Syrien: Christen als „Einnahmequelle“ wiederentdeckt

Nun ist es ja in der islamischen Welt nichts Neues, dass Christen als „Buchbesitzer“ einen besonderen Status haben. Eben den von „schutzbedürftigen, zweitklassigen“ Menschen, denen man ruhig mal eine Steuer auferlegen darf, damit man sie nicht umbringt. In Mafia-Kreisen nennt man so etwas „Schutzgeld“. 

Diese sog. „Djizijah“, eine Kopfsteuer auf alle monotheistischen Nichtmuslime in islamischen Ländern, gab es z. Bsp. in Ägypten noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts und die jetzt mit „demokratischen“ Mehrheiten ausgestatteten Muslimbrüder und Salafisten in diesem Land diskutieren bereits über ihre Wiedereinführung. Warum erwähne ich das überhaupt ? Weil es die Einstellung der Muslime zu den wichtigen, monotheistischen Religionen beschreibt. Oder einfacher gesagt: Christen und Juden sind bestenfalls eine willkommene Einnahmequelle, schlimmstenfalls Opfer von Diebstahl, Raub und Kidnapping.

Syrien

So, wie es der „Barnabas Fund“ jetzt aus Syrien berichtet. Wir hören es alle in den Weltnachrichten: die „guten, demokratischen, freiheitsliebenden“ Rebellen bekämpfen dort ein „antiquiertes, brutales, menschenverachtendes“ Regime unter Präsident Baschar al-Assad. Eine schönes, bequemes, einfaches Freund-Feind-Schema. Ich schrieb in einem anderen Artikel einmal, dass es so richtig „Hollywood“-like ist, weil wir auch von der Film-Fabrik lange unsere Freund-Feind-Bilder so einfach geliefert bekamen. Leider ist dieses Schema auf Syrien nciht anwendbar, wenn man etwas genauer hinschaut. Dazu habe ich bereits einiges geschrieben, bitte schauen Sie in der Rubrik „Syrien“ selbst einmal nach.

Nun berichtet der Barnabas Fund davon, dass die Christen Syriens, deren Gemeinden zu den ältesten der Welt zählen müssen, da schon der Apostel Paulus nach Antiochia und Damaskus reiste, immer stärker zwischen die Fronten der Aufständischen und der Regierung geraten. Allein in der umkämpften Stadt Homs und Umgebung sollen ca. 100.000 Christen davon betroffen sein. Der BF schreibt ebenfalls von bislang mehr als 200 Toten, die der Leib Christi in dieser Region inzwischen zu beklagen hat.

Was dem Ganzen aber auch noch die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, dass die Christen in Homs und anderen Teilen Syriens, die sich in Rebellion zum Regime befinden, jetzt als Einnahmequelle für die „Freie Syrische Armee“ der Aufständler herhalten müssen. BF berichtet davon, dass Christen bevorzugte Opfer von Kidnapping durch den Rebellen nahestende Gruppierungen und vermutlich auch durch simple Gewaltverbrecher geworden sind. Das alles klingt für ägyptische Kopten sicher sehr bekannt, wie ich an dieser Stelle warnend anmerken möchte. In Syrien werden, ähnlich wie in den ersten Nach-Saddam-Jahren auch im Irak, jetzt Christen entführt, ihre Familien mit massiven Lösegeldforderungen bombardiert, die sie kaum erfüllen können und nicht selten findet man dann kurze Zeit später nur noch die Leichen der Entführten.

Wer mir nicht glauben mag, kann den Artikel des Barnabas Fund unter dem unten gelisteten Link nachlesen (Englisch) oder der mag sich bei koptischen oder irakischen Christen mal über deren wahre Lebensumstände informieren. Das Schlimme ist, dass die irakischen Christen, die sich unter Einsatz ihres Lebens oftmals als mehr oder minder tolerierte Flüchtlinge nach Syrien durchgeschlagen haben, nun vom „Regen in die Traufe“ gekommen sind. Dies berichten unsere Massenmedien aber nicht.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN SYRIEN. BETEN SIE DARUM, DASS GOTT IHNEN TÜREN IN EINE AKZEPTABLE ZUKUNFT ÖFFNEN MÖGE.

(Quelle: „barnabas fund“ vom 16. Februar 2012)

 

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