Iran: die letzten zwei Farsi-sprachigen Gottesdienste in Teheran geschlossen

In Irans Hauptstadt Teheran gab es bis vor wenigen Tagen immerhin noch zwei Gemeinden, in denen Gottesdienste in der Landessprache Farsi abgehalten wurden. Diese waren den Autoritäten der „islamischen Republik Iran“ aber offensichtlich zu erfolgreich.

Iran

Deshalb wurden am 10. Februar 2012 Befehle vom Geheimdienstministerium herausgegeben, die zwei Kirchen das Abhalten von Farsi-Gottesdiensten an Freitagen (im Iran der einzig freie Tag in der Woche) untersagen. Die „Emmanuel- Kirche“ und die „St. Petri“- Kirche hatten in der Vergangenheit viele Interessenten angezogen und die Freitags-Angebote in Farsi waren sehr beliebt geworden. Da dies auch bereits in der Vergangenheit bereits in ähnlicher Weise bei der „Zentralkirche“ von Teheran geschehen war, hatte diese bereits 2009 den Befehl zum Einstellen ihrer Farsi-Gottesdienste bekommen.

Alle drei erwähnten Kirchen sind offiziell staatlich registriert. Üblicherweise dienen sie den armenischen und assyrischen Christen Teherans und halten dementsprechend ihre Gottesdienste auf Armenisch bzw. Aramäisch am Sonntag, einem Arbeitstag im Iran, ab. Das zusätzliche Angebot eines Farsi-Gottesdienste für Iraner wurde wohl von den Mullahs als „Apostatenmacherei“ angesehen und deshalb jetzt in der iranischen Hauptstadt erst einmal unterbunden. Die Arbeit für die ethnischen Christen können und wollen die Iraner noch nicht beenden, aber den „outreach“ in die Gesellschaft verhindern.

Aus christlichen Kreisen wird weiterhin bekannt, dass die iranischen Sicherheitsbehörden die Leiter der „Emmanuel“ und „St. Petri“-Kirchen bereits seit einiger Zeit dazu zwingen, die persönlichen Daten ihrer Mitglieder weiterzugeben, was dazu geführt habe, dass viele ihrer Mitglieder ihre Arbeitsstellen verloren hätten. Man stelle sich diese Verhältniss hierzulande vor, welcher Aufschrei durch die politische und Medienlandschaft ginge, wenn die Moscheegemeinden ihre Besucher registrieren und deren Daten an den Verfassungsschutz weitergeben müssten. Dies würde zwar sicher die internationalen Terrornetzwerke dazu zwingen, ihre Geldflüsse über andere Länder zu regeln und die Vorbereitungen für Anschläge weltweit dann doch lieber in Frankreich oder Schweden zu treffen, aber ob diese Vorgehensweise mit der deutschen Verfassung vereinbar wäre, ist mal fraglich.

Wie auch immer: all diese Eingriffe in eine (im Iran ohnehin nicht existierende, sondern nur noch als Fassade behauptete) Religionsfreiheit rufen kein internationales Empörungsecho hervor. Kirchen, Medien, Politiker und sonstige „gesellschaftliche Multiplikatoren“ zucken nicht einmal mehr mit den Achseln. Verdienen unsere Geschwister nicht etwas besseres ?

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR EINE MÄCHTIGE ERWECKUNGSBEWEGUNG IM IRAN. DAS VOLK DER IRANER VERDIENT EINEN DURCHBRUCH ZUR FREIHEIT DES EVANGELIUMS !

(Quelle: „compass direct news“ vom 17. Februar 2012)

Advertisements

Ein Gedanke zu “Iran: die letzten zwei Farsi-sprachigen Gottesdienste in Teheran geschlossen

  1. Pingback: Unsere tägliche Bombe gib uns heute… « kopten ohne grenzen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s