USA/Indonesien: erste indonesische Christen werden abgeschoben

So sieht es aus mit der „Gleichbehandlung“ von Flüchtlingen: Christen haben den Schwarzen Peter. Weltweit. Seien es christliche Iraner in der Türkei (Beispiel siehe hier) oder eine afghanische Christin in Indien (Beispiel siehe hier).

Pastorin Sandra Pontoh

Bald werden auch die koptischen Ägypter vor unserer Tür stehen oder die syrisch-orthodoxen Christen. Wie werden sie wohl behandelt werden und welche Art der Aufnahme werden sie erhalten, falls überhaupt ? Werden sich Christen, werden sich Kirchen und Gemeinden finden, die sich mit ihnen solidarisieren, sie willkommen heissen und christliche Solidarität an ihnen üben, wie es die „Einheit des Leibes Christi“ gebietet ?

In den USA des Herrn Obama jedenfalls sind verfolgte Christen unerwünscht. Dies beweist der Fall der indonesischen Bürger chinesischer Ethnie, die seit Jahren ihrer Abschiebung entgegensehen. 95 Indonesier, überwiegend Christen, stehen auf der Abschiebeliste der US-Immigrationsbehörden. Die ersten 37 von ihnen im Alter zwischen 18 und 60 sollen zwischen dem 10. und 29. Februar 2012 des Landes verwiesen werden. Die restlichen sollen dann im November ausgewiesen werden. Die ersten Migranten dieser Gruppe kamen bereits 1988 in den Großraum Boston. Teilweise illegal, aber nie aus wirtschaftlichen Motiven, sondern aus Angst vor religiöser Verfolgung. Dies sagt viel über die Dauer der Christenverfolgung in Südostasien aus.

Nun wieder in dieses Land zurückkehren zu müssen, ängstigt die bestens integrierten Indonesier ganz tief im Inneren. Die Pastorin Sandra Pontoh von der „Maranatha Indonesian United Church of Christ in Madbury“, die viele der Betroffenen betreut hat, nimmt kein Blatt vor den Mund:

Sie haben Angst, nach Hause zu fahren, weil die Situation in Indonesien noch immer nicht sicher ist. Hier fühlen sie, dass sie sonntags zur Kirche gehen können, ohne, dass sie sich über Bombenattentate Gedanken machen müssen oder Sorgen hätten, sie würden körperlich attackiert werden. Deshalb wollen sie hier sein. Sie wollen nur ihren Glauben leben.

Bemerken wir an dieser Stelle: offensichtlich ist dies in weiten Teilen Indonesiens nicht möglich, besonders, wenn man einer ethnischen Minderheit wie der chinesischen angehört. Einst waren viele von ihnen mit Touristenvisa eingereist und einige hatten es versäumt, rechtzeitig den Flüchtlingsstatus zu beantragen. Auf dieser rein formalen Grundlage fusst jetzt die Entscheidung, sie wieder auszuweisen. Es war den US-Behörden auch durch die Unterstützung diverser Kirchengemeinden und unter Einschaltung von Anwälten nicht verständlich zu machen, welche Konsequenzen die Deportation der Christen nach Indonesien haben wird.

Indonesische und amerikanische Christen erwägen momentan verzweifelte Maßnahmen zu Gunsten der Verfolgten: Kirchenleiter trafen sich vor wenigen Tagen mit der Senatorin von New Hampshire, Jeanne Shaheen, um sie in den Fall zu involvieren. Einige Kirchengemeinden erwägen derzeit, diesen verängstigten Brüdern und Schwestern Kirchenasyl zu gewähren.

GOTT IST AUCH EIN GOTT DER WUNDER WIRKT. WIRD ER EIN WUNDER FÜR DIE 95 INDONESIER SCHAFFEN UND DEN VERSTAND UND DIE HERZEN DER VERANTWORTLICHEN BÜROKRATEN IN DEN USA VERÄNDERN ? ES SIEHT DERZEIT NICHT DANACH AUS. DESHALB BETEN SIE BITTE FÜR DIE 95 !

(Quelle: “ Unionleader.com“ vom 01. Februar 2012)

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3 Gedanken zu “USA/Indonesien: erste indonesische Christen werden abgeschoben

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