Afghanistan/Gesichter der Verfolgten: Wie geht es Said Musa heute ?

Erinnern Sie sich noch, liebe Leser, an den Fall des afghanischen Christen Said Musa ? Wir haben im letzten Jahr zum Gebet und zur Unterstützung für den unschuldig im afghanischen Gefängnis sitzenden Bruder aufgerufen.

 https://gebetskreis.wordpress.com/2011/02/05/afghanistan-inhaftierter-christ-fleht-um-hilfe/

 https://gebetskreis.wordpress.com/2011/02/25/afghanistan-said-musa-ist-frei/

Said Musa

Im Februar 2011 konnten wir dann über die Freilassung Said Musas berichten, nachdem Diplomaten aus Italien und den USA sich für den Mann eingesetzt hatten, den kein Anwalt vertreten wollte, weil er seinen Glauben nicht verleugnen wollte. Ausgiebig wurde Gott für seine Befreiung gedankt. Der unterschenkelamputierte Bruder hatte im Gefängnis die Hölle erlebt. So heisst es auf der „open doors“ – Website:

Nahezu neun Monate war Said Musa gefangen. Bewegt von seinem Schicksal, setzten sich viele Christen auf der ganzen Welt für den damals 46-jährigen Vater von sechs Kindern ein.

Sechzehn Jahre lang hatte Said Musa, dem bei einer Minenexplosion ein Bein zerfetzt wurde, für das Rote Kreuz in Afghanistans Hauptstadt Kabul gearbeitet. Er half anderen Opfern der Gewalt, mit ihrem Schicksal klarzukommen und half bei der Erstellung und Anpassung von Prothesen. Vor neun Jahren gelangte er zur Erkenntnis der Wahrheit des Evangeliums und wurde zu einem Nachfolger Christi. Er begann, mit anderen „Untergrundchristen“ in Kabul Treffen abzuhalten. Aber in einem Land, in dem der „Abfall vom Islam“ (Apostasie) noch immer offiziell mit der Todesstrafe bedroht wird, lebten sie in Gefahr.

Nachdem im afghanischen Fernsehen eine Hetzkampagne gegen Christen angelaufen war, wurde das Klima noch feindseliger und Said Musa im Mai 2010 als „Apostat“ verhaftet. Die Zustände im Gefängnis waren übel und er fühlte sich wie ein „Schaf unter den Wölfen“. Zunächst konnte er immerhin in ein anderes Gefängnis verlegt werden, schließlich kam er auf diplomatischen Druck frei.

Wie geht es ihm jetzt, über ein Jahr in Freiheit ? „Open doors“ erinnert an den Fall und berichtet über das Leben der Familie heute. Die Familie Said Musas, also er selbst, seine Frau und seine sechsköpfige Kinderschar, leben heute im Ausland. In welchem Land wird aus Sicherheitsgründen nicht gesagt, denn als „Apostat“ vom Islam droht ihm bis heute die Todesstrafe, die nach der Scharia von jedem Muslim straffrei vollstreckt werden darf. „Open doors“:

 Heute lebt die achtköpfige Familie in einer kleinen Wohnung in einem anderen Land. Die Kinder gehen zur Schule; eines ist behindert und besucht eine Sonderschule. Die Musas haben sich einer Kirchengemeinde angeschlossen, wo die Glaubensgeschwister sie sehr unterstützen. Doch die schrecklichen Erlebnisse haben tiefe Spuren nicht nur bei Said Musa, sondern auch bei seiner Frau und den Kindern hinterlassen. Zudem macht ihnen das Leben in einer fremdartigen Kultur, die fehlenden Sprachkenntnisse und die Arbeitslosigkeit zu schaffen. Sie vermissen ihre Heimat, den vertrauten Alltag und Verwandte und Freunde. Doch der Familienvater gibt nicht auf. Ermutigt habe ihn auch die Solidarität vieler Christen, so Musa: „Ich sehne mich nach einer Arbeit und wieder Teil eines christlichen Dienstes zu sein.“ Er würde gern anderen Flüchtlingen, die seine Sprache sprechen, von der Liebe Jesu erzählen.

Das christliche Hilfswerk bittet auch darum, ermutigende, solidarische Nachrichten an die Familie zu schreiben.  Über „open doors“ können ermutigende Bibelverse, solidarische Gebete und aufbauende Zeilen in Englisch oder Dari an Said Musa weitergeleitet werden. Bitte achten Sie dabei auf die folgenden Regeln:

  • Geben Sie dabei nur Ihren Namen und Ihre Nationalität an, keine Postanschrift !
  • Erwähnen Sie „open doors“ dabei nicht, da dies die Arbeit des Hilfswerkes gefährden könnte !
  • Fügen Sie kein Geld bei !
  • Bitte üben Sie keine offene Kritik am Islam !

So schwer vor allem der letzte Punkt fallen mag, bitte halten Sie sich daran, wenn Sie diesen schwer geplagten, aber im Geiste immer noch aufrechten Bruder und seine Familie ermutigen wollen ! Er hat alles hinter sich gelassen, sein Land, seine „Großfamilie“, seine Brüder und Schwestern in Kabul, seine Sprache und Kultur und alle sonstigen Bindungen, weil er ein Knecht Christi geworden ist. Wer von uns würde solch ein Opfer bringen ? Prüfen Sie sich selbst und dann zeigen Sie bitte, bitte Solidarität mit Bruder Said Musa ! Exil ist kein Zuckerschlecken, auch wenn zu Hause nur der Tod wartet.

Die Aktion ist bis zum 12. Oktober 2012 befristet. Die Kontaktadresse lautet:

Said Musa und seine Familie
c/o Open Doors
Postfach 1142
65761 Kelkheim

ICH BITTE SIE HEUTE VON HERZEN, SCHREIBEN SIE DER FAMILIE VON SAID MUSA UND ZEIGEN SIE, DASS CHRISTEN ZUSAMMENHALTEN UND EINANDER NICHT IM STICH LASSEN.

(Quelle: „open doors“)

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