Pakistan: Christin auf Kaution entlassen

Wie „open doors“ und „compass direct“ berichten, ist die zu Unrecht des Diebstahls beschuldigte Christin Salma Emmanuel inzwischen auf Kaution freigelassen worden, nachdem sich die Diebstahlsvorwürfe gegen sie nicht erhärten liessen. 

Pakistan

Wie dies in vielen islamischen Ländern üblich ist, werden solche Fälle selten „endgültig“ abgehandelt, um weitere Druckmittel gegenüber Nichtmuslimen in den Händen zu behalten. Ausserdem sind die entsprechenden „Kautionen“ auch eine willkommene Einnahmequelle für untergeordnete Gerichte und Polizeibehörden.

Was war nun eigentlich geschehen ? Open doors berichtet folgendes:

 Salma Emmanuel soll ihrer Arbeitgeberin Schmuck gestohlen haben. Die 30-jährige dreifache Mutter bestreitet die Vorwürfe. Auch nach der einstweiligen Freilassung muss sie neben dem schwebenden Verfahren mit dem Stigma einer Diebin leben. Sie und ihr Ehemann finden keine Arbeit und sind von Verwandten abhängig.

Soweit, so schlecht. Aber es werden noch mehr Details zu dem Fall berichtet:

  Die bei ihrer Verhaftung im November 2011 im fünften Monat schwangere Frau wurde von Polizisten misshandelt. Nachdem Berichte über die Gewalt aber Lokalmedien erreicht hatten, ordnete der stellvertretende Generalinspekteur der Haraza-Abteilung eine Untersuchung an. Am 8. Dezember verfügte ein Richter am Gericht in Abbottabad, Provinz Khyber Pakhtunkhwa, die Freilassung der Christin auf Kaution. So konnte sie Weihnachten zuhause mit ihrem 39-jährigen Mann Emmanuel Rasheed und ihren Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren verbringen.

Wir müssen uns wohl über nichts mehr wundern, da in Abottabad ja bekanntlich der Terrorist, Hassprediger und Massenmörder Usama bin-Laden recht ungestört seinen bequemen Lebensabend zu verbringen gedachte. Zur Vorgeschichte und weiteren Details des Falles Salma Emmanuel schreibt Compass Direct dies:

Salma Emmanuel und ihr Mann, ein Fernsehmonteur, wurden von einer Muslima angezeigt, bei der sie seit einem Jahr als Hausmädchen gearbeitet hatte. Als ins Haus ihrer Arbeitgeberin eingebrochen worden war, machte diese Salma dafür verantwortlich und zeigte sie wegen Diebstahls an. Beim Polizeiverhör wurde Rasheed unter Druck gesetzt, seinen Glauben zu verleugnen. „Ein Polizist bot mir an, die Anklage wegen Diebstahls gegen mich fallen zu lassen, wenn ich bereit sei, dem Christentum abzusagen und zum Islam überzutreten“, erzählte er. „Ich sagte ihm, dass ich – ganz gleich, was geschieht – weder meinen Glauben verleugnen noch die gegen uns erhobenen falschen Vorwürfe zugeben werde.“ Salma Emmanuel wurde über Stunden von Polizistinnen getreten und mit Schlagstöcken misshandelt. Damit sollte auch sie zu einem Geständnis gezwungen werden.

Ein interessantes Detail. Jetzt wird die Religionszugehörigkeit bereits zur Grundlage möglicher Strafjustiz gemacht. Dies spricht Bände über die Zustände bezüglich rechtsstaatlicher Verhältnisse in Pakistan. Leider wird auch hierzulande allzuoft der soziale oder religiös-kulturelle Hintergrund manches Angeklagten in maßgeblicher Weise in das Strafmass von Verfahren eingebaut. Das Prinzip „Gleiches Recht für Alle“ ist also extrem fragil und muss genauestens beobachtet werden. Nicht nur in Pakistan. Von der extremen Gewalt gegen eine im fünften Monat schwangere Nichtmuslima ganz abgesehen.

BITTE BETEN SIE FÜR SALMA EMMANUEL UND IHRE FAMILIE. MÖGE ES UNSER VATER GEBEN, DASS RASHEED EMMANUEL BALD WIEDER EINE GUTE ARBEIT FINDET, MIT DER ER SEINE FAMILIE ERNÄHREN KANN.

(Quelle: „open doors“ per mail vom 17. Januar 2012 und „compass directnews“ vom 30. Dezember 2011)

 

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