Malediven: Christen leben in Angst

Die Malediven waren bislang in unseren Landen nur als Urlaubsparadies bekannt. Nur die Mitarbeiter von „open doors“ wissen es seit Längerem besser: die Malediven tauchen mittlerweile auf Platz 6 ihres Weltverfolgungsindexes auf. 

die Malediven

In einem Interview mit „kath.net“ hat open doors Mitarbeiter Daniel Gerber nun einige Fakten auf den Tisch gelegt, die unsere Medien und Kirchen nur gar zu gerne ignorieren. Auf die Stimmungslage auf dem vermeintlichen Edel-Ferienparadies angesprochen gab Herr Gerber folgendes zu Protokoll:

Die maledivische Regierung sieht sich als Beschützerin und Verteidigerin des Islams, selbst wenn es sich um Ausländer handelt. So wurde im September ein indischer Lehrer verhaftet und ausgewiesen. Dem 30jährigen Shijo Kokkattu, katholischer Christ und Lehrer an der Raafainu-Schule auf dem Raa-Atoll, wurde vorgeworfen, er predige Muslimen seinen christlichen Glauben. Kokkattu arbeitete seit zwei Jahren an der Schule, deren Direktor ihn als «sehr guten Lehrer» bezeichnete. Versehentlich hatte Kokkattu einige christliche Lieder in einem indischen Dialekt sowie ein Marienbild auf den Schulcomputer hochgeladen. Kollegen hatten ihn daraufhin angezeigt.

Und weiter:

Die wenigen einheimischen Christen leben in einem Klima der Angst. Sie leben ihren Glauben geheim, zu Gottesdiensten können sie sich nicht versammeln, geschweige denn eine Kirche eröffnen. Die starke soziale Überwachung jedes Einzelnen in diesem kleinen Inselstaat ist engmaschig.

Ausländer dürfen ihre Religion privat praktizieren, allerdings ist es ihnen verboten, dazu Einheimische einzuladen. Die Bibel und andere christliche Literatur dürfen nicht eingeführt werden, einzig Ausländern wird ein Exemplar für den Eigenbedarf zugestanden.

Seien wir einmal ehrlich: hätten wir das gewusst ? Nun ja, die Leser des BGVK-Blogs vielleicht schon, aber wer in Ihrer Kirchengemeinde, in Ihrem Hauskreis oder sonstigen, christlichen Bezugsrahmen wusste bislang davon ? Wie oft hören wir nicht das stolze „wir konnten auf den Malediven Urlaub machen“ auch von christlichen Freunden ? Nun, selbst, wenn ich es mir leisten könnte, in diesem antichristlichen Verfolgerstaat würde ich keinen, einzigen Cent ausgeben ! Dazu sagt Daniel Gerber:

Gerade die reichen Führer der teils islamistischen Opposition verdienen an ihren Hotels sehr gut, so dass sie – entgegen ihrer Basis – dagegen waren, die Wellness-Bereiche ihrer Hotels zu schließen. Und nach rund einer Woche waren diese auch wieder offen. Der große Teil der Malediver verdient nicht am Tourismus mit, obschon mehr als die Hälfte der Devisen genau dadurch ins Land fließen und dies aus den Taschen derer, deren Kultur und Glaube man verabscheut. Armut und Arbeitslosigkeit der einheimischen Bevölkerung sind groß, viele Tourismus-Jobs werden von Ausländern erledigt, die billiger arbeiten. Wer auf einen Malediven-Urlaub verzichtet, «bestraft» damit nicht zwingend die Falschen.

Was sollen wir nun also tun ?

 Wichtig ist, sich hier in der freien Welt mit Leserbriefen an Zeitungen für mehr Freiheit einzusetzen oder sich an Unterschriften-Aktionen zu beteiligen, in denen auf Missstände hingewiesen wird. Denn gerade Länder, die erheblich am Tourismus verdienen, sind um ein positives Image besorgt.

Also, erste Christenpflicht: informieren wir uns selbst und dann auch andere über die Faktenlage ! Niemand der Wahrheit etwas wirklich Substantielles entgegensetzen.

BITTE BETEN SIE FÜR EINE BEFREIUNG DER MALEDIVEN VON INTOLERANZ UND HEUCHELEI.

(Quelle: „kath.net“ vom 18. Februar 2012)

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