Deutschland: „Fick deinen Gott !“, Vandalismus gegen Kirchen in Duisburg

Die Kirchengemeinden im Norden Duisburgs, ganz gleich ob evangelisch oder katholisch, haben seit Wochen mit einem neuen Phänomen zu ringen: dem aggressiven Vandalismus gegen ihre Gebäude.

In einer in diesem Land bislang einzigartigen Welle der Gewalt gegen Gotteshäuser, artikuliert sich eine Trendwende im sozialen Gefüge dieses Landes. Kirchen waren bislang von öffentlichen Konflikten, auch sozialen Verwerfungen, weitgehend ausgenommen. Ja, mangels Gemeindemitgliedern wurden Kirchengebäude verkauft oder umgewidmet in Büros oder Wohnhäuser. Ja, Kirchenvertreter haben sich oft (ob von der Gemeinde erwünscht oder nicht) in gesellschaftliche Konflikte eingemischt, mehr oder minder erfolgreich und engagiert. Kirchen sind also keinesfalls mehr grundsätzlich sakrosankt, aber ein gewisser, notwendiger Respekt vor den Orten des Glaubens und denjenigen, die diese aufsuchen, sollte doch in jedem Falle zum gesellschaftlichen Konsensus dieser Republik gehören.

Aber die offene Gewalt gegen Zeichen des Glaubens hierzulande sind ein Phänomen der letzten Jahre, die in der Vergangenheit nur ein einziges, unrühmliches Beispiel in der Reichspogromnacht 1938 haben. Nur in diesem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wurden religiöse Versammlungsstätten Opfer (in diesem Fall von staatlich inszenierten und gewollten,) gezielten Gewaltmaßnahmen. So weit ist es in Duisburg-Lahr noch lange nicht. Dort werden bislang „nur“ Kirchenfenster eingeworfen, Kirchenwände beschmiert und Gottesdienstbesucher belästigt. Man stelle sich diese gezielten Aktionen gegen die Moscheen in Duisburg vor und dann wüsste man, welchen medialen Aufschrei dies erzeugen würde. Aber man wird ja wohl mal den warnenden Zeigefinger im Sinne des „Wehret den Anfängen !“ erheben dürfen. Denn schließlich sind brennende und zerstörte Kirchen in Ländern wie Nigeria oder Ägypten auch keine Besonderheit mehr, so traurig es ist, dies feststellen zu müssen. Dies muss nicht unbedingt auch hierzulande zum „Normalfall“ werden !

Pastoren und Gemeindemitglieder in Duisburg Lahr berichten auch im WDR-Regionalfernsehen von Kinder- und Jugendbanden, die ihnen nach dem Gottesdienst auflauern, sie durch Ballwürfe an die Kirchenmauer provozieren und solche verbalen highlights wie „Fick deinen Gott !“ von sich geben, wenn man sie darum bittet, von ihrem Tun abzulassen. Aufgrund dieser besonderen Sprachregelung darf man über den religiös-kulturellen Hintergrund der Kirchenvandalen in der Stadt mit einer der größten Moscheen Deutschlands (die schon in der Bauphase umstrittene Merkez Moschee, Duisburg-Marxloh) getrost spekulieren. Nebenbei bemerkt ist ein weiteres Moscheebauprojekt in Duisburg-Walsum beantragt. Werden dann noch mehr Kirchen durch Schmierereien entweiht oder ihre Fenster durch Steinwürfe zerstört ? Wir werden sehen.

Der WDR-Fernsehbericht ist u. a. hier noch einmal zu betrachten:

[http://vimeo.com/36243703]

So fängt es also an.

BITTE BETEN SIE FÜR DEN FRIEDEN AUCH IN UNSEREM LAND. ER IST NICHT MEHR SELBSTVERSTÄNDLICH UND MUSS TÄGLICH NEU ERKÄMPFT UND AUSGEHANDELT WERDEN. CHRISTEN WERDEN AUCH HIERZULANDE IN „SCHWERERES FAHRWASSER“ GERATEN ALS BISHER.

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