Indien: Minister für antichristliche Aussagen kritisiert

Wie weit die antichristlichen Einstellungen in Indien bereits gediehen sind, zeigt folgende Geschichte auf: ein Minister wird jetzt von Christen kritisiert, weil er die Ausweisung christlicher Missionare unterstützt haben soll.

Karte von Indien

Indien

Erinnern wir uns kurz: die indische Verfassung garantiert allen Staatsbürgern Religionsfreiheit. Das indische Strafrecht jedoch, stellt erzwungene Konversionen (zu jeder Art von Religion !) unter Strafe. In der Praxis wird dieses Recht jedoch fast ausschließlich dazu benutzt, um christlichen Missionaren und einfachen, auch nicht evangelistisch tätigen Pastoren das Leben zur Hölle zu machen. Die Fälle von Pastoren und Gläubigen, die erst verprügelt und dann der „Zwangskonversion“ bezichtigt wurden, nehmen immer mehr zu (siehe auch Rubrik „Indien“ unseres Blogs).

Mittlerweile haben auch die indischen Muslime erkannt, dass diese „Zwangskonversionsregelungen“, die ursprünglich auch gegen das gewaltsame Aufnötigen des Islam gerichtet waren, heutzutage eine „wunderschöne Waffe“ gegen das ungeliebte Christentum sind. Der indische Minister für „erneuerbare Energien“ Faruk Abdullah hat sich jetzt vehement für die Ausweisung christlicher Missionare aus Indien ausgesprochen (natürlich nicht gegen muslimische Hassprediger im Punjab !) und damit das Urteil eines nicht gesetzeskonformen „Schariah-Gerichtes“ im indischen Teil Kaschmirs unterstützt, das dieses fordert. Er begründet seine Aussage damit, dass seiner Ansicht nach alle Konversionen von Indern „nicht verfassungskonform“ seien. Eine ebenso erstaunliche, wie für Christen bedrohliche Entwicklung, da natürlich Hindus und Muslime anscheinend von dieser Sorge um die Verfassung ausgenommen sind.

Das „Global Council of Indian Christians“ (GCIC), eine Interessenvertretung der christlichen Inder, hat nun den Premierminister Indiens, Manmohan Singh, dazu aufgefordert, Faruk Abdullah zu entlassen, wegen „gegen die Verfassung verstossender Äußerungen“. Der GCIC nennt in einem Schreiben an Singh diese Vorgänge „eine Schande und Demütigung für das Land“. Das kann man gut verstehen, wenn man bedenkt, dass in Teilen Indiens, welches ja eine säkulare Demokratie ist, bereits wieder Scharia-Gerichte großen Einfluss besitzen, wie der Fall von Pastor Chander Khanna ja gezeigt hat. Dementsprechend äußert sich auch der GCIC in seinem Schreiben:

Indem ein Bundesminister die Aktionen eines Schariagerichtes unterstützt, hat er sich auf das unterste Level herabgelassen und damit die gesetzeswidrigen Aktionen dieses „Gerichtes“ im Widerspruch zur Verfassung zu unterstützen versucht.

Ein Vertreter des GCIC, Joseph Dar (selbst Konvertit) sagt dazu:

Die Aussagen von Abdullah überraschen mich nicht sonderlich. Wenn es um den Islam geht, stellen sich selbst moderate Muslime immer auf die Seite ihrer Religion. Vielleicht sollten die christlichen Leiter in Kaschmir ihre Priester und Missionare stärker beschützen und verteidigen, die von ähnlichen Situationen betroffen sind (wie Chander Khanna Anm. d. Übers.). Artikel 25 unserer Verfassung garantiert das Recht auf Glaubenspraxis, Gebet und Weitergabe der Religion. Dadurch sind Konversionen eindeutig abgedeckt.

Wie das Gesetz auch sagt: „Zwangs-“ Konversionen sollten verhindert werden und dies war weniger den christlichen Missionaren als vielmehr der nach der Trennung vom islamischen Pakistan noch verbliebenen Muslimen Indiens zugedacht. Denn Entführungen, erzwungene Konversionen zum Islam und Zwangsverheiratungen von hinduistischen und christlichen Frauen mit Muslimen waren in den muslimischen Teilen des Subkontinents ja nur zu vertraut, so wie wir es heute noch aus Pakistan kennen.

BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS ANTICHRISTLICHE RESSENTIMENTS IHREN SCHEINBAR UNAUFHALTSAMEN VORMARSCH DURCH DIE ÖFFENTLICHE MEINUNG INDIENS STOPPEN. BITTEN SIE GOTT UM SCHUTZ FÜR ALLE LAIEN UND GEISTLICHEN INDIENS, SEIEN SIE KONVERTITEN ODER NICHT.

(Quelle: „asia news“ vom 26. Januar 2012)

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