. Dies ist der entscheidende Unterschied. Nebenbei ist die Fatwa des Muftis ohnehin besonders denkwürdig, da es in seinem eigenen Land ohnehin keine Kirchenbauten gibt.

Wo bleibt also der multimediale Aufschrei ? Nun…? Ich höre noch immer nichts …. . Ja, wie zu erwarten, bleibt  er aus. Selbst in unserer von hysterischen Medienkampagnen dominierten Öffentlichkeit gibt es mehr als ein Thema, das keinen der medialen und politischen „Dauer-Empörten“ hinter dem Ofen hervorlockt. Traurig, denn oft sind es gerade diese Themen, die als „Menetekel“ unsere Zukunft in Europa an die Wand skizzieren.

BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS SICH IN SAUDI-ARABIEN EINE MÄCHTIGE, UNAUFHALTSAME ERWECKUNGSBEWEGUNG BILDET, DAMIT VIELE SEELEN, DIE NOCH NIE DIE CHANCE HATTEN, DASS EVANGELIUM ZU HÖREN, ERREICHT WERDEN KÖNNEN.

In diesem Zusammenhang, siehe auch den Artikel:

 https://gebetskreis.wordpress.com/2012/03/11/saudi-arabienusa-gebetsbewegung-fur-die-gute-nachricht/

(Quelle: „Raymond Ibrahim“ vom 14. März 2012)

Advertisements

3 Gedanken zu “Saudi-Arabien: Großmufti ruft zur Zerstörung aller Kirchen auf.

  1. Pingback: Christen sind ohnmächtig! « kopten ohne grenzen

  2. Im Grunde genommen ist die westliche Welt paralisiert gegenüber den mittelalaterlichen Denkschemen der Vertreter des islams, diese befinden sich immer noch im 8. Jahrhundert AD und es hat sich seitdem wenig geistig und kulturell weiter bewegt. Es ist ihnen nicht bewußt das der islam eine vor allem vn Männern gestaltete Angelegenheit ist. Es kommt von keinen Gott schon eher vom Widersacher, dem Vater der Lügen.

    Aber Religion hat so viele Facetten und ist als ein Gesamtkunstwerk zu betrachten, ich meine alle Religionen, auch die Polytheitsischen. Und allen wahren Religionen ist gemeinsam das Primat der Gewaltlosigkeit, der Liebe und die Werke des Guten zu vollbringen.
    Das ist auch ein Merkmal von Hinduisten und Buddhisten, auch Jesu hat diesen Aspekte gelehrt, manchmal wohl auch etwas mißverstanden. Gewaltlosigkeit bedeutet nicht, keinen Widerstand entgegenzusetzen oder berechtigte Kritik zu üben. Nein es ist sogar eine heilige Pflicht die Wahrheit zu erkennen und zu verbreiten.

    Jesu heißt wirklich im Hebräischen Heilung, Rettung so wäre es im Sinne von Jeshua Messiah nämlich für die Heilung und Rettung zu sorgen. Den Namen Jesu anzurufen bedeutet um Heilung und Rettung zu bitten.

  3. Pingback: Christen in Syrien unter Beschuß « kopten ohne grenzen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s