Syrien: Mörsergranate schlägt in Kloster ein

Im syrischen Sednaya ist unlängst im Rahmen der Unruhen im Land eine Granate in einem griechisch-ortodoxen Kloster eingeschlagen. 

Syrien

Wir hören ja viel von den „guten, demokratisch gesonnenen Aufständischen“ und dem „bösen, autoritäten Assad-Regime“. Es ist ein wenig wie bei Star-Wars-Filmen: wir wissen, wem wir die Daumen zu drücken haben und wen wir „verfluchen“ und ablehnen müssen. Zumindest, wenn man die Berichte der meisten amerikanischen und deutschen Massenmedien unreflektiert einfach „schluckt“. Aber bereits in der Vergangenheit haben wir hier im Blog ein wenig die Nebelkerzen der gleichgeschalteten, oberflächlichen Ansichten bekämpft, wie dieser Artikel beweisen:

  1.  https://gebetskreis.wordpress.com/2012/01/10/syrien-nonne-sorgt-fur-aufklarung/
  2. https://gebetskreis.wordpress.com/2012/01/12/syrien-patriarch-kritisiert-westen/
  3. https://gebetskreis.wordpress.com/2012/01/18/syrien-christen-im-dilemma/

Jüngstes Beispiel für die Probleme der christlichen Minderheit in Syrien ist der bereits erwähnte Mörser-Angriff auf das „Kloster der Jungfrau Maria“ in Sednaya, Syrien, vom 31. Januar 2012. Niemand kann oder will sagen, von woher das Geschoss kam oder wer es abgefeuert hätte. Aber Gottes Bewahrung ist auch in Syrien nicht wirkungslos, denn ein Polstersessel stoppte den Aufprall des Projektils in einem Gästezimmer des Klosters, so dass der Sprengkopf nicht explodierte.

Dennoch ist die Gemeinschaft der Christen am Ort jetzt verunsichert, wie Journalisten während einer organisierten Tour zum Ort des Geschehens erleben konnten. Wie weit das völlige Unverständnis der „westlichen Medien“ für die Situation in Syrien geht, beweist die Frage einer Spanischen Journalistin an die Mutter Oberin des Klosters: “ Warum wird das Kloster überhaupt angegriffen, wenn es doch unter dem Schutz der Jungfrau Maria steht?“ Eine ebenso hilf- wie ahnungslose Frage. Die nüchterne Antwort der Abtissin ist jedoch ein highlight an Prägnanz: „Das müssen Sie diejenigen fragen, die die Granate abgefeuert haben.“

Und genau diese sind im unübersichtlichen Gewirr der Interessen derzeit nicht auszumachen. Da gehen sunnitische Muslimbrüder ebenso auf die Straße wie Armee-Deserteure, junge Intellektuelle, die sich durch ein Ende Assads mehr Freiheit erhoffen (und die, wie Tunesien ebenso wie Ägypten bewiesen haben, bitter enttäuscht sein werden) ebenso wie  Frauen, die einen Aufbruch wünschen. Nur wohin ?

UPDATE: Asia News berichtet von Quellen aus dem Land, die über gezielte Attacken der Rebellen auf Alewiten und Christen in der durch die Medien bekannten Stadt Homs berichten. Glaubhaften Gerüchten zufolge sollen z. Bsp. christliche Automechaniker ermordet worden sein, während sie einen Polizeiwagen wieder herrichteten. Die Anarchie wird also bewusst hergestellt und bestimmte soziale Gruppen von den sunnitischen hardlinern gezielt herausgesucht. Eine Entwicklung, die für wenige, Klarsichtige nicht überraschend ist. Eine aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannte Quelle sagt folgendes:

Der laufende Konflikt wurde von einem öffentlichen Ringen um Freiheit und Demokratie in eine islamistische Revolte verwandelt. Am Freitag, den 20. Januar 2012 wurde von den Koordinierungs-Komitees der Revolution folgender Slogan ausgegeben: „Das Volk will den Djihad ausrufen !“ … Die Fakten, die wir Ihrer Aufmerksamkeit anvertrauen, sind Angriffe, die jetzt eine offen anti-christliche Ausrichtung haben.

(Quelle: „asia news“ vom 08. Februar 2012)

BITTE BETEN SIE FÜR DEN FORTBESTAND DES CHRISTENTUMS IN SYRIEN. DIE BIBLISCHEN ORTE DAMASKUS UND ANTIOCHIA LIEGEN DORT UND EINIGE DER ÄLTESTEN GEMEINDEN UNSERES GLAUBENS WURDEN DORT GEGRÜNDET. AUCH DIE APOSTEL HABEN HIER IHRE SPUREN HINTERLASSEN.  GEBEN WIR DIESES LAND NICHT DEM IRRSINN PREIS ODER SCHAUEN WIR ZUMINDEST GANZ GENAU HIN, WIE ES VOR DIE HUNDE GEHT UND LASSEN UNS NICHT LÄNGER VON DEN MEDIEN UND POLITIKERN BELÜGEN.

(Quelle: „domradio“ vom 08. Februar 2012)

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