Nigeria: weiteres Bombenattentat auf eine Kirche

Am Sonntag, den 11. März 2012, wurde in der zentralnigerianischen Stadt Jos ein Autobomben-Attentat auf die dortige „St.Finbar“-Kirche durchgeführt. 

Karte von Nigeria.

Nigeria

Während der letzten Messe des Tages fuhr vor dem katholischen Gotteshaus ein verdächtiges Fahrzeug vor. Der leider in allen, nigerianischen Kirchen notwendig gewordene Sicherheitsdienst stoppte den Wagen. Während der darauf folgenden, verbalen Auseinandersetzung zündete der Attentäter die Bombe. Die darauf folgende Explosion tötete 10 Menschen unmittelbar und beschädigte das Dach und die Fenster der Kirche sowie einen Teil der Schutzmauer um das Gelände.

Keine Gruppierung hat im Anschluss daran die sofortige Verantwortung für dieses Attentat übernommen. Aber da die permanente Drohung der  ”Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (ehemals “Boko Haram”) gegen Christen stehen ja seit Wochen im Raum. Zum Jahreswechsel hatte diese islamische Terrorgruppe den Christen in Nord-Nigeria eine „Frist“ zum Auswander gegeben, vor kurzem hatte dann die Gruppe im Interview mit einer ägyptischen Zeitung den Christen im Lande den Krieg erklärt. Wie ich es bereits einmal geschrieben habe: es ist wie bei „Biedermann und den Brandstiftern“. Die Brandstifter erklären der Zivilisation den Krieg und handeln auch danach, ganz gleich, wie wir darauf reagieren oder ob wir es überhaupt tun. Sollen wir nicht anfangen, eine „Feuerwehr“ aus Beobachtern und Sicherheitskräften zu bilden, damit dem Wahnsinn ein Ende gemacht werden kann ?

In Jos und dem umliegenden Bundesstaat „Plateau“ sind laut „Human Rights Watch“ alleine im Jahre 2010 ca. 1000 Menschen während religiös motivierter Gewaltakte getötet worden. Erst am Donnerstag, den 08. März 2012 war ein Befreiungsversuch nigerianischer und britischer Truppen gescheitert, der zwei ausländische Geiseln (ein Italiener und ein Brite)  aus den Händen der Ex-Boko- Haram befreien sollte. Das zeigt nicht nur die exzellente Vernetzung dieser Terroristen mit den einheimischen Sicherheitsbehörden sondern auch die extreme Gewaltbereitschaft der Gruppe, die jetzt auch vor Ausländern nicht mehr zurückschreckt. Sollte das den Regierungen in London und Rom (und Berlin und Washington, Paris, Madrid, Wien, Warschau, Moskau …) nicht langsam zu denken geben ?

BITTE BETEN SIE FÜR DIE ANGEHÖRIGEN DER OPFER DIESES JÜNGSTEN, ABSCHEULICHEN TERRORANGRIFFES. BITTEN SIE GOTT DARUM, DASS ER SIE STÄRKT UND IHNEN TROST ZUKOMMEN LÄSST.

(Quelle: „cns news.com“ vom 11. März 2012)

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