Indien: christlicher Friedhof geschändet

Die Feindschaft radikaler hinduistisch-nationalistischer Kreise auf dem indischen Subkontinent gegen das Evangelium kennt keine Schamgrenzen mehr. Nun wurde in Gujarat eine christliche Begräbnisstätte mit Planierraupen eingeebnet. Zufall oder bewusste Provokation ?

Karte von Indien

Indien

Nun, liebe Leser, ich glaube nicht an Zufälle. Ein historischer, traditioneller, christlicher Friedhof in Sabarmati nahe Ahmedabad im westindischen Bundesstaat Gujarat wurde am 26. Januar 2012 geschändet. Bulldozer haben weite Teile des „Gottesackers“ eingeebnet. Dabei wurden Grabsteine und Kreuze aus der Erde gehoben und wahllos aufgehäuft sowie Grabstellen eingeebnet, um einem Parkplatz Raum zu schaffen.

Das „All India Christian Council“ (AICC) macht den Ministerpräsidenten des Bundesstaates Gujarat für das antichristliche Klima in seiner Region mitverantwortlich, das diese Taten erst ermöglicht. Narendra Modi von der ultranationalistischen Hindu-Partei  „Baratiya Janata Party (BJP)“ wurde vom AICC zum Rücktritt aufgefordert, weil er „die Christen in Gujarat nicht mehr beschützt“. Das AICC hatte ursprünglich Strafanzeige gegen unbekannte „asoziale Elemente“ wegen des Vorfalls in Sabarmati erstattet, diese aber zu Gunsten einer Anzeige bei der Regionalpolizei zurückgezogen. Dies wurde mit der Untätigkeit der lokalen Behörden begründet.

In einer Verlautbarung des AICC heisst es weiterhin:

Die Rechtsstaatlichkeit ist in Gujarat nicht gewährleistet: die Menschen, aber auch die Toten, sind hier nicht sicher.

Der AICC fordert ebenso den Rücktritt des Polizeichefs von Sabarmati, S.D. Patel, der seinen Pflichten zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit nicht nachgekommen sei. Dies ist kein Einzelfall. Die Behörden in Ländern wie Indien oder Pakistan ermitteln selten in Fällen antichristlicher Gewalt. Der Friedhof in Sabarmati selbst bestand schon seit der britischen Kolonialzeit und war im Jahre 1947 den christlichen Gemeinden übergeben worden. Am 01. Februar 2012 haben Christen aller Konfessionen nun gegen diese Vorfälle in Ahmedabad protestiert.

BITTEN SIE DOCH VIELLEICHT GOTT IM GEBET DARUM, DIE EINIGKEIT UND SOZIALE SCHLAGKRAFT DER CHRISTLICHEN GEMEINSCHAFTEN INDIENS ZU STÄRKEN. IHRE STIMME MUSS GEHÖR FINDEN, SONST FINDEN DERARTIGE ÜBERGRIFFE NIEMALS EIN ENDE.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 01. Februar 2012)

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2 Gedanken zu “Indien: christlicher Friedhof geschändet

  1. Da sehen wir unsere eigene Zukunft. In einer Gesellschaft, die sich immer mehr in ein feindliches Umfeld für Christen verwandelt, können solche Dinge passieren. Es darf nur nicht ungestraft durchgehen.
    Und noch etwas können wir von Indien lernen: die Christen dort schließen sich zusammen, über Konfessionsgrenzen hinweg, um auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen. Das ist eine mächtige Lektion für die Kirchen hierzulande, die sie aber wahrscheinlich nicht lernen werden. Wir Gläubigen von der Basis müssen sie dazu zwingen, wie es scheint.

  2. Pingback: Bibel, Fahrrad und One-Way-Ticket « kopten ohne grenzen

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