Deutschland/Iran: Pate für Pastor Behrouz gefunden

Das „Patenschaftsprogramm“ der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Frankfurt/Main) für inhaftierte Menschenrechtler und christliche Aktivisten hat einen neuen Teilnehmer gefunden.

Behrouz Sadegh-Khanjani

Prominente Teilnehmer sind dabei u. a. die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer,  der CDU-Generalsekretär Herman Gröhe oder der Grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell. Jeder von ihnen hat sich freiwillig dazu verpflichtet, im privaten oder auch politischen Umfeld auf das Schicksal der von ihnen „adoptierten“ Opfer von Intoleranz und als „Justiz“ getarnter, diskriminierender Staatsgewalt hinzuweisen.

So hat z. Bsp. der Generalsekretär der Rheinland-Pfalz-CDU, Patrick Schnieder, die Patenschaft für den auch hier im Blog bereits wohlbekannten, iranischen Pastor Behnam Irani übernommen, der momentan eine Haftstrafe absitzt. Natürlich wegen unklarer und schwammiger Vorwürfe, die vor iranischen Gerichten auch nicht an Hand von Fakten bewiesen werden müssen.

Nun hat sich ein weiterer Pate für einen inhaftierten Christen gefunden. Für Pastor Behrouz Sadegh-Khanjani tritt nun der  CDU-Bundestagsabgeordnete Rudolf  Henke ein. Er sagt dazu gegenüber der IGfM:

 Gläubige wegen ihres Bekenntnisses zu einer Religion zu verfolgen oder zu bedrängen, ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte.

Über den Inhaftierten, veröffentlicht die IGfM folgende kurze Zusammenfassung seines Schicksals:

 Pastor Behrouz Sadegh Khanjani (geb.1978) wurde als Kind christlicher Eltern in Teheran geboren und gehört der evangelischen Hauskirche „Church of Iran“ an. Er ist Pastor eines Netzes von Hauskirchen in Shiraz. Aufgrund seines Glaubens geriet Khanjani immer wieder in den Blick der Behörden und wurde verhaftet und verhört. Am 16. Juni 2010 wurde er ein weiteres Mal verhaftet und im berüchtigten Artesh Square Military Prison für einige Monate in Einzelhaft festgehalten. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen war er gesundheitlich sehr stark angeschlagen. Die Festnahme im Juni wurde mit ihm zugerechneten kritischen Äußerungen gegen das Regime in seiner Gemeinde und seiner Unterstützung von Pastor Youcef Nadarkhani – einem zum Tode verurteilten iranischen Konvertitenpastoren – begründet. Am 16. November 2010 wurde er vom Revolutionsgericht in Shiraz zunächst wegen „Apostasie“ zum Tode verurteilt – dieses Urteil wurde am 11. April 2011 von einem Berufungsgericht auf 1 Jahr wegen „regimefeindlicher Propaganda“ reduziert.

Rudolf Henke dazu:

 Als religiöse Minderheit müssen Christen wie Pastor Khanjani zahllose Repressionen seitens des Regimes ertragen. Iran benötigt deshalb einen politischen Prozess, an dessen Ende Freiheit, Menschenrechte, Pluralismus, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit herrschen.

BITTE BETEN SIE DOCH FÜR ALLE IM IRAN AUFGRUND IHRES GLAUBENS INHAFTIERTEN CHRISTEN.

(Quelle: „IGfM“ vom 17. Januar 2012)

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