Ägypten: Tauziehen um entführtes, koptisches Mädchen

Was vom „neuen“ Ägypten nach Mubarrak zu erwarten ist, erzählt uns vielleicht der folgende Fall eines koptischen Mädchens, das entführt wurde und sich nun „legal“ in staatlicher Obhut befindet, bis es nach islamischem Recht „freiwillig“ zum Islam konvertieren „darf“.

Ägypten

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Die Absurditäten, die wir aus den Ländern der „Arabellion“ erfahren, nehmen kaum ein Ende. In Ägypten haben liberale, freiheitsliebende Kräfte im letzten Jahr einen Aufstand gegen einen Autokraten begonnen, nur um zu sehen, wie sie jetzt im „demokratisch gewählten“ Parlament nur noch ca. 13 % vertreten dürfen. Frauen haben sich eine Befreiung von alten „Zöpfen“ (bzw. Kopftüchern) erhofft und haben die Austände in Massen mitgetragen, nur um jetzt zu erkennen, dass im neuen Parlament keine 10 weiblichen Abgeordneten vertreten sind.

Überhaupt kann dem sachlichen Beobachter schnell der Gedanke kommen, dass Frauen wohl die Verlierer der Umwälzungen in Ägypten sein könnten. Vor allem die nichtmuslimischen Frauen scheinen jetzt endgültig zu Freiwild für Kriminelle und Fanatiker aller möglichen Arten geworden zu sein, ohne dass es noch irgendeinen staatlichen Schutzwall für sie gäbe. Da hören wir vom Fall der sechzehnjährigen Amira Gamal Saber aus dem Dorf  Saft-el-Khamar in der Minya-Provinz, die vor über 40 Tagen entführt wurde und jetzt in staatlicher Obhut darauf warten „darf“, zum Islam zu konvertieren. Anfang Dezember war das Mädchen nicht von der Schule nach Hause gekommen. Die Lehrer konnten nur aussagen, dass sie mit zwei verschleierten Mitschülerinnen das Gebäude verlassen habe. Verwandte wurden darüber informiert, dass Amira sich wohl jetzt in Kairo befinde.

Ihre Familie reichte daraufhin am 04. Dezember 2011 eine Vermisstenanzeige bei der Polizei ein. Der Polizeichef von Minya soll der Familie persönlich die Entführung von Amira bestätigt haben und ihnen versichert haben, die „Schurken“ würden beobachtet und die Familie solle keine weiteren Massnahmen unternehmen, bis die Verbrecher verhaftet seien. Wie nun der Anwalt der Familie, Tawfik Kamel, mitteilte, passierte daraufhin erwartungsgemäss zunächst einmal lange Zeit gar nichts. Dann bekam die Familie am 15. Januar  2012 einen Anruf von einem Mann namens  Mohammad Ahmed Ibrahim, offen zugab, dass Amira sich seit Wochen in seinem Haus in  Boulaq El Dakrour befunden habe (die Ängste der Familie al-Sabry können wir uns kaum vorstellen, was für ein Weihnachten muss das für sie gewesen sein !). Natürlich wollte er daraufhin 200.000 ägyptische Pfund Lösegeld.

Ist Ihnen diese Geschichte schon verrückt genug, liebe Leser ? Nun, jetzt wird „noch einer draufgesetzt“, denn als die Familie sich nun nach Gizeh begibt, um das Lösegeld an einen Mittelsmann zu übergeben, wird sie zur nächsten Polizeiwache gebracht und ihr dort mitgeteilt, dass der Fall mittlerweile von einem Staatsanwalt behandelt würde. Der Anwalt Tawfik Kamel sagte dazu gegenüber diversen Agenturen: „Wir hatten keine Ahnung, dass hier Islamisten ihre Hände im Spiel hatten.“

Denn als die Familie nun stundenlang durch Beamte befragt und drangsaliert wurde, tauchten 13 (O-Ton Kamel) „bärtige Salafistenanwälte“ auf, die in unmissverständlichen Worten der Familie mitteilten, dass ihre Tochter sich entschlossen habe, „freiwillig“ zum Islam zu konvertieren und nun Angst habe, nach Hause zurückzukehren. Als Tawfik Kamel im Auftrage der Familie nun die Geburtsurkunde der 16-jährigen Amira vorlegte und ein Rechtsgutachten der islamischen Al-Azhar-Universität, nach dem nur Volljährige (18 Jahre) eine gültige Aussage über ihren Wunsch zur Konversion (natürlich nur zum Islam…) tun können, wurde auf Wunsch von einem untergeordneten Staatsanwalt in   Boulaq El Dakrour von einem untergeordneten Gericht ein fatales Urteil gefällt.

Dieses Urteil besagt, dass die Minderjährige Koptin, von der völlig unklar ist, ob sie entführt wurde, ob sie zur Konversion gezwungen wurde und die legal in die Obhut ihrer Familie gehört, zunächst in einem staatlichen Kinderheim untergebracht werden solle, bis sie 18 Jahre alt ist und nun ihren „freiwilligen Konversionswunsch“ äußern kann, dem dann auch entsprochen werden wird. Tawfik Kamel hat jedoch mittlerweile herausgefunden, dass Amira sich entgegen dieser Entscheidung inzwischen illegalerweise in einem Heim aufhält, dass der örtlichen „Scharia-Vereinigung“ gehören soll. Er hat mittlerweile einen Aufhebungsantrag gegen das Urteil bei der Generalstaatsanwaltschaft gestellt.

Das Tauziehen zwischen der koptischen Familie und einer Organisation namens „Alliance for the Support of New Muslim Females“, die den Anwaltspulk finanziert, der gegen die Familie aufmarschiert ist, geht also weiter. Die Kritik an dem Verhalten von Staatsanwaltschaft und Gerichten ebenfalls. Ein koptischer Aktivist namens Dr. Oliver wird sehr deutlich in seiner Einschätzung der Lage:

Diese Entscheidung des Staatsanwaltes von  Boulaq El Dakrour macht ihn zu einem Entführer und das Gesetz zu einem Komplizen des Verbrechens. Was der Staatsanwalt getan hat, ist ein Verbrechen. Er legitimierte Kindesentführung und illegalen Gewahrsam.

Ob man es in diesen Worten formulieren muss, sei dahingestellt, aber die Fälle von Mädchenentführungen (koptische Jungs werden davon ausgenommen, das es den Muslimen darum geht, den Fortbestand der koptischen Gemeinschaft zu beenden. Wer es noch nicht kapiert hat: Nur Frauen können Kinder bekommen und wenn diese dann mit Muslimen verheiratet sind und vielleicht sogar selbst „freiwillig“ konvertierten….) koptischer Jugendlicher häuft sich. Zunächst einmal ist es eine „schöne Einnahmequelle“ für Muslime, die den „Ungläubigen“ nur zu gerne ihre letzten Heller aus der Tasche ziehen und dann ist aus den schon genannten Gründen auch die Zukunft des Christentums im Land am Nil gefährdet. Eine perfide Taktik, die sicherlich durch die Legislative des neuen Muslimbruder-Salafisten-Parlaments nachträglich legalisiert werden wird.

BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS DIE CHRISTLICHEN ÄGYPTER OFFENE TÜREN FINDEN WERDEN, WENN SIE DAMIT BEGINNEN IN NOCH GRÖSSEREN SCHAREN IHRE HEIMAT ZU VERLASSEN, ALS SIE ES BISLANG OHNEHIN GETAN HABEN. ÖFFNEN SIE IHRE HERZEN UND BRIEFTASCHEN FÜR DIE KOPTEN, DENN IHRE ZEIT IM LAND DER PHARAONEN SCHEINT ABGELAUFEN ZU SEIN.

(Quelle: „aina.org“ vom 25. Januar 2012)

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4 Gedanken zu “Ägypten: Tauziehen um entführtes, koptisches Mädchen

  1. Es läuft ganz klar auf eine ethnische Säuberung hinaus! Als auf dem Balkan aus diesem Geschehen heraus ein grauenvoller Krieg resultierte, konnte man es in Europa kaum fassen! Mitten unter uns und ohne, dass wir es verhindern konnten. Und fast schon wieder vergessen???

    Muslime haben in Deutschland bessere Bedingungen -auch ihren eigenen Glauben zu leben- als in der eigenen Heimat. Sie klagen die baulische Größe der Moscheen (und sogar den Ruf des Muezzin) mitten in unseren Städten ein; profitieren von unseren Gesetzen! Der Islam gehört nicht in unsere Kultur -auch wenn uns dies unser Bundespräsident Wullf suggerieren will- es wird weder ein friedliches Miteinander funktionieren, wenn noch nicht einmal ein friedliches Nebeneinander möglich ist.

    Wir sollten ohne Wenn und Aber die Christen aus den muslimischen Ländern aufnehmen, sie werden sich schnell integrieren und wären eine Bereicherung für unser Land!

    Im Gegenzug dazu sollten sofort alle kriminellen Muslime mit ihren Familien in ihr Herkunftsland abgeschoben werden! Dort droht ihnen ja schon vom gemeinsamen Glauben her keinerlei Gefahr. Wir sollten über eine Quote in unserem Land nachdenken in Bezug auf die praktizierenden Muslime, damit wir nicht irgendwann aus unserem eigenen Land hinausgemobbt werden oder nur noch als Christen geduldet werden….

  2. Pingback: Tauziehen um entführte minderjährige Koptin « kopten ohne grenzen

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