China: erneut private Hauskirchenversammlung gestürmt

Kein Wunder, dass die chinesische Regierung unlängst einer US-Menschenrechts-Botschafterin die Einreisevisa verweigerte: mit der Religionsfreiheit ist es in der materialistischen Dikatatur der Kommunistischen Partei nicht weit her.

China

Alle interessierten Leser dieses Blog und anderer Quellen über Christenverfolgung wissen das natürlich. Insofern ist auch diese jüngste Meldung aus dem ehemaligen „Reich der Mitte“ nicht sonderlich überraschend: im Ort Baoding, Landkreis Wangdu, Provinz Heibei, wurde am 31. Januar 2012 eine Versammlung von Christen durch Sicherheitsbeamte gestürmt, sieben Teilnehmer wurden dabei festgenommen, darunter Pastor Sui Zhigang. Gegen 10 Uhr morgens stürmten ein Dutzend Männer in Zivil, die sich selbstverständlich durch keinerlei Ausweise oder Dokumente legitimierten, eine Privatwohnung, verlangten zu wissen, wessen Residenz das sei und begannen ungefragt, Filmaufnahmen der Anwesenden zu machen.

Die sieben Inhaftierten wurden dann von der Wangdu-Polizeistation ins lokale Gefängnis gebracht und fünfzehn Tage lang dort festgehalten. Die Gefangenen wurden dort weder mit den üblichen Papieren konfrontiert, noch wurden ihre Familien überhaupt über die Festsetzung ihrer Angehörigen informiert. Stattdessen drohte ihnen eine direkte Überstellung in ein Arbeitslager, wo sie das in China (und auch Nordkorea) allseits „beliebte“ Programm „Umprogrammierung durch Arbeit“ durchlaufen sollten. Pastor Sui gelang es jedoch, den in China bekannten Menschenrechtsanwalt Zhang Kai einzuschalten.

Zhang Kai ist selbst Christ und hat bereits im Jahre 2010 einige, spektakuläre Fälle gewonnen. Er legte einen Einspruch bei den lokalen Sicherheitsbehörden von Wangdu ein und bekam prompt die Antwort, dass seine neuen Mandanten wegen „illegaler Versammlung“ festgehalten würden und sie nach den Gesetzen zur nationalen Sicherheit verurteilt worden seien. Dennoch wurden die Inhaftierten am 15. Februar 2012 schließlich freigelassen.  Was schließen wir aus alldem ? Christen in China sind noch immer Opfer staatlicher Willkür und keinesfalls im positiven Sinne integriert und erwünscht.

BITTE BETEN SIE FÜR ALLE KIRCHEN CHINAS, DIE STAATLICH ANERKANNTEN GENAUSO WIE FÜR DIE HAUSKIRCHEN. DIE STAATLICHEN REPRESSIONEN TREFFEN MITTLERWEILE BEIDE IN FAST UNGETEILTER HÄRTE.

(Quelle: „china aid“ vom 17. Februar 2012)

 

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